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Bad Kissingen
Hohe Auszeichnung

Immer für Bad Kissingens Mitbürger eingesetzt

Alfred Wacker ist der allererste Ehrenvorsitzende der Bad Kissinger CSU. Bereits vor 50 Jahren hat er die Junge Union in Bad Kissingen gegründet.
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Ehrenvorsitzender Alfred Wacker (76, Mitte) mit (von links) der Bezirksrätin Karin Renner, dem CSU-Ortsvorsitzenden Steffen Hörtler, der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär und dem Vorsitzenden der CSU-Seniorenunion Eberhard Gräf. Foto: Sigismund von Dobschütz
Ehrenvorsitzender Alfred Wacker (76, Mitte) mit (von links) der Bezirksrätin Karin Renner, dem CSU-Ortsvorsitzenden Steffen Hörtler, der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär und dem Vorsitzenden der CSU-Seniorenunion Eberhard Gräf. Foto: Sigismund von Dobschütz
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Für seine Verdienste in der Kommunalpolitik ernannte die Bad Kissinger CSU am Donnerstag den langjährigen Stadtrat und früheren Zweiten Bürgermeister Alfred Wacker (76) zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Die Vergabe dieses Titels war die erste in der Geschichte des Ortsvereins.


Junge Union Kissingen gegründet

In Stichworten würdigte CSU-Ortsvereinsvorsitzender Steffen Hörtler den fünf Jahrzehnte langen Werdegang des Kommunalpolitikers. Wacker, der 1941 in Schöntal (Hohenlohekreis) im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs geboren wurde, kam erst 1965 nach der Heirat mit Ehefrau Ingeborg nach Bad Kissingen. Zwei Jahre später erhielt er 1967 in Poppenroth eine Anstellung als Lehrer. Noch im selben Jahr gründete der damals 26-Jährige die Junge Union in Bad Kissingen, die er fünf Jahre als Vorsitzender führte. 1969 trat er dann der Bad Kissinger CSU bei, deren Vorsitzender er von 1978 bis 1996 war.

Schon 1972 wurde er in den Stadtrat gewählt, dem er 36 Jahre bis 2008 angehörte, und war zwölf Jahre lang von 1978 bis 1990 auch Vorsitzender seiner Fraktion. Nach vier Wahlperioden im Stadtrat wählte ihn dieser 1996 erstmals zum Zweiten Bürgermeister der Stadt Bad Kissingen. Diese Wahl sieht Wacker, der damals mit der höchsten Stimmenzahl in den Stadtrat gewählt worden war, rückblickend als Höhepunkt seiner politischen Laufbahn.

"In diesem Amt hat sich Alfred Wacker weit über das Maß eines ehrenamtlichen Bürgermeisters eingesetzt", betonte der Ortsvorsitzende in seiner Laudatio. Wacker sei auch im Rathaus nach Aussage damaliger Mitarbeiter von allen geschätzt worden und habe sich fast täglich "über alle Ebenen und bei allen Themen eingesetzt".
Dabei waren es gerade diese Jahre, die ihm als überzeugtem CSU-Mitglied Kummer bereiteten: Seit 1990 hatte Bad Kissingen mit Christian Zoll erstmals einen SPD-Oberbürgermeister, der 1996 sogar in seinem Amt bestätigt worden war. "Ich habe meine Wahl zum Zweiten Bürgermeister als Auftrag verstanden, mich für das Wohl aller Mitbürger einzusetzen." In diesem Verständnis verlief dann auch die Zusammenarbeit zwischen dem CSU-Bürgermeister und dem SPD-Oberbürgermeister durchaus harmonisch.

Kämpfen musste Alfred Wacker eher in den eigenen Reihen, als sechs Jahre später der von der CSU aufgestellte Karl Heinz Laudenbach im Jahr 2002 zum Oberbürgermeister gewählt worden war und die erstmals gewählte, politisch völlig unerfahrene Stadträtin Eva-Maria Georgi als Stellvertreterin vorzog. In einer kämpferischen Rede trat Wacker damals als innerparteilicher Gegenkandidat an und wurde mit Unterstützung aller Stadtratsfraktionen gegen Laudenbachs Willen erneut zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Erst 2008 schied Wacker aus dem Stadtratsgremium aus. Bereits drei Jahre zuvor war er als Rektor der Henneberg-Grundschule in Garitz pensioniert worden.


Weiter Moderator

Zwar zog sich Wacker schließlich 2010 nach über 40-jähriger Mitgliedschaft zuletzt auch aus dem Ortsvorstand seiner Partei und damit aus der aktiven Kommunalpolitik zurück, doch ist er noch heute im Ortsverein als Moderator der regelmäßigen CSU-Stammtische aktiv und hilft mit seiner umfassenden kommunalpolitischen Erfahrung. "Alfred berät die gesamte Vorstandschaft als politischer Berater und väterlicher Freund", bestätigte dies der heutige Ortsvorsitzende Hörtler. Alfred Wacker nahm in bekannter Bescheidenheit seine Ernennung zum ersten Ehrenvorsitzenden der Bad Kissinger CSU an: "Es war mir eine wunderbare Aufgabe und Ehre, mich in der CSU für unsere Mitbürger einzusetzen."


Zahlreiche Gratulanten

Zu den Gratulanten gehörte auch die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär. Sie nutzte das CSU-Sommerfest für ihren Dank an alle Helfer bei Organisation und Durchführung des Wahlkampfauftritts von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 25. August im Kurgarten.

"Es war die bisher größte und beste Wahlkampfveranstaltung der Kanzlerin in ganz Deutschland - 6 000 Besucher und keine Störungen." Vereinzelten Vorhaltungen aus anderen Landkreisen, warum Merkel nach 2009 schon zum zweiten Mal in Bad Kissingen gewesen sei, habe sie entgegnet: "Bad Kissingen ist eben die Hauptstadt meines Wahlkreises."

Steffen Hörtler dankte der CSU-Politikerin für ihr Kommen und berichtete ihr schmunzelnd vom Anbringen ihrer 400 Wahlplakate in Bad Kissingen: "Liebe Doro, wenn wir Dich aufhängen, sind wir alle begeistert."

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