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Schwarze Pfütze
Denkmal

Hoffen auf einen Investor für "Schwarze Pfütze"

Dach, Decken und die Fachwerk-Innenwände der "Schwarzen Pfütze" sind bei einem Feuer total zerstört worden. Ob das ehemalige Traditionsgasthaus noch eine Chance hat?
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Das Traditions-Gasthaus "Schwarze Pfütze" fiel zum größeren Teil einem Brand am 6. Dezember 2013 zum Opfer. Foto: Stefan Geiger
Das Traditions-Gasthaus "Schwarze Pfütze" fiel zum größeren Teil einem Brand am 6. Dezember 2013 zum Opfer. Foto: Stefan Geiger
Das Gasthaus "Schwarze Pfütze" soll auch nach dem verheerenden Brand am 6. Dezember des vergangenen Jahres, bei dem der langjährige Wirt Gerold Topsnik ums Leben gekommen ist, verkauft werden. Das geht aus einem Schreiben des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege an das Landratsamt Bad Kissingen hervor. Eine Kopie, die Bürgermeister Siegfried Erhard (CSU) in der Gemeinderatssitzung vorstellte, war der Gemeinde Oerlenbach zugesandt worden.

Mächtiger Gewölbekeller

Darin heißt es, dass Kreisbaumeister Günther Stammwitz helfen will, Kaufinteressenten für das Objekt zu finden. Er hatte gemeinsam mit Christian Schmidt vom Landesamt für Denkmalpflege und Kreisheimatpfleger Christian Neugebauer die "Schwarze Pfütze" unter die Lupe genommen.
Sie stellten fest, dass Dachwerk, Decken und Fachwerkbinnenwände vollständig zerstört und irreparabel beschädigt sind. Erhalten blieben der mächtige Gewölbekeller, die massiven Umfassungswände des Erdgeschosses mit ornamental gezierten Fenstergewänden und historischen an Ost- und Nordfassade mit Blecharbeiten verzierten Fenstergittern, die schöne, spätklassizistische Bauinschrift links der Haustür und die massive Giebelfassade nach Süden. Die übrigen Obergeschosswände und der Nordgiebel aus verputztem Fachwerk bestehen noch.
Zuletzt stand der Großteil des Gebäudes leer. Dem Austausch der zerstörten und irreparablen Binnenstrukturen und des Dachwerks könne zugestimmt werden, wobei die besondere städtebauliche Bedeutung als Stationsgasthaus an der Fürstbischöflichen Chaussee Würzburg - Meiningen gewahrt bleiben müsse, erklärte Günther Stammwitz.

Sensibilität gefordert

Wer das Gebäude übernimmt, sollte sein Augenmerk auf die sorgfältige Restaurierung der schönen ornamental verzierten Fenstergewände, Fenstergitter und die Bautafel legen, so die Forderung. Moderne Öffnungen, Anbauten und so weiter könnten auf der rückwärtigen Seite angeordnet werden.
Steuerabschreibungen kämen für die denkmalgeschützten Teile und die Dacheindeckung in Betracht. Denkbar sei weiter eine Förderung über die Bayeri sche Landesstiftung.
Die Gemeinde hat - so ergänzte der Bürgermeister - die Straßenbeleuchtung, zuvor am Gasthaus befestigt, mit neuer Leuchte auf öffentlichem Grund geschaffen. Die Kosten beliefen sich einschließlich Abbau und Erdarbeiten auf 3400 Euro.

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