Hammelburg
Spende

Zwei neue Fahrzeuge für die Hammelburger Tafel

Zur Fahrzeugweihe trafen sich die Sponsoren, Helfer und Gäste in einer kleinen Feierstunde im Tafel-Domizil. Pfarrer Robert Augustin und Diakon Manfred Müller segneten neuen Wagen.
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Pfarrer Robert Augustin und Diakon Manfred Müller (links) weihten die neuen Fahrzeuge im Beisein des Tafelpersonals und der Spender.  Foto: Winfried Ehling
Pfarrer Robert Augustin und Diakon Manfred Müller (links) weihten die neuen Fahrzeuge im Beisein des Tafelpersonals und der Spender. Foto: Winfried Ehling
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Die Fahrzeugflotte der Hammelburger Tafel ist um zwei weitere Autos gewachsen, die - anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Einrichtung - zum richtigen Zeitpunkt kamen. Angesichts der steigenden Zahl bedürftiger Personen mit eingeschränkter Mobilität in den Stadtteilen und Gemeinden der Nahregion sind die zusätzlichen Fahrzeuge ein wahrer Segen - und diesen erhielten sie auch.

Dank großzügiger Sponsoren gelang der ersehnte Zuwachs eines VW "move up" und eines Fiat "Doblo maxi", die in Auslieferung und für den Transport von Lebensmittelspenden ihre Verwendung finden. Allein aus den Mitgliedsbeiträgen wären die Kosten nicht zu stemmen gewesen. Schon vor einigen Wochen übergab die VR-Bank Hammelburg den "move up". Jetzt kam der geräumige "Doblo" hinzu, der zwei Euro-Paletten aufnehmen kann.

Zur Fahrzeugweihe hieß der Interims-Vorsitzende der Tafel, Werner Bergmann, die Sponsoren, Helfer und Gäste in einer kleinen Feierstunde im Tafel-Domizil willkommen. Sein Dank galt zuvorderst den Sponsoren, zu denen die Stadt und der Landkreis zählen, die Bürgermeister Armin Warmuth und Landrat Thomas Bold vertraten. Unterstützung für den Kauf erhielt die Tafel auch von der Wohnungsbaugenossenschaft Hammelburg, dem Lions-Club Hammelburg-Trimburg-Saaletal, vom Bauunternehmen Bindrum, der Firma Schaupp Asphaltbau, dem Autohaus Uhlmann und von der RSU.

Wertschätzung der Tafelarbeit

"Ihre Spende verstehen wir auch als Wertschätzung der ehrenamtlichen Tafelarbeit", betonte Bergmann, der auf das Jubiläum in Form eines Rückblicks einging. Das erste Domizil der vom heutigen Ehrenpräsidenten Winfried Benner initiierten Tafel befand sich im Keller des Vinzenz-Koch-Hauses, führte über die ehemalige Backstube der Bäckerei Claßen schließlich zum aktuellen Standort, die ehemalige Bahnmeisterei.

"Anfangs holten Tafelhelfer die gespendeten Lebensmittel noch mit ihren Privatfahrzeugen aus den Märkten und Geschäften ab. Das erste Tafel-Auto wurde vor 14 Jahren gesponsert. Ein zweites kam dazu, das uns den Bring-Dienst ermöglichte", führte Bergmann aus, der mit Luise Smolik und Ewald Hupp nach dem Tod von Dieter Roth den Interimsvorstand bildet. Ihren neuen Vorstand wählt die Tafel am 6. Dezember im Rahmen der Mitgliederversammlung auf Schloss Saaleck.

Knapp 20.000 Kilometer zurückgelegt

Im vergangenen Jahr legten die zwei Fahrzeuge knapp 20.000 Kilometer zurück. Die Fahrer und Beifahrer waren rund 3500 Stunden unterwegs - unfallfrei und zuverlässig - keine Fahrt fiel aus.

Bürgermeister Armin Warmuth zeigte sich "dankbar für die gesellschaftliche Aufgabe, die sie mit hohen, ehrenamtlichen Einsatz leisten", und überbrachte ein "Riesenlob" der Stadt, die sich mit 1000 Euro am Fahrzeugkauf beteiligte. Respekt zollte er den freiwilligen Helfern. Die Tafel ist nach seinem Dafürhalten "eine Erfolgsgeschichte, die viele unterstützen". Doch stimme ihre Arbeit auch bedenklich: denn der Bedarf steigt. Die Stadt Hammelburg werde die Tafel weiter fördern, fügte er an.

Weiterführung des sozialen Engagements

Auch Landrat Thomas Bold dankte namens des Kreises für das Engagement, das Einsatz, Spenden, Zeit und Arbeit für Gottes Lohn erfordere. "Die Tafel agiert an der richtigen Stelle, der Staat könnte dies nicht leisten", war er überzeugt. Er wies zudem auf den Aspekt der Nachhaltigkeit hin. Mindesthaltbarkeit (MHD) bedeute nicht, dass die Lebensmittel nach diesem Datum verdorben sind wie auch eine bebilderte Info-Schrift am Gebäude ausweist. Seine Bitte an die Einrichtung galt der Weiterführung des sozialen Engagements.

Pfarrer Robert Augustin und sein katholischer Amtskollege, Diakon Manfred Müller, weihten die Fahrzeuge und baten um Gottes Segen für Mensch und Material. Mit dem Bibelsatz: "Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan", erinnerten sie unisono an die Hilfe am Nächsten, die die Tafel mit der Hilfe von Spendern im Besonderen und direkt wahrnimmt.

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