Wartmannsroth
Gemeinderat

Wartmannsroth: Anschaffung eines Defibrillators sorgt für Diskussion

Der Gemeinderat debattiert, wie viel Defibrillatoren notwenig sind.
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Soll in jedem Ortsteil der Gemeinde Wartmannsroth ein Defribrillator installiert werden, wie hier eins in Oberthulba zu sehen ist?  Foto: Gerd Schaar
Soll in jedem Ortsteil der Gemeinde Wartmannsroth ein Defribrillator installiert werden, wie hier eins in Oberthulba zu sehen ist? Foto: Gerd Schaar

Recht lang hat im Gemeinderat die Diskussion um einen Defibrillator gedauert. Die Entscheidung über die Anschaffung und den möglichen Aufstellort wurde allerdings vertagt.

"Ich dachte zuerst an ein einzelnes Gerät, das eventuell am Rathaus installiert wird", sagte Bürgermeister Jürgen Karle. Doch bald stellte sich heraus, dass mehr hinter dem Thema Defibrillator steckte. "Wir brauchen insgesamt neun Geräte", stellte Herbert Aul (WG WIndheim) fest. Denn in jedem der weit auseinander liegenden Ortsteile und Ansiedlungen sei ein solches Geräte zu installieren. So zum Beispiel auch in Heckmühle und Neuwirtshaus.

Das mache zusammen etwa knapp 50 000 Euro, die im laufenden Haushalt nicht eingeplant seien, erklärte Karle. Über die Anschaffungskosten für das bloße Gerät hinaus sei der Klimaschutz gegen Kälte und Hitze, ein Außengehäuse und die direkte Verbindung zur Leitstelle mit einer GSM-Einheit zu bezahlen. Obendrauf sei ein Servicevertrag für jedes Geät fällig.

"Vielleicht könnten Vereine oder finanzkräftige Firmen etwas Geld zuschießen", sagte Aul. Aber dann hätten einige Ortsteile einen Defibrillator und andere keinen, war die Überlegung der übrigen Räte. "Außerdem brauchen wir kundige Leute mit Kenntnissen über Erste Hilfe, um das Gerät richtig zu bedienen", sagte Marcus Scholz (FWG Schwärzelbach). "Die Feuerwehr finanziert sich auch nicht von Spenden", sagte Markus Kurz (FWG Dittlofsroda). Gerecht wäre es, unabhängig vom Ortsteil in einen gemeinsamen Topf zu sammeln. Auf Vorschlag von Stefan Schottdort (FWG Waizenbach) wurde die weitere Diskussion dann vertagt.

Dorferneuerung in Völkersleier

Offen blieb auch die Entscheidung, wie es mit dem ehemaligen Gasthaus in Völkersleier weiter gehen soll. Die Gemeinde Wartmannsroth habe es erworben, bestätigte Karle. Soll es nun abgerissen werden? Soll es saniert und für Wohnzwecke genutzt werden? Oder soll die Gastwirtschaft neu aufleben und verpachtet werden? Bei dem allgemeinen Gaststättensterben auf den Dörfern wurde Letzteres ausgeschlossen.

Einig waren sich die Räte mit der Teilnehmergemeinschaft über den Erwerb der Anwesen Rhönstraße 15 und 17 in Völkersleier im Rahmen der Dorferneuerung. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt dabei knapp 46 000 Euro. Zustimmung erhielt dort auch der Erwerb der Dorfscheune mit einem Eigenanteil von knapp 9000 Euro. Für den neuen Dorfplatz in Völkersleier beträgt der Eigenanteil der Gemeinde knapp 72 000 Euro, dem die Räte ebenfalls zustimmten.

Gefahren, die von den Bäumen ausgehen, befürchten einige Anwohner vom Schafberg in Wartmannsroth. Zwei Bäume sind schon umgefallen.Die Anwohner beantragten daher die Fällung einer Baumreihe, denn nach vielen Jahren hat der Wald die Bebauung erreicht. Die Räte stimmten der Durchforstung des Waldrandes zu und gaben Revierförster Christoph Uffelmann freie Hand für die Umgestaltung. "Vielleicht kann man das Grüngitterprojekt integrieren?", regte Karle an.

Einen Zuschuss von 1500 Euro gewährten die Räte dem Elternbeirat der Grundschule in Dittlofsroda für die Anschaffung von Spielgeräten für den Pausenhof. Der Bauhof soll außerdem beim Aufbau helfen. Die Gesamtkosten der von den Eltern gesponserten Spielgeräte belaufen sich auf 5400 Euro. Den Eltern fehlten noch 1800 Euro.

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