Lauter bei Bad Kissingen
Ehrung

Immer im Einsatz für die Kapelle

Günther Digel hat schon als Zehnjähriger beim Musikverein Lauter angefangen. Und noch heute kümmert er sich, 64 Jahre später, um die Rentnerband um die Außenanlage rund um die Edelweißhalle.
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Zum Saisonabschluss präsentierte sich der Lauterer Musikverein mit einem Konzert. Fotos: Björn Hein
Zum Saisonabschluss präsentierte sich der Lauterer Musikverein mit einem Konzert. Fotos: Björn Hein
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Seit 64 Jahren engagiert sich Günther Digel im Lauterer Musikverein "Edelweiß". Für diesen unermüdlichen Einsatz wurde er nun ausgezeichnet. Im Jahr 1948 trat er dem Verein als Zehnjähriger bei und lernte dort, das Es-Kornett (Blechblasinstrument) zu spielen.

Dann schulte er jedoch zuerst auf die Trompete und dann auf das Bariton um. Bis 1981 spielte er dieses Instrument aktiv in der Edelweißkapelle. Auch danach sei er sehr oft als Aushilfe gebraucht worden und war zur Stelle, sagte Mario Digel. Nun spielt Günther Digel in der Rentnerband mit, in der er die Leitung übernommen hat.
Doch nicht nur musikalisch, auch im Vorstand war Günther Digel aktiv, unter anderem von 1969 bis 1975 als Kassierer und von 1975 bis 1987 als Vorsitzender.
Dieses Amt übte er noch einmal von 1999 bis 2003 aus, daneben hatte er zahlreiche andere Posten.

"Ich werde natürlich auch in Zukunft weiter für den Verein da sein", ist sich Günther Digel sicher. Noch immer hat er seine Arbeit sehr gern gemacht. Überzeugt ist er davon, dass er den Freiraum für diese Aufgaben auch seiner Familie zu verdanken hat. Sie habe ihn bei seiner Arbeit stets unterstützt, ergänzt Günther Digel.

Etliche Auszeichnungen

Von 1998 bis heute pflegt er die Außenanlagen der Edelweißhalle. 1987 wurde Günter Digel mit 49 Jahren zum jüngsten Ehrenmitglied des Musikvereins Edelweiß ernannt, er hat sämtliche Auszeichnungen des Musikvereins und des Nordbayerischen Musikbundes, auch vom Markt Burkardroth erhielt er für seine Leistungen eine Auszeichnung.

Seit 15 Jahren spielen Florian Markard am Flügelhorn und Stephan Metz an der Klarinette im Musikverein. Dafür erhielten sie eine Urkunde und die Silbernadel mit Kranz. Seit 45 Jahren ist Lothar Albert beim Musikverein am Bariton aktiv. Hierfür erhielt er vom Vorsitzenden Mario Digel die Goldnadel mit Kranz.

Nicht nur Ehrungen standen an dem Abend beim Musikverein an, auch spielten sie ihr Weihnachts- und Jahresabschlusskonzert. Viel Arbeit haben sich die Musiker auch diesmal gemacht. "Wir bereiten uns seit Sommer auf dieses Konzert vor. Für uns ist es das Saisonabschlusskonzert und eines der Höhepunkte im Jahr", ergänzte Brixel. Seit mehr als 40 Jahren findet diese Veranstaltung inzwischen schon statt.

Den Beginn machte der Nachwuchs, der seit dem vergangenen Jahr im April im Musikverein aktiv ist. Unter der Leitung von Katharina Köth wurden neben Weihnachtsliedern auch rockige Weisen präsentiert. Südamerikanisches Flair kam mit dem "Sunny Samba" auf, bis der Nachwuchs mit dem "Close Finish" den ersten Teil des Konzerts beendete.

Flotter Konzerteinstieg

Flott war der Einstieg, den der Musikverein dann mit dem Marsch "Jubelklänge" von Ernst Uebel nach einem Arrangement von Siegfried Rundel bot. Traditionell böhmisch-mährisch ging es mit dem "Baumkirchner Jodler" und der "Katharinen-Polka", einer Schnellpolka von Kurt Gäble, weiter. Etwas ruhiger war das Stück "Auf der Pfingstwiese" zu, das mit überraschenden Schlussakkorden zu begeistern wusste. Beim "Wild Cat Blues" überzeugte Solist Sebastian Hartmann an der Klarinette.

Für die Fantasie "New York Overture" von Kees Vlak erläuterte Dirigent Frank Brixel die einzelnen Stationen. So entstanden in den Köpfen der Zuhörer Szenen vom Leben und Treiben in New York. Die Abwechslung im Stück war sehr reizvoll, weil die einzelnen Passagen von der Imitation von gregorianischer Musik bis hin zu Jazz- und Blues-Klängen reichten. Perfekt gelang es dabei den Lauterer Musikern, die Stile zu verbinden.

Mit der spanischen Overtüre "Alcazar", ebenfalls von Kees Vlak (allerdings unter seinem Pseudonym "Llano") kam südamerikanisches Temperament in die Edelweißhalle. Dezent arabeske Anklänge, melancholische Trompetentöne und südländische Lebenslust, die durch die Musik zum Ausdruck kamen, sorgten für rasche Wechsel.
Eher ungewöhnliche Klänge bei einem Blasmusikkonzert waren dann bei der "Tell-Fantasie" nach einer Bearbeitung von Erich Vogel zu hören. Solist Simon Hartmann überzeugte am Marimbaphon. Der Kontrast zwischen diesem und den Blasinstrumenten wurde herausgearbeitet, man meinte, Klarinetten, Marimbaphon und Querflöten bei einem Zwiegespräch zu belauschen. Für den Solisten gab es viel Applaus. Mit "Thank you for the Musik" von Abba nach einem Arrangement von Bjorn Morten Kjaernes klang der Abend aus.
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