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Wartmannsroth
Besuchermagnet

Wartmannsroth: Im Rausch der edlen Brände

Zwischen den Herbst- und Adventsmärkten der Region gibt es seit acht Jahren die Tage der edlen Brände in Wartmannroth als festen Meilenstein im jährlichen Terminkalender.
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Brennerin Franziska Bischof stellte das Tasting-Set der edlen Tropfen vor. Gerd Schaar
Brennerin Franziska Bischof stellte das Tasting-Set der edlen Tropfen vor. Gerd Schaar
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Der Zulauf zu den fünf beteiligten Edelbrennereien war am Wochendende erwartungsgemäß recht groß. Neugierig waren die Besucher auf die neue Bauerweiterung der Brennerei "Bolds Schnapsideen" in Neuwirtshaus. Zwischen Haus und Scheune entsteht ein zurzeit noch nicht fertig gestellter Anbau mit großen Glasfassaden. Dort soll es mit der neuen Destillathek ein attraktives Forum für die Präsentation von Bolds edlen Produkten aus der Brennerei und regionalen Wildfrüchten geben. Neu sei die Gold-Reneklode, verriet Lothar Bold, der zurzeit dem Brennerverein vorsteht. Schaubrennen, frisch gepresster Apfelsaft, heimische Imker und anschaulich-informativer Naturschutz auf dem Hof waren weitere Glanzlichter.

Erst in Vorjahr war der Umbau von "SchnapsKocher" Robert Koch fertiggestellt worden. Jetzt stürmten die Besucher das eigens für die Tage der edlen Brände aufgestellte Festzelt und bewunderten das umgebaute Haus. Klar, dass es neben den vielen Bränden und Likören hier auch Kochkäse gab. Für das leckere Spanfekel standen die Besucher gerne Schlange.

Kulinarisch verwöhnt wurden die Besucher ebenfalls bei den weiteren beteiligten Brennereibetrieben. Bei denen gab es nämlich an verschiedenen Orten die reichliche Auswahl zwischen Fränkischem Hochzeitsessen, geräucherten Schweinerippchen vom Grill, Schäufele, Pizza aus dem Backofen, Burgunderbraten mit Klößen oder Hähnchen und Spießbraten vom Grill.

"Ich finde die Atmosphäre hier ganz toll, und meine gesamte Familie fühlt sich auf dem informativen Brennerweg wohl", sagte Besucherin Sabine Scharrenberg aus Schlüchtern. Seit etlichen Jahren freut sich Klaus Schneider auf die edlen Brände und Liköre im Bayerischen Genussort Wartmannsroth. "Besonders günstig ist für mich der Brennerbus", sagte er. Der Bus ermöglichte nämlich stündlich die Anreise von Hammelburg und schaffte in diesem Zeittakt die Verbindung zwischen den Dörfern Windheim, Neuwirtshaus, Völkersleier und Wartmannsroth. Da blieb das eigene Auto daheim, und man konnte ohne Reue die edlen Tropfen verkosten.

Der Musterknabe Williams Christ, die spritzig aufreizende Sauerkirsche Lolita oder der im Kastanienfass gelagerte Whisky Rebell sind nur einige Beispiele hochwertiger Produkte aus der Edelbrennerei Bischof, die Brennerin Franziska den Besuchern in Wartmannsroth vorstellte. Die Besucher schätzten dort auch die fantasievollen Cocktails, so zum Beispiel den Ginger Mule, den Rosenduft oder den Wild Berry.

60 Jahre Landbrennerei Kleinhenz

Ebenfalls aus diesem Ortsteil Wartmannsroth stammt die Landbrennerei Kleinhenz, die heuer auf ihr 60-jähriges Bestehen mit dem limitierten Jubiläumsbrand "Alte Zwetschge" zurückblickt. Die feine Fruchtnote von Hauszwetschge, Vanille und die goldgelbe Farbe dieses verführerischen Edeltropfens dominieren bei der Alten Zwetschge. Mittlerweile ist die Landbrennerei in der fünften Generation. Rund 30 heimische Obstsorten landen in den sortenreinen Bränden, die jetzt für eine ausgelassene Stimmung in der Scheune sorgten. Die Aronabeere führt ansonsten die Liste der feinen Brände und Liköre von Kleinhenz an.

In Windheim ist die Genussbrennerei Lutz ansässig. Auch hier war die Auswahl an wohlschmeckenden Bränden riesengroß. Nicht nur die Räume dieses Betriebes sondern auch die Bänke auf den großen Freiflächen waren restlos besetzt. Die Genussbrennerei war zum Beispiel das Wanderziel einer fröhlichen Frauengruppe aus dem benachbarten Diebach. Wohlschmeckende "Nüssle" und "Birnle" hatten die jungen Frauen herbeigelockt.

Allgemein war der Trend zu bemerken, dass sich Qualität gegenüber Quantität bei den edlen Bränden in den vergangenen Jahren entscheidend durchsetzte. Nicht zu kurz kam die musikalisch-kulturelle Seite dieser Edelbrandtage. Angefangen von den Weißenbacher Schlosshofmusikanten und Live-Musik der Band D-Generation, Rhöner Volksmusik und Kabarett mit SPILK über Kunsthandwerker-Ausstellung, Imker und Glücksfadenfeen bis hin zum Ponyreiten für die Kinder reichte die Auswahl.

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