Elfershausen
Gemeinderat

Ungebetene Gäste nutzen Plätze

Immer wieder parken Lkw-Fahrer ihre Fahrzeuge auf dem Pausenhof der Johannes-Petri-Schule und dem Wohnmobil-Stellplatz an der Westheimer Straße.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch die Westheimer Straße soll von schweren Lkw nicht mehr befahren werden und erhält ein Verbotsschild.
Auch die Westheimer Straße soll von schweren Lkw nicht mehr befahren werden und erhält ein Verbotsschild.
+1 Bild

Elfershausen Nächtliche Gäste lockt der erst im vorigen Jahr sanierte Pausenhof der Johannes-Petri-Schule an. Vor allem motorisierte, die im Schutz der Dunkelheit ihr Fahrzeug abstellen, um sich im Morgengrauen klammheimlich wieder davonzumachen. Es ist kaum zu glauben - selbst der Fahrer eines 40-Tonner-Lkw verbrachte hier mit seinem Gefährt die Nacht, wie beobachtet wurde.

Abgesehen von Ölflecken, über die sich Rektorin Brigitte Dehe schriftlich beklagte und der Freiwilligen Feuerwehr Langendorf, die vor kurzem hier eine Einweisung zur Freihaltung der Flächen im Schulhof vornahm, sind auch der Gemeinde ein solches Verhalten ein Dorn im Auge. Der Hof ist zwar entsprechend beschildert, doch reicht dies nicht aus, stellte auch die Feuerwehr fest, die zwei abklappbare Sperrpfosten empfahl.

Schlüsselwart wäre nötig

So einfach geht es aber nicht. Der Pausenhof muss bei Veranstaltungen oder Konzerten für einen Abend als Parkraum dienen, weil es nicht anders geht. Und dann sind da noch die Sportler, die die Turnhalle für ihr Training nutzen und teils mit Fahrzeugen anreisen, wie Gemeinderäte in der Sitzung erinnerten. Ein "Schlüsselwart mit Veranstaltungsplan" wäre da vonnöten, er muss aber erst gefunden werden.

Bernd Büttner sprach sich aus besagten Gründen gegen das Absperren aus. Er hielt eine Parkordnung auf dem Pausenhof für notwendig. Alfons Hausmann empfahl schon früher ein Verbotsschild für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen und legte mit einem Parkverbot zwischen 24 und sechs Uhr nach. Er bot zudem an, bis zur nächsten Sitzung eine Möglichkeit gegen die "Übernachtungsproblematik" zu erarbeiten. Volker Partsch stellte fest: "Schilder alleine tun es nicht. Rettungswege und Bereitstellungs-Räume sind wichtig. Es fehlt an der Überwachung." Das Ratsgremium vertagte seinen Beschluss auf die nächste Sitzung.

Stellplatz zweckentfremdet

Zweckentfremdet wird vermehrt auch der Wohnmobilstellplatz an der Westheimer Straße zwischen Langendorf und der Mühle. Die Fahrer von Schwerfahrzeugen nutzen den Schotterplatz zum Einbringen ihrer Ruhezeiten und beschädigen die Schotterfläche. Um bereits die Einfahrt großer Lkw in die Westheimer Straße zu verhindern, will die Gemeinde an der Einmündung der Langendorfer Hauptstraße ein Verbotsschild für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen mit dem Zusatzschild "Landwirtschaftlicher Verkehr frei" anbringen lassen.

Partsch beantragte dagegen die Wiederherstellung des früheren Status mit Ausnahmen. Dies wären für Anlieger, Fahrradfahrer, land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge und natürlich Wohnmobile. Eine etwas lange Liste, die die Räte ablehnten. Hausmanns Vorschlag, die Einfahrt von Lkw über 3,5 Tonnen zu verbieten - Landwirtschafts-Fahrzeuge und Wohnmobile ausgenommen - fanden Zustimmung beim Rat.

Dem Beschluss zur dritten Bebauungsplanänderung des Baugebiets "Auraer Weg IV" folgten die Räte einmütig. Die von der Änderung betroffenen Grundstücke waren als Spielplatz ausgewiesen, sollen künftig aber als allgemeines Wohngebiet dienen. Neben dem Wegfall des Spielplatzes wandelt die Gemeinde auch zwei Grünflächen zum Zweck des Wohnungsbaus um. Dem vom Büro Hahn ausgearbeiteten Planentwurf folgt jetzt das Bauleitplanverfahren des Kissinger Büros.

Vorbehalte hat der Gemeinderat zur Bauvoranfrage eines Grundstück-Besitzers, der ein Doppelhaus im Auraer Weg plant, das nicht den Festsetzungen des Bebauungsplans entspricht. Dies betrifft die Zweigeschossigkeit des Gebäudes, die eventuelle Überschreitung der Grund- und Geschossflächenzahl, die Anzahl der Stellplätze und die Überschreitung der Baugrenze im Bereich der Garagen, deren Stauraum auf vier Meter reduziert würde.

Kritik kam von Bürgermeisterseite. Jürgen Englert glaubt, dass die Garagen zu nahe am Gehweg stehen. Bürgermeister Karlheinz Kickuth bestand darauf, dass die vorgesehenen 1,5 Stellplätze pro Wohneinheit und fünf Meter Stauraum vor den Garagen einzuhalten sind. Der Bau einer Garage oder eines Nebengebäudes außerhalb der Baugrenze sei möglich.

Keine Einwände gab es gegen den Bau eines Einfamilienhauses mit Garagen in der Adalfried-Straße im Neubaugebiet "Trimberger Weg". Zwar sind auch hier Befreiungen erforderlich, die das Gremium aber gewähr-te.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren