Aura an der Saale
Sitzung

Viele Ideen rund um die Festhalle

Anregungen zur Gestaltung der Umgebung der Festhalle wurden bei der Sitzung der Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung vorgestellt.
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Der Umgriff der Auraer Festhalle (M.) soll ein Zentrum für Spiel, Sport, Veranstaltungen und Kommunikation werden.  Luftaufnahme: Bernd Kleinschmidt
Der Umgriff der Auraer Festhalle (M.) soll ein Zentrum für Spiel, Sport, Veranstaltungen und Kommunikation werden. Luftaufnahme: Bernd Kleinschmidt
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Die Neuwahl der Teilnehmergemeinschaft (TG) zur Dorferneuerung und die Konzeptvorstellung zur Umgestaltung des Festhallenplatzes waren die Punkte der Sondersitzung im Rathaus. Die TG-Wahlen sind alle sechs Jahre durchzuführen - dieser Zeitpunkt ist erreicht. Für das Planungskonzept zur Sanierung des Umgriffs der Festhallen präsentierte Planer Matthias Kirchner den zahlreichen Anwesenden eine Vorskizze, ein Wunschbild.

Michael Manger vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) leitete die Wahl der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und deren Stellvertreter. Nach einer kurzen Einweisung in die Satzung wurde schnell klar, dass der bisherige Vorstand sein Amt weiterführt, mit Ausnahme von Heidi Sattes-Müller, die sich nicht mehr zur Wahl stellte. Für sie kam Rainer Nuß in die TG-Vorstandsriege.

Alle Gewählten gleichberechtigt

Nach Statut sind alle Gewählten gleichberechtigt. Vorstandsmitglieder sind Hans-Jörg Kaiser, Ulli Kaiser, Harald Müller, Lars Dörfler und Alfred Graser. Ihre Stellvertreter heißen Björn Heim, Carmen Thiele-Scheb, Silvia Dörfler, Günther Frank und Rainer Nuß. Michael Manger und Bürgermeister Thomas Hack vervollständigen kraft Amtes das Gremium.

Kirchners Konzept zur Neugestaltung der Festhallen-Umgebung basiert auf einem "Brainstorming" mit der Prämisse, dass es finanzierbar sein muss. Zuschüsse könnten aus dem ELER-Programm kommen. Nach Vorstellung der Ideensammler können an der Festhalle Parkplätze zwischen üppigem Grün entstehen, zwei Wohnmobil-Stellplätze an einem Rundverkehr. Die Infrastruktur wäre hier gegeben durch Strom- und Wasseranschluss. Auf einer Grüninsel zwischen der Halle und Feuerwehr-Gerätehaus biete sich Platz für eine Zisterne zur Sicherstellung von Löschwasser.

Der Festplatz hinter dem Gebäude - wo bei Großveranstaltungen ein Zelt steht - hat einen eigenen Bewirtschaftungsbereich und ist mit einer Treppe an der Böschung mit dem Sportgelände verbunden. Ein Spielbereich am Nordende des Festplatzes erhielte eine Kletterwand, eine Tunnelröhre, ein Bodentrampolin und eine Slackline für ältere Kinder und Jugendliche. Auch für jüngere Kinder ist ein einsehbarer Spielplatz eingeplant.

Wohnzimmer-Atmosphäre

Neben dem Sportgelände bietet sich Platz für ein kleines Zelt und einen "kommunikativen Bereich" an. Das Beachvolleyball-Feld bleibt erhalten. Der "Sportgarten" soll "Wohnzimmer-Atmosphäre" durch kleinteilige Bauelemente, etwa Sitzgelegenheiten, vermitteln. Im Gegensatz zum muschelkalkgepflasterten Vorbereich schwebt Kirchner für das "Sofa-Zimmer" ein Dielen-Platten-Fußboden vor. Ein multifunktionales Soccer-Feld ist ebenfalls vorgesehen.

Kosten: 705 000 Euro

Die Gretchenfrage, die nach den Kosten, beantwortete der Planer mit 705 000 Euro brutto einschließlich der Zisterne. Nach Dafürhalten von Manger winkt dem Projekt eine Förderung von ca. 50 Prozent vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER). Inklusive der Planerstellungskosten blieben an der Gemeinde Aura nach Einschätzung Mangers rund 500 000 Euro hängen.

Die folgende Diskussion zeigte auf, dass es Einwände gegen das Konzept gab. Den Ringverkehr für die Wohnmobile betrachtete Daniel Kaiser eher als nachteilig für einen Brandfall, denn viele Wehrleute kommen mit dem Fahrzeug zum Gerätehaus. Die Wehr füllt ihre Fahrzeuge mit Wasser aus der Zisterne, die dem Gerätehaus direkt gegenüberliegt und von dieser Straße gekreuzt wird. Standort-Zweifel an der Wohnmobil-Stellplätzen hatte auch Silvia Dörfler, die auf den "riesigen Stellplatz am Saaleufer" in der Elfershausener Straße verwies, der allerdings keinen Strom- und Wasseranschluss besitzt. Hansi Kaiser hielt die Stellplätze zwar für eine gute Idee, sprach sich aber für eine "Sackgassen-Lösung" für die Wohnmobile aus.

Viele weitere Vorschläge und Einwendungen dürften Bautechniker Kirchner noch einige Arbeit bereiten. Aber, wie er selbst bemerkte, ist die Vorlage nur ein Konzept, das veränderbar ist.

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