Hammelburg
Baustelle

Umzug zurück ins Hammelburger Rathaus

Nach mehr als anderthalb Jahren im provisorischen Büro ist der Bürgermeister mit weiteren Mitarbeitern zurück im Rathaus. Das bleibt aber noch Baustelle.
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Die Möbel müssen wieder hinauf in die renovierten Büros.Foto: Arkadius Guzy
Die Möbel müssen wieder hinauf in die renovierten Büros.Foto: Arkadius Guzy
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Für Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) ist es ein gutes Gefühl wieder beim Rest seines Verwaltungsteams zu sein, wie er sagt. Seit April 2017 war sein Büro zusammen mit der Geschäftsleitung und den Büros von "Frankens Saalestück" und der Allianz "Fränkisches Saaletal" in die früheren Praxisräume über dem Schuhhaus Zoll ausgelagert. Ab Mittwoch fand für alle der Umzug zurück ins Rathaus statt. Er bedeutet aber noch nicht, dass die Arbeiten im historischen Gebäude abgeschlossen sind.

"Ich bitte die Bürger um Verständnis, wenn noch nicht alles so läuft, wie es soll", sagt Warmuth. Denn auch in den Wochen nach den Feiertagen werden Handwerker im Rathaus beschäftigt sein. Einige Restarbeiten stehen dort noch aus. So fehlen zum Beispiel die Glastüren zwischen dem Treppenaufgang und den Fluren. Die neue Treppe muss noch verkleidet werden, und die Handläufe müssen montiert werden.

Das Trauungszimmer ist noch nicht fertig. Das neue Informations- und Empfangsbüro am Eingang im Erdgeschoss muss ebenfalls eingerichtet werden. Dort wird eine Rathausmitarbeiterin als erste Anlaufstelle für Bürger bereit stehen, um sie zu den zuständigen Ämtern und Ansprechpartnern zu lotsen.

Der Bürgermeister und seine ausgelagerten Kollegen waren in den vergangenen Tagen erst einmal mit dem Umzug beschäftigt und damit, ihre Büros wieder neu zu organisieren. Die neuen Räume wirken hell. Das Bürgermeistervorzimmer ist jetzt mit dem Geschäftsleitungsvorzimmer verbunden. "Wir wollten alles freundlich und offen gestalten", sagt Warmuth.

Einige Räume haben komplett neue Bodenbelege bekommen, in anderen sind die Holzböden nur abgeschliffen worden. In einem Büro musste der Unterboden gar neu ausgeglichen werden. Er war schräg, wie Julia Keidel von der Bauverwaltung berichtet - so schräg, dass sogar Sachen ins Rollen gerieten.

"Jahrzehnte ist nichts ins Rathaus investiert worden", erklärt der Bürgermeister. Die Sanierung ist eine Verbesserung für alle Mitarbeiter. Sie müssen keine Heizstrahler mehr aufstellen, weil es in den Büros kalt ist: Neue Fenster, die dem Denkmalcharakter des Rathausgebäudes gerecht werden, sorgen dafür, dass es nicht mehr durch die Ritzen zieht.

Das Rathaus hat außerdem einen Aufzug für die Barrierefreiheit und eine neue Treppe bekommen. Diese setzt einen modernen Akzent im Inneren, fügt sich aber gut in den historischen Charakter ein, der nach wie vor zu erkennen ist.

Logistisch wird die Zusammenarbeit in der Verwaltung wieder leichter: In den vergangenen anderthalb Jahren musste der Bürgermeister häufig mehrmals am Tag quer über den Marktplatz zwischen dem Rathaus, wo ein Teil der Mitarbeiter während der Sanierung ausharrte, und dem provisorischen Amtssitz im Schuhhaus-Zoll-Gebäude hin und her laufen.

Dennoch waren die Praxisräume für die Übergangszeit eine gute Lösung, wie Silke Preyer für die ausgelagerten Mitarbeiter meint. Das bestätigt Warmuth. Sie sollen dem Vernehmen nach im Verlauf des neuen Jahres wieder als Arzträume genutzt werden. Wenn die Sanierung des Rathauses komplett abgeschlossen ist, wird das Gebäude der Öffentlichkeit vorgestellt. Dafür ist zum Frühjahrsmarkt ein Tag der offenen Tür im Rathaus angedacht.

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