Frankenheim
Rhönklub

Hauptvorstand beklagt Arbeitsklima

Über das Zerwürfnis zwischen Regina Rinke und Ewald Klüber hinaus scheint es noch weitere Unstimmigkeiten zu geben. Mitglieder des Hauptvorstands nutzten die Regionalversammlung der Saale-Sinn-Region, um über die brisante Situation zu informieren.
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Wanderer genießen die friedliche Abend-Stimmung auf dem Kreuzberg. Im Rhönklub ist die Stimmung dagegen alles andere als friedlich. Foto: Archiv
Wanderer genießen die friedliche Abend-Stimmung auf dem Kreuzberg. Im Rhönklub ist die Stimmung dagegen alles andere als friedlich. Foto: Archiv
Vizepräsident des Rhönklubs Bernd Müller-Strauß unterstrich die Notwendigkeit, "das an die Öffentlichkeit zu bringen, damit die Basis weiß, um was es geht. Es rumort im Rhönklub und es ist an der Zeit, öffentlichen Druck auf zubauen." Mehrfach betonte er, dass es ihm darum gehe, dass wieder Ruhe im Rhönklub eintrete, wieder Einigkeit herrsche und der Rhönklub das Ansehen bekomme, dass ihm zustehe.

Der Frust bricht sich Bahn
"Es geht um den menschlichen Umgang im Rhönklub", ließ Müller-Strauß die Katze aus dem Sack. Klar kam zum Ausdruck, dass im Hauptvorstand nun ein Punkt erreicht sei, der über die Streitigkeiten zwischen Rinke und Klüber hinausgehe. Das bestätigten auch weitere Hauptvorstandmitglieder wie Hauptfamilienwartin Edith Zink, Hauptjugendwartin Yvonne Weider und Gebhard Pape, Vertreter der hüttenbesitzenden Zweigvereine.

Der Frust war spürbar. "So kann es nicht weitergehen, es geht nicht nur um Regina Rinke", erklärte Pape. Er sprach von der Umgangsweise des Rhönklub-Präsidenten mit den Mitgliedern des Hauptvorstandes und von Problemen in der Geschäftsstelle in Fulda. "Es herrscht ein Arbeitsklima, das nicht tragbar ist."
Die Mitglieder des Hauptvorstandes wollten einfach nur ihre Arbeit für den Rhönklub tun, doch diese Arbeit werde vom Präsenten torpediert, ergänzte Müller-Strauß. "Wir werden von Informationen abgeschottet. Wir wissen nicht, was er tut." Zudem sei es natürlich leichter, zur Versammlung zu gehen und Ehrungen vorzunehmen, als auf Tagungen wie der Regionalversammlung auch einmal Kritik auszuhalten.

"Wir alle wollen uns engagieren, aber man muss uns auch lassen." Es sei an der Zeit, dass die Mitglieder des Hauptvorstandes die Unterstützung der Basis bräuchten. Keines der Hauptvorstandsmitglieder, die bei der Regionalversammlung anwesend waren, werde unter diesen Bedingungen weiterhin im Hauptvorstand mitarbeiten. "Wenn ihr unsere Gesichter nicht mehr sehen wollt, dann werdet ihr sie auch nach Breitungen nicht mehr sehen", sagte Müller-Strauß in Anspielung auf die Hauptversammlung des Rhönklubs in Thüringen.

Bei der Hauptversammlung Flagge zeigen
"Wenn es mit diesem Präsenten weitergeht, dann nicht mit diesem Hauptvorstand", fasste Harmut Berrisch, Vorsitzender des Rhönklub Zweigvereins Mellrichstadt, zusammen. Rinke habe polarisiert, weil sie etwas getan habe, aber Klüber tue nichts, warf Berrisch dem Präsidenten vor. Er bekomme von ihm auf Anfragen keine Antwort, eine Basis sehe er mit Klüber als Präsenten für den Rhönklub nicht. Für seinen Zweigverein habe er beschlossen, ohne Klüber zu arbeiten, "aber das kann nicht der richtige Weg sein".

Dass die Kommunikation und die menschliche Ebene im Rhönklub-Hauptvorstand zu wünschen übrig lässt, bestätigte auch Norbert Heil, stellvertretender Regionsvorsitzende von Fulda. Nicht nur die Saale-Sinn-Region sondern auch die Fulda-Region habe schon versucht, zwischen Rinke und Klüber zu vermitteln. Der Präsident sei damit ganz klar beauftragt worden, doch dessen Antwort sei eine eindeutige Absage gewesen.

"Bei der Entlastung nicht gleich alle die Karten heben!", rief Regionsvorsitzender Thomas Hammelmann zum aktiven Boykott auf. Das unterstüzte Klaus Neisser, stellvertretender Naturschutzwart im Rhönklub Zweigverein Bad Brückenau. Er sprach sich dafür aus, auf der Hauptversammlung im Juni eine Entscheidung herbei zuführen.

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