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Hammelburg
Eröffnung

Weingut Ruppert eröffnet Vinothek

Mitten in der Altstadt von Hammelburg hat das Weingut Ruppert ein neues Betriebs- und Verkaufsgebäude errichtet - was nicht ganz einfach war.
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Die Gäste genießen den Sommernachmittag am Wankelbrunnen vor der Vinothek. Foto: Arkadius Guzy
Die Gäste genießen den Sommernachmittag am Wankelbrunnen vor der Vinothek. Foto: Arkadius Guzy
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Der Baderturm ist seit seiner Öffnung vor einem Jahr ein Anziehungspunkt für Touristen. Nun hat der Bereich der Altstadt eine weitere Attraktion bekommen: die Vinothek der Familie Ruppert. Nach mehreren Jahren der Planung konnten die Brüder Stefan und Matthias Ruppert sie mit zahlreichen Gästen eröffnen.

Dass die beiden schon vor Jahren über eine bauliche Erweiterung nachgedacht hatten, erklärte Matthias Ruppert. Doch ihnen sei zunächst klar geworden: "Wir sind noch nicht so weit." Der Grundstock für die Investition hätte gefehlt. So konzentrierten sie sich darauf, erst Absatz und Fläche zu erhöhen.

Im Jahr 2013 war es dann so weit. Die Planung für eine Erweiterung begann. Mit dem neuen Gebäude können die Abläufe jetzt optimiert werden, wie Matthias Ruppert erklärte. Verkauf, Kelter und Abfüllung spielten sich bisher in der Garage ab, was häufiges Umräumen erzwungen habe.

Die neue Vinothek ist gegenüber dem bisherigen Wohn- und Betriebsgebäude entstanden. Der Neubau umfasst eine Kelterhalle, ein Lager, einen Verkaufsraum und einen Probierraum für eine größere Besuchergruppe. Der Traubenmost wird künftig durch eine unterirdische Leitung zum Ausbau in die Tanks im alten Gebäude fließen.

Für den Neubau wurden drei leerstehende Häuser abgerissen. Sie waren teilweise in einem katastrophalen Zustand, wie Architekt Matthias Versbach erklärte. Der Neubau musste sich in die bestehende Straßensituation einfügen und sollte das Volumen der Altgebäude nicht überschreiten. "Die Aufgabe war nicht ganz einfach. Wir mussten mit dem engen Raum und der begrenzten Fläche auskommen", sagte der Architekt. Also musste das Gebäude mehrgeschossig werden.

Als Ergänzung zum Baderturm sah Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) den Neubau. Landrat Thomas Bold (CSU) sprach von einer Aufwertung der Altstadt. "Weinarchitektur ist eine Sehenswürdigkeit für Touristen", bewertete Hermann Kolesch den Trend zum Vinothekbau sehr positiv. Er lobte die Entscheidung, erst in den Betrieb zu investieren und dann in eine Vinothek: "Erst muss die Qualität stimmen. Ein Bau kann nur die letzte Maßnahme sein."

Der Vizepräsident des Fränkischen Weinbauverbands, Bruno Kohlmann, gratulierte zu dem Gebäude. Ebenso die Hammelburger Weinprinzessin Annika Kuchenbrod, die in Begleitung der Weinprinzessinen Mirjam Gößmann-Schmitt (Ramsthal) und Marlene Büttner (Wirmsthal) gekommen war. Nachdem die beiden Pfarrer Thomas Eschenbacher und Robert Augustin die Räume gesegnet hatten, konnten die Besucher sie besichtigen.

Das Weingut Ruppert hat nach Angaben von Matthias Ruppert genug Spielraum, um die derzeitige Anbaufläche von 10,5 Hektar noch weiter zu vergrößern. "Der Keller ist groß genug dimensioniert." Dass in dem Altstadtbereich zwischen dem Hüter- und dem Baderturm viele Touristen unterwegs seien, habe er bereits in den vergangenen Jahren gemerkt.

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