Fuchsstadt
Gesundheit

Zweiter Defi für Fuchsstadt

Für den Notfall steht nun an einem gut erreichbaren und beleuchteten Platz ein weiterer Defibrillator bereit.
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Jürgen Müller, Bürgermeister Peter Hart, Sabina Jaborek-Hugo und Bereitschaftsarzt Markus Full präsentieren den Defibrillator am Heimatmuseum in Fuchsstadt.  Foto: Winfried Ehling
Jürgen Müller, Bürgermeister Peter Hart, Sabina Jaborek-Hugo und Bereitschaftsarzt Markus Full präsentieren den Defibrillator am Heimatmuseum in Fuchsstadt. Foto: Winfried Ehling

Die Gemeinde hat ein zweites Defibrillationsgerät gekauft. Es ist an der Ostseite des Heimatmuseums zu finden. Vom Zentrum für Tele-Medizin (ZTM) Bad Kissingen bereitgestellt, soll das Gerät schnell und jederzeit einsetzbar sein, um Betroffenen helfen zu können.

"Der Standort ist bewusst gewählt. Er ist leicht zugänglich und nachts beleuchtet", erklärte Bürgermeister Peter Hart bei der Anbringung des Geräts. Doch warum hier, wenn in der nur einige Metern entfernten Pfarrkirche schon ein solches Gerät vorhanden ist?

"Weil es im Gotteshaus möglicherweise nicht jederzeit erreichbar ist, zum Beispiel nachts. Das Erstmodell wurde im Kirchenraum vorbeugend installiert, denn dort kamen mehrere Fälle vor, die letztlich den Einsatz des mobilen Herzschrittmachers jedoch nicht erforderten", sagte Hart. Der Defibrillator aus der Kirche bekomme einen neuen Platz im Foyer der Mehrzweckhalle.

Die Leiterin der Rotkreuzbereitschaft Fuchsstadt, Sabina Jaborek-Hugo und das ZTM regten die Anschaffung des Zweitgeräts an, da Fuchsstadt in den vergangenen Jahren einen Bevölkerungszuwachs verzeichnete und eine relativ große Dorffläche hat. "Die Bereitstellung ist durchaus sinnvoll, denn wir kommen immer zu spät", sagte Bereitschaftsarzt Dr. Markus Full.

"Von der Information bis zum Eintreffen vergehen - optimistisch geschätzt - fünf bis acht Minuten. Das kann zu lange sein, um ein Menschenleben zu retten", erklärte er. Doch auch wenn der sogenannte "Defi" zum Einsatz kommt, sollte immer gleichzeitig eine Druckmassage einhergehen, empfahl der Arzt. Jürgen Müller vom ZTM erklärte die Funktionsweise des Geräts, das bei Entnahme aus seiner Halterung einen automatischen Notruf absetzt: "Das Telemedizin-Zentrum erhält ein Signal wenn der Defibrillator heraus genommen wird. Wir sind telefonisch mit einem Disponenten in Schweinfurt verbunden, der bei Alarm nur noch für diesen Notfall bereitsteht."

Der Defi am Heimatmuseum läuft mit Batterien, dennoch ist er ans Stromnetz angeschlossen, um im Schutzbehälter verträgliche Temperaturen und die Belüftung aufrecht zu erhalten. "Nach einem Einsatz muss das Gerät kontrolliert, die Batterien aufgeladen und neue Elektroden eingesetzt werden", sagte Müller. Das ZTM ist für die Wartung verantwortlich, die die Gemeinde wie auch die Anschaffung finanziert. Über positive Erfahrungen mit einem Defibrillator verfügt die Bereitschaft Fuchsstadt, bei der das Gerät schon mehrmals zum Einsatz kam, wie Leiterin Jaborek-Hugo sagte.

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