Hammelburg
Ehrenamt

Untereschenbacher Wehr freut sich auf neues Feuerwehrauto

Die Feuerwehr Untereschenbach erhält ein neues Fahrzeug. In der Jahreshauptversammlung zogen die Verantwortlichen der Wehr eine positive Jahresbilanz.
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Die Untereschenbacher Wehr will künftig auch Atemschutzträger ausbilden.  Winfried Ehling/Archiv
Die Untereschenbacher Wehr will künftig auch Atemschutzträger ausbilden. Winfried Ehling/Archiv
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Der Freiwilligen Feuerwehr kommt im Stadtteil, sowohl im Brandschutz wie im gesellschaftlich-öffentlichen Bereich, Bedeutung zu. Neben den angestammten Aufgaben übernehmen die "Floriansjünger" die Organisation der meisten Veranstaltungen im Ort.

Dies belegte der Bericht von Feuerwehrvereins-Vorsitzenden Brenton Spivey. Die Maibaum-Aufstellung und der Florians-Tag sind Traditions-Termine wie auch Ehren- und Sicherheitswachen, Verkehrsregelung und die Begleitung von Prozessionen.

Doch die heimische Wehr ist auch beispielsweise Veranstalter der Kinderfahrten im Feuerwehrfahrzeug beim Pfingstfest oder Initiator eines Preisschafkopfs, bei dem erstmals ein Frauentisch mitspielte.

Insgesamt sieben Brandeinsätze, darunter einen im Ort, verzeichneten die Aktiven im vorigen Jahr, berichtete Kommandant Ivo Straube. Dazu addieren sich zwei Technische Hilfeleistungen und zwei Sammelübungen. Die Wehr sei erste Anlaufstation bei Situationen, in denen der Bürger nicht mehr weiter weiß, so Straube: bei der verängstigten Katze auf dem Dach oder dem voll Wasser gelaufenen Keller.

Und dank der Hilfe vor Ort könne oftmals Schlimmeres verhindert werden. So wurde in der Sitzung von einem ungewöhnlichen Einsatz. Ein betagter Feuerwehrkamerad, der seinen Sohn bei Baumpflegearbeiten besuchen wollte, hatte einen Schwächeanfall erlitten und war gestürzt. Der vom Sohn alarmierte Rettungsdienst setzte sich sofort mit der Orts-Wehr in Verbindung, die ihrem Kameraden in einer Ersthilfe-Aktion beistanden und dem Rettungsdienst übergeben konnten. Der Geborgene dankte den Kameraden mit einer Geldspende für die Jugendfeuerwehr.

Die Wehr verfügt aktuell über 30 Feuerwehrdienstleistende, darunter vier Gruppenführer, fünf ausgebildete Maschinisten und einen Gerätewart, listete Straube auf.

Aktive Jugendwehr

18 fördernde und 22 passive Mitglieder komplettieren den Verein. Zehn Männer und Frauen sind im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Zwei Abmeldungen steht ein Neuzugang gegenüber. Der Dank des Kommandanten galt dem Engagement aller, namentlich Jugendwartin Anna Straube, ihrer Helfer Paul und Maurice, Gerätewart Christoph Münch und Vize-Kommandant Reiner Rauschmann.

Letztgenannter nahm Stellung zum Feuerwehr-Bedarfsplan und der gründlichen Prüfung der Bestände. Wichtigstes Ergebnis: Die Wehr Untereschenbach erhält ein neues Tankspritzenfahrzeug. Das bisherige ist zwar noch für ein paar Jahre gut, soll aber der Feuerwehr Morlesau-Ochsenthal übergeben werden. Mit ihrem Nachbardorf Obereschenbach will die heimische Wehr künftig intensiv zusammenarbeiten und auch Atemschutzträger ausbilden. Ein Mannschaftstransportwagen ist für Untereschenbacher verzichtbar, das sie selbst ein Fahrzeug besitzen.

Jugendwartin Anna Straube führte über jeden Monat Buch und stellte die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr dar. Sie reichten über die Christbaum- Verbrennung, Übungen, Frühjahrsputz im Jugendraum, die Pfingstfest-Feier, einen Wissenstest, Fahrzeugkunde, einen Besuch im Gerätehaus in Hammelburg und Prüfungen bis hin zum Ausflug ins Erlebnisbad Palm Beach.

Den Kassenbricht legte Brigitte Hummel auf, die ein erfreuliches Plus erarbeiten konnte. Kassenprüfer Edgar Klein bestätigte die korrekte Buch- und Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Hammelburgs Vize-Bürgermeister Reimar Glückler überbrachte den Dank der Stadt. Ihm war bewusst. Was den Feuerwehrbedarfsplan angeht, bereite dieser "Kopfschmerzen", meinte Glückler. "Doch einige neue Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser müssen sein", räumte er ein. "Dies alles ist jedoch voraussichtlich nicht in einem Jahr zu schaffen".

Ortsprecher Albrecht Leurer, der von "Profis im Ehrenamt" sprach, lobte die aktive und innovative Ortswehr.

Seit einem halben Jahrhundert ist Franz Kraus Mitglied der Feuerwehr Untereschenbach. Ihm übergaben der Vorsitzende und der Kommandant die Vereinsehrenurkunde. Das Dienstalter-Abzeichen für zehn Jahre erhielt Anna Straube.

Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich dankte Aktiven und der Stadt. Bei Gewalt gegen Einsatzkräfte müsse sofort die Polizei zu informiert werden, erklärte er im Rahmen seiner feuerwehrdienstlichen Informationen.



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