Wartmannsroth
Gemeinderat

Vom Keller bis hinauf ins Dach

Die Gemeinderäte nahmen bei einer umfassenden Ortsbesichtigung verschiedenen Objekte unter die Lupe.
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Bis direkt unter das Dach des alten Rathauses stiegen die Räte.  Fotos: Gerd Schaar
Bis direkt unter das Dach des alten Rathauses stiegen die Räte. Fotos: Gerd Schaar
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Verschiedene Ortsbesichtigungen gingen der vom stellvertretenden Bürgermeister Roland Brönner geleiteten Gemeinderatssitzung am Dienstag voraus. Begonnen hatte die Tour in Völkersleier. Die Räte waren neugierig, einen Blick in das ehemalige Restaurant Athen zu werfen. Ob das Gebäude im Rahmen der Dorferneuerung abgerissen oder einer neuen Nutzung zugeführt werden soll, steht noch weiterhin in den Sternen.

Erstaunt waren die Räte über den guten Erhalt der Gaststube. Als hätte das Restaurant erst vor Kurzem geschlossen, ist der erste Eindruck. Sogar die Gläser stehen noch ordentlich aufgereiht an der Theke. Die Stühle haben umgekehrt auf den Tischen ihre Plätze gefunden. "Dabei ist die Schließung dieses Gasthauses doch schon mindestens 15, wenn nicht sogar 20 Jahre her", erinnerten sich einige Räte. Leer sind die Räume in der ersten Etage. Dort seien vorübergehend Flüchtlinge untergekommen, erläuterte Brönner. Auch das sei schon einige Zeit her. Dass der Zahn der Zeit an dem Gebäude nagte, sieht man im Kellerbereich.

Blick ins Schützenhaus

Zweites Ziel der Besichtigungstour war das benachbarte Schützenhaus. Dort habe es Wasser in den Räumen wegen des undichten Daches gegeben, erfuhren die Räte. Sie nahmen den Küchenbereich und die Gaststube in Augenschein und warfen einen Blick auf das Dach. Jetzt sollen Angebote des Handwerks eingeholt werden

Dritte Station war das Dachgeschoss im alten Rathaus, wo der Regen bei Sturm ebenfalls seinen Weg ins Innere des Gebäudes fand. Dort probt regelmäßig die Kapelle der Musikvereinigung Wartmannsroth, die einen Antrag auf Reparatur stellte. Ein Stockwerk höher, direkt unter dem Dach befinden sich Regale des Gemeindearchivs. Ins Blickfeld der Räte gerieten auch die Fenster. Die Sanierungsentscheidung wurde vertagt.

Urnenbestattung

Vielfalt auf den Friedhöfen ist in den sieben Ortsteilen der Gemeinde Wartmannsroth hinsichtlich der Urnenbestattungen geboten. Mit 10:2 Stimmen gab es grünes Licht für ein Urnenhochbeet in Schwärzelbach. Mit 8:4 Stimmen lehnten die Räte die Plattenabdeckung der Urnengräber bei der Baumbestattung in Völkersleier ab, stimmten dort aber einer einheitlichen Größe der Urnengräber zu. Eine Abstimmung mit 10:2 Stimmen erhielten die Urnengräber an der Friedhofsmauer von Wartmannsroth. Wegen der Platzverhältnisse müssen die individuell gestaltbaren Abdeckplatten jedoch eine einheitliche Größe von 30 mal 30 Zentimeter haben, was nochmals mit 11:1 Stimmen bestätigt wurde.

Einig waren sich die Räte, als es um die Genehmigung der außerplanmäßigen Ausgaben für den Planungsauftrag zur Erweiterung des Baugebietes Häg (Wartmannsroth) ging. Hierbei standen etwa 80 000 Euro an. Knapp dieselbe Summe wird für die überplanmäßige Ausgabe bei der Kanalsanierung in Wartmannsroth fällig, die ebenfalls den Segen der Räte erhielt. So weit möglich, sollen heuer verschiebbare Projekte in den Haushalt des kommenden Jahres verlagert werden, überlegten die Räte.

Zahlreich waren die Bauanträge, unter denen sich zum Erstaunen der Räte auch die Errichtung eines Weidezauns befand.

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