Oberthulba
Glauben

Wallfahrer trotzten der Witterung

Ihre traditionelle Kreuzbergwallfahrt unternahmen Pilger aus Oberthulba.
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Zum Kreuzberg zogen Wallfahrer aus Oberthulba.  Fotos: Tiemo Stürzenberger
Zum Kreuzberg zogen Wallfahrer aus Oberthulba. Fotos: Tiemo Stürzenberger
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Mit der Kreuzbergwallfahrt am vergangenen Wochenende löste Oberthulba ein vor Jahrhunderten abgegebenes Versprechen für dieses Jahr ein. Wie in alten Unterlagen zu lesen ist, erhielt bereits 1741 ein Pater vom Kloster Altstadt für seine Prozessionsbegleitung drei Pfund und zehn Pfennige.

Nach dem wolkenbruchartigen Regensturm im vergangenen Jahr auf dem letzten Kilometer vor Oberthulba, wurde der anstrengende Marsch zum Kreuzberg in diesem Jahr ununterbrochen vom Regen begleitet. Dennoch machten sich am Samstagmorgen nach dem Gottesdienst 125 Wallfahrer ausgestattet mit Regenschirmen und Regenponchos begleitet von Pfarrer Dr. Blaise Okpanachi auf den Weg zum heiligen Berg der Franken. Die Teilnehmer kamen nach rund acht strapaziösen Stunden am Klosterhof an. Lediglich in den Pausen hatte der Himmel seine Schleusen mal kurz geschlossen. Zusammen mit den Wallfahrern aus Ostheim wurden sie von Guardian Pater Martin Domogalla und Pater Georg Andlinger vor dem Gotteshaus abgeholt und in der Klosterkirche begrüßt.

Musikalisch begleitet wurden die Wallfahrer wieder von den Musikanten vom Musikverein Oberthulba. Sie, wie auch die Vorbeter, Fahnen- und Lautsprecherträger, mussten bei diesen Witterungsbedingungen ein hartes Stück Arbeit auf sich nehmen. Doch trotz alldem zeigten die Wallfahrer teilweise zwar erschöpfte, aber vor allem zufriedene Gesichter.

Nach dem Kreuzweg wurden am Abend Ehrungen vorgenommen. Pater Domogalla und Pfarrer Okpanachi bedankten sich zuerst beim jüngsten Teilnehmer, dem siebenjährigen Lukas Schmitt und im Anschluss bei Andreas Manger, der bereits seit 50 Jahren an den Wallfahrten teilnimmt und sich seit einigen Jahren um den Transport der Musikinstrumente kümmert. Musikalisch umrahmt wurde dieser Abend wie in den vergangenen Jahren von Dr. Albin Friedrich mit seiner Tochter Louisa sowie Johannes Höchemer und Stefan Söder.

Nach dem Wallfahrtsgottesdienst am Sonntagmorgen machten sich die Wallfahrer auf den Rückweg. Sonnenschein ließ den regnerischen Anstieg am Vortag vergessen. Lediglich der kirchliche Segen mit Weihwasser in Oberthulba durch den mitgewallten Ortsgeistlichen erinnerten noch an den Tag zuvor.

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