Nüdlingen
Naturprodukt

Honigfest in Nüdlingen: Echte Werbung für die Imkerei

Beim Bayerischen Honigfest in Nüdlingen präsentierten die Imker des Freistaats die Qualität ihres Honigs.
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Die Bayerische Honigkönigin Katharina II und die Honigprinzessin Alexandra waren zu Gast beim Honigfest.Arthur Stollberger
Die Bayerische Honigkönigin Katharina II und die Honigprinzessin Alexandra waren zu Gast beim Honigfest.Arthur Stollberger
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und Heike BeudertNüdlingen/MünnerstadtUm das Engagement der Bienenzüchter im Landkreis Bad Kissingen ist es gut bestellt. Dieses Fazit zog der Vorsitzende des Imkervereins Münnerstadt und Umgebung, Dieter Schölzke, nach dem 6. Bayerischen Honigfest. Der Imkerverein Münnerstadt und Umgebung, der Imker-Kreisverband Bad Kissingen und der Landesverband Bayerischer Imker hatten am Wochenende zum 6. Bayerischen "Honigfest der Sinne" in die Schlossberghalle in Nüdlingen eingeladen.

Die Bienenzüchter der Region zeigten nicht nur durch ihre Präsenz, dass sie im Landkreis sehr engagiert sind, sondern auch durch die Qualität ihres Honigs. Neunmal wurde der Preis "Bester Honig Bayerns" vergeben, viermal ging er in den Landkreis.

Beim Honigfest bestand die Gelegenheit, die besten Honige Bayerns zu kosten. Zu Gast waren auch die Majestäten, die Bayerische Honigkönigin Katharina II. und die Bayerische Honigprinzessin Alexandra. Die Besucher konnten in die "Wunderwelt der Bienen" eintauchen und mehr über den heimischen Honig von der Entstehung bis ins Glas erfahren.

In der Mittagspause spielten die Nüdlinger Musikanten zur Unterhaltung und es wurden fränkische Spezialitäten angeboten. Wenn auch die Atmosphäre der Veranstaltung, die wegen der Hallensanierung in Münnerstadt in die Nüdlinger Schlossberghalle verlegt worden war, sehr optimistisch stimmte, so wurde doch mit Nachdruck auf die Gefahren für die Bienen hingewiesen, die den Züchtern Sorge bereiten.

Ein Vertreter des Landesverbandes Bayerischer Imker (LVBI) erklärte, dass beim Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat das Orientierungsverhalten der Bienen beeinträchtigt werde.Hingewiesen wurde aber auch auf die Leistung einer Biene. Für ein 500-Gramm-Glas Honig müsse ein Bienenvolk etwa dreimal um die Welt fliegen.

Mehr als zufrieden

Im Vordergrund stand die Präsentation des Honigs. Dieter Schölzkes Erwartungen über die Teilnehmerzahl wurden dabei nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen. Vor allem ist für ihn ein ganz besonderer Wunsch in Erfüllung gegangen. Der Imkerverein Münnerstadt und Umgebung hat es geschafft, den Wanderpokal für die höchste Teilnehmerzahl bei der Honigprämierung zu ergattern. 18 Imker des Vereins beteiligten sich mit 27 Honigproben.

Gutes Abschneiden

Mehr als zufrieden ist Schölzke auch mit dem Abschneiden der regionalen Honigproduzenten. "Der Landkreis ist sehr gut aufgestellt, was den Honig angeht", ist sein Resümee. Dass mit dem Haarder Sebastian Maresch auch ein Vereinsmitglied einen "besten Honig Bayerns" stellt, freute ihn zusätzlich. Die Auszeichnung "Bester Honig Bayerns" erhielten aus dem Landkreis auch Anjeschka Brand (Aura), Günther Metz (Stangenroth) und David Groß (Stralsbach). Groß hat bei einem Imkerlehrgang in Münnerstadt sein Handwerk erlernt, ein Beleg für Dieter Schölzke, dass die Nachwuchsarbeit sich lohnt.

Unterfranken gut vertreten

Die Zahl der anwesenden Züchter, die an der Prämierung teilnahmen, lag mit 303 im Durchschnitt. Erfreulich: der Anteil Unterfrankens mit 26,7 Prozent ragte gegenüber Schwaben mit 21,7 Prozent heraus.

Die Prämierung der unterschiedlichen "Trachten" wurde von Stefan Ammon vorgenommen. Neben "Bronze" gab es "Silber" (am häufigsten vertreten), "Gold" und "Gold I a". Landesobmann Stefan Ammon gab zahlreiche Tipps an die Imker. Bei der Honigverkostung konnte man erleben, dass jeder Honig sein eigenes Bouquet zur Entfaltung bringt - ähnlich wie bei einer Weinverkostung.

Grußworte sprachen Stefan Spiegl, LVBI-Präsident, Nüdlingens 2. Bürgermeister Edgar Thomas, Münnerstadts 2. Bürgermeister Andreas Trägner und die Abgeordnete des Deutschen Bundestags, Sabine Dittmar. Sie alle würdigten die Verdienste der Imker.

Nach der Prämierung versprach Münnerstadts Bürgermeister Helmut Blank als Dankeschön für die Organisation dem Imkerverein Münnerstadt und Umgebung eine Spende für die Jugendarbeit in Höhe von 300 Euro.

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