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Hammelburg
Besuch

Von der Leyen informiert sich über Peschmerga-Ausbildung in Hammelburg

Seit vergangenem Samstag werden in Unterfranken kurdische Kämpfer aus dem Nordirak ausgebildet. Kurz vor Abschluss des Trainings besucht die Bundesverteidigungsministerin die Peschmerga.
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Das Abbild eines Soldaten mit Sturmgewehr hängt am 28.09.2014 über dem Haupttor zur Infanterieschule Hammelburg (Bayern). Peschmerga-Kämpfer trainieren hier für den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Foto: David Ebener/dpa
Das Abbild eines Soldaten mit Sturmgewehr hängt am 28.09.2014 über dem Haupttor zur Infanterieschule Hammelburg (Bayern). Peschmerga-Kämpfer trainieren hier für den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Foto: David Ebener/dpa
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will sich an diesem Donnerstag über die Ausbildung kurdischer Kämpfer in der Infanterieschule Hammelburg informieren. Die 32 Peschmerga aus dem Nordirak waren am vergangenen Freitag mit einem Transall-Flugzeug der Bundeswehr in Deutschland angekommen. Einen Tag später begann das Training in Unterfranken. Sie lernen dort in erster Linie den Umgang mit der Panzerabwehrwaffe "Milan".

"Damit erhalten sie eine wichtige Fähigkeit im Kampf gegen die Terrororganisation ISIS", teilte die Bundeswehr auf ihrer Homepage mit. Höhepunkt der Ausbildung, die am Wochenende abgeschlossen sein soll, sei das Schießen auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg. Die kurdischen Kämpfer sollen aus Deutschland unter anderem 500 "Milan"-Raketen, 16.000 Gewehre und mehrere Millionen Schuss Munition aus Bundeswehrbeständen bekommen.

Die siebentägige Ausbildung in Unterfranken ist in theoretische und praktische Abschnitte unterteilt. Am Anfang des Trainings stand den Angaben zufolge eine Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen der "Milan"-Rakete - wie zum Beispiel das Ausmaß des Gefahrenbereichs oder das Verhalten bei Blindgängern. Zudem seien bereits Kenntnisse über Baugruppen und das Funktionsprinzip der Panzerabwehrwaffe vermittelt worden.

Das "Milan"-Training soll den größten Anteil der Ausbildung einnehmen. So würden etwa der Auf- und Abbau der Waffe und die nötigen Richtübungen mit dem Visier intensiv geübt. "Mit den erworbenen Kenntnissen wird es den kurdischen Soldaten möglich sein, wiederum ihre Kameraden im Irak an der "Milan" auszubilden", teilte die Bundeswehr mit.