Bad Kissingen
Tourismus

Im Urlaub an die Saale

Positiver Trend setzt sich fort: Urlaub in Mainfranken ist weiterhin im Aufschwung. Die meisten Übernachtungen in den mainfränkischen Landkreisen weist die Statistik im ersten Tourismushalbjahr für Bad Kissingen aus.
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Bad Kissingen ist ein beliebtes Ziel für Touristen, das zeigen die Übernachtungszahlen für das erste Halbjahr 2019.  Foto: Annett Lüdeke
Bad Kissingen ist ein beliebtes Ziel für Touristen, das zeigen die Übernachtungszahlen für das erste Halbjahr 2019. Foto: Annett Lüdeke

Die positive Entwicklung der Tourismusbranche in Mainfranken setzt sich auch 2019 fort. Die Zahl der Gästeübernachtungen in den Beherbergungsbetrieben ist im ersten Halbjahr erneut gestiegen: Die amtliche Statistik verzeichnet für die Region in den ersten sechs Monaten des Jahres mit rund 2,9 Millionen Übernachtungen ein leichtes Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zu 2018.

"Damit stiegen die Übernachtungen um 10 000 gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Im frankenweiten Vergleich nehmen die mainfränkischen Destinationen damit Spitzenwerte ein. Nur die Städteregion Nürnberg verzeichnet in Nordbayern mehr Übernachtungen", erläutert Dr. Christian Seynstahl, Referent Regionalentwicklung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

"Touristische Hotspots sind die Rhön mit insgesamt 1,4 Millionen Übernachtungen und das fränkische Weinland mit 1,1 Millionen Übernachtungen. Kur und Reha, Städtetourismus und Weinkultur sind jedoch nicht die einzigen Frequenzbringer in der Region. Auch in den mainfränkischen Landkreisen der Haßberge und im Spessart wurden Zuwächse von rund zwei Prozent erzielt. Die Region punktet mit Vielfalt und Qualität", ergänzt Seynstahl.

Die meisten Übernachtungen in den mainfränkischen Landkreisen weist die Statistik im ersten Tourismushalbjahr für Bad Kissingen aus (1,0 Millionen), danach folgen Rhön-Grabfeld (0,4 Millionen) und Kitzingen (0,3 Millionen). Die Stadt Würzburg verzeichnet rund 0,4 Millionen Übernachtungen. Mit Ausnahme der Landkreise Bad Kissingen (-0,5 Prozent), Haßberge (-0,7 Prozent) und Kitzingen (-2,9 Prozent) verbuchen alle Landkreise und kreisfreien Städte eine Zunahme bei den Übernachtungen. Am stärksten ist der Zuwachs im Landkreis Schweinfurt (3,0 Prozent).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Mainfranken lag im ersten Halbjahr 2019 bei rund 2,5 Tagen. Besonders lange verweilten die Gäste in den Landkreisen Bad Kissingen (5,0 Tage) und Rhön-Grabfeld (3,3 Tage), was auf Angebote der Gesundheitswirtschaft beziehungsweise im Kurwesen zurückzuführen ist. In den Städten Schweinfurt (1,9 Tage) und Würzburg (1,6 Tage) ist die Aufenthaltsdauer geringer, hier profitiert die Tourismuswirtschaft üblicherweise eher durch Tages- und Ausflugstouristen als durch Übernachtungsgäste.

Tourismusbetriebe zufrieden

Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage aus dem Frühjahr 2019 wider - unter den befragten mainfränkischen Tourismusbetrieben herrscht insgesamt gute Stimmung. Der IHK-Konjunkturklimaindikator für das Tourismusgewerbe, der die aktuellen Lagebeurteilungen der mainfränkischen Touristiker sowie deren Erwartungen für die kommenden zwölf Monate in einem Wert zusammenfasst, liegt mit 110 Punkten weiter im positiven Bereich. Elena Fürst, IHK-Referentin Konjunktur und Statistik erklärt: "Rund vier von zehn Tourismusbetrieben beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, jeder Zweite spricht von befriedigenden Geschäften. Der Saldo aus positiven und negativen Lageurteilen liegt mit 26 Punkten weiter deutlich im positiven Bereich. Mehr als jeder dritte Betrieb berichtet von einer vollen Auslastung und auch die Entwicklung des Umsatzes ist positiv."

Die Aussichten auf den weiteren Jahresverlauf fallen für die mainfränkische Tourismusbranche recht stabil aus: drei Viertel der Betriebe rechnen damit, dass sich die insgesamt zufriedenstellende Geschäftslage der vergangenen Monate fortsetzen (51 Prozent) oder verbessern (23 Prozent) wird, die übrigen 26 Prozent der Unternehmen blicken jedoch pessimistischer in die Zukunft. Die mainfränkischen Tourismusbetriebe rechnen mit steigenden Umsätzen und einer gleichbleibenden Auslastung. Mehr als ein Drittel der Tourismusbetriebe zieht in den kommenden Monaten Preiserhöhungen in Betracht. Die Investitionsabsichten bleiben positiv, Hauptmotive sind die Ersatzbeschaffung (78 Prozent) sowie die Kapazitätserweiterung (37 Prozent). Zudem soll mehr Personal eingestellt werden, doch die Suche nach Fachkräften gestaltet sich auch für die mainfränkischen Touristiker zunehmend schwieriger - mit 78 Prozent gilt der Fachkräftemangel als größtes Konjunkturrisiko.

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