Fuchsstadt
Bauvorhaben

Waldfriedhof Fuchsstadt ist in Vorbereitung

Die bei der Gemeinde Fuchsstadt eingegangenen Anfragen belegen das Interesse an der neuen Begräbnisstätte. Diese wird aber später als geplant eröffnet.
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Im Juli ging die Gemeinde die Planung des Waldfriedhofs mit dem mittlerweile verstorbenen Landschaftsarchitekten Robert Knidlberger (Dritter von links) an.  Foto: Winfried Ehling
Im Juli ging die Gemeinde die Planung des Waldfriedhofs mit dem mittlerweile verstorbenen Landschaftsarchitekten Robert Knidlberger (Dritter von links) an. Foto: Winfried Ehling
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Eigentlich war die Einweihung des Waldfriedhofs für Allerheiligen geplant. Die Inbetriebnahme der neuen Begräbnisstätte wird sich jedoch bis Anfang des kommenden Jahres verschieben. Grund ist der Tod von Planer Robert Knidlberger.

Für den Verstorbenen übernimmt nun dessen Frau, Susanne Siebenlist, die noch ausstehenden Restarbeit. Nach der abgeschlossenen Auslegungsphase ist jetzt die Ausschreibung vorzubereiten.

Das ausgewählte, 2,2 Hektar große Waldstück "Am Mühlberg" unterteilt sich in vier Quartiere. Die Bäume werden nummeriert, erklärt Bürgermeister Peter Hart (CSU/UWG). Der gewählte Sektor und der gesuchte Baum sind so einfach auffindbar.

Die Anfahrt ist über einen Weg in Fortsetzung der Straße An der Trie möglich. Vom Ort aus ist der Waldfriedhof aber auch über einen 300 Meter langen Fußpfad zu erreichen. Spezielle Parkplätze will die Gemeinde nicht anlegen, jedoch einen weiteren Kiesstreifen entlang des Waldwegs, der Fahrzeugen als Abstellgelegenheit dienen kann.

Etwa in der Mitte des Wegs befindet sich der Eingang, der über vier Stufen zur Andachtsfläche führt. Sie ist mit Ruhebänken, einer Altar-Stele und einem Kreuz ausgestattet. Eine Rampeneinfahrt für Rollstuhl- und Rollator-Fahrer befindet sich etwa 100 Meter östlich davon. Ein geschwungener Weg führt durch das gesamte Areal, das - bis auf die Anfahrtsstraße - von einer Hecke komplett begrenzt wird.

Pro Baum sind sechs Bestattungsplätze vorgesehen. Ein Baum kann als Einzelgrab oder als Familiengrab von der Gemeinde gepachtet werden. Die Bäume sind markiert. Damit ist erkennbar welche Buche, Eiche oder andere Baumart noch zu pachten ist. Die Gemeinde pocht allerdings auf abbaubare Urnen.

"Einen Begräbnisplatz für 25 oder 30 Jahre mit der Option zur Verlängerung zu erstehen, ist sinnvoll", sagt Hart. Dies will die Gemeinde noch in eine Satzung gießen, wobei sie sich an Vorgaben anderer Wald-Ruheplätze orientieren wird. Über einheitliche Namenstafeln an den Bäumen entscheidet der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen ebenso über die Kosten.

Für die neue Grabanlage gibt es keine Förderung. Fuchsstadt muss das Vorhaben, das der Bürgermeister auf rund 100 000 Euro schätzt, alleine tragen. Die Inbetriebnahme des neuen Friedhofs im Wald wird eine jahrelange Debatten über den Standort des Ruheforst abschließen.

Der Waldfriedhof war zunächst an der Kohlenberg-Kapelle geplant, doch ein Bürgerentscheid verhinderte dies. Auch die Lauerbach-Kapelle schied als Standort aus. Erst nach einer Ortsbesichtigung entschieden sich die Gemeinderäte für eine Platzierung am Mühlberg.

Wie Hart berichtet, sind es nicht nur Ortsbewohner, die sich für ein Grab in der Waldanlage bewerben. Von auswärtigen Interessenten liegen ebenfalls Anträge für einen Begräbnisstandort im Wald vor.

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