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Hammelburg
Bundeswehr

Weihnachtskonzert der Bundeswehr mit einem Ausblick auf Veränderungen

Das Weihnachtskonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim läutet die Festtage ein. Der Empfang danach kündigt Neuerungen beim Offizieranwärterbataillon an.
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Das Blechbläser Sextett zieht mit Dixieland-Klängen durch die Reihen der Konzertbesucher. Foto: Arkadius Guzy
Das Blechbläser Sextett zieht mit Dixieland-Klängen durch die Reihen der Konzertbesucher. Foto: Arkadius Guzy
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Der Lehrgang des Offizieranwärter-Bataillons 2 (OA-Bataillon) im kommenden Jahr wird der letzte seiner Art sein. Die Bundeswehr macht einen Schritt zurück in die Zukunft: Die Ausbildung im Heer wird neu geordnet - sie wird so organisiert, wie es bis vor einigen Jahren, bis zur Aufstellung des OA-Bataillons, der Fall war.

"Die Ausbildung der Truppenoffiziere wird grundlegend geändert. Künftig werden die Anwärter des Heeres nicht mehr zentral in den OffizieranwärterBataillonen, sondern wieder dezentral in den Verbänden und Ausbildungszentren ausgebildet", erklärte Brigadegeneral Andreas Hannemann. Beim Empfang nach dem gemeinsamen Weihnachtskonzert des Ausbildungszentrums Infanterie und der Stadt kündigte der Kommandeur Veränderungen auf dem Lagerberg an.

Die wird es laut dem Brigadegeneral auch bei der Schießausbildung geben. Alle Handwaffen-Schießlehrer der Streitkräfte werden auf dem Lagerberg ausgebildet. Das habe in der Vergangenheit zu sehr heterogenen Lerngruppen geführt. Der Kommandeur sagte: "Wir haben nun ein Konzept entwickelt, welches diesem Sachverhalt Rechnung trägt."

Auf Nachfrage erläuterte er am Rande des Empfangs die Neuerungen. So soll das OA-Bataillon künftig neue Aufgaben wie zum Beispiel den Fahnenjunkerlehrgang übernehmen. Welche Struktur das OA-Bataillon nach 2019 haben und welchen Namen es dann tragen wird, soll im Detail Anfang 2019 entschieden werden.

Für Hannemann persönlich wird 2019 ebenfalls eine Veränderung bringen: Ende März gibt er das Kommando über das Hammelburger Ausbildungszentrum Infanterie ab. Hannemann wird Kommandeur der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf (Hessen). Der Division untersteht insbesondere das Kommando Spezialkräfte. Daneben sind in der Division unter anderem auch alle Fallschirmjäger und die 11. Niederländische Luftmobile Brigade zusammengefasst.

Der Nachfolger für das Kommando in Hammelburg steht bundeswehrintern schon fest. Für die Öffentlichkeit wird er aber erst noch bekannt gegeben.

Das Jahr stand für den Hammelburger Standort im Zeichen der "Trendwende Personal", wie Hannemann in seiner Rede sagte. Er erwähnte die gestiegene Zahl der Lehrgangsteilnehmer für die Feldwebelausbildung. Sie zeige, dass die Bundeswehr wachse, und führe mittelfristig zu einer höheren Quote an besetzten Dienstposten - auch in Hammelburg. Laut Hannemann ist die Zahl der ausgebildeten Feldwebelanwärter der Infanterie von 186 im Jahr 2017 auf 245 im Jahr 2018 gestiegen. Für kommendes Jahr rechnet das Ausbildungszentrum Infanterie mit 375 Anwärtern.

Der Kommandeur dankte für das "soldatenfreundliche Klima" in Hammelburg. Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) wiederum dankte allen, die sich für Frieden und Sicherheit einsetzten. Hannemann überreichte eine Spende von 772 Euro für die Kindergärten in der Stadt. Den gleichen Betrag bekam auch das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr.

Das Geld war im Anschluss an das Konzert mit dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim eingesammelt worden. Das Weihnachtskonzert der Bundeswehr ist eine echte Tradition. Es fand bereits zum 25. Mal statt. Die Jubiläumsausgabe war sehr gut besucht. Nur wenige der hinteren Bankreihen in der Stadtpfarrkirche, die Pfarrer Thomas Eschenbacher wieder zur Verfügung stellte, blieben leer.

Das Heeresmusikkorps trat unter der Gesamtleitung von Sven Hippeli wie im vergangenen Jahr in mehreren kammermusikalischen Besetzungen auf: Das Blechbläser Sextett, das Holzbläser Quintett und das Saxophon Quartett spielten sich souverän durch die Epochen und Stilrichtungen. Die punktgenaue Darbietung und den klaren Sound bedachten die Zuhörer mit viel Applaus. Es war einfach nur schön, wie einer meinte.

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