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Oberthulba
Ausschreibung

Suche nach einem neuen Jagdpächter für Oberthulba

Die ersten Schritte, den Jagdbogen Oberthulba Nord neu zu ordnen, sind eingeleitet.
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Das Gemeinschaftsjagdrevier Oberthulba Nord wird ab 1. April für einen neuen Pächter frei. Wer Interesse hat, kann sich beim Markt Oberthulba melden.Foto: Archiv/Arkadius Guzy
Das Gemeinschaftsjagdrevier Oberthulba Nord wird ab 1. April für einen neuen Pächter frei. Wer Interesse hat, kann sich beim Markt Oberthulba melden.Foto: Archiv/Arkadius Guzy

Die künftige Organisation der Jagd sorgte im vergangenen Herbst für eine Kontroverse zwischen der Kommune und der Jagdgenossenschaft Oberthulba. Die ersten Schritte, den Jagdbogen Oberthulba Nord neu zu ordnen, sind nun allerdings eingeleitet. Noch bis 15. Januar können sich Interessenten melden, die das Gemeinschaftsjagdrevier Oberthulba Nord der Jagdgenossenschaft Oberthulba mit mehr als 270 Hektar Fläche für zwölf Jahre pachten wollen.

Interessensbekundungen gibt es laut Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) bereits. Zum Jagdbogen Oberthulba Nord gehört neben dem Gemeinschaftsjagdrevier auch ein Eigenjagdrevier des Marktes Oberthulba. Bisher waren das Eigenjagdrevier - der Gemeindewald im Nordosten von Oberthulba - und das Gemeinschaftsjagdrevier - Ackerflächen, die sich an den Wald anschließen - gemeinsam verpachtet.

Die Gemeinde entschied im Herbst aber, die Jagd künftig in Eigenregie zu betreiben. Sie verspricht sich davon bessere Möglichkeiten, etwas gegen die starken Rotwildschäden in ihrem Wald zu unternehmen. Das bedeutet eine Trennung der beiden Jagdreviere.

Diese Absicht hatte den, von manchen teils polemisch geführten, Streit ausgelöst. Die Jagdgenossenschaft sah einen Nachteil für die Neuverpachtung, die nach dem Ende der Laufzeit zum 1. April ansteht. Im November trat der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Oberthulba, Karlheinz Schmidt, zurück. Der Bürgermeister fungiert als Notvorstand.

Die Ausschreibung stellt dem künftigen Pächter des Gemeinschaftsjagdreviers allerdings einen Begehungsschein für ein ungefähr 85 Hektar großes Waldstück des Eigenjagdreviers in Aussicht. Neben den Geboten für das Gemeinschaftsjagdrevier und den Teil des Eigenjagdreviers erwartet die Gemeinde laut Ausschreibung von den Bewerbern für die Pacht auch "Vorschläge über die Regulierung von Wildschäden".

Mit der Neuverpachtung verbindet Schlereth die Erwartung, dass sich die Situation wieder beruhigt. Ihm ist vor allem wichtig, dass der Wald als Ressource und Kapital der Gemeinde nicht durch Wildschäden leidet. Entspannung könnten zum Beispiel Äsungsflächen fürs Wild bringen. Schlereth setzt auf die Bereitschaft der Landwirte, im Gemeinschaftsjagdrevier Flächen bereitzustellen, wie er auf Nachfrage erklärte.

Die Gemeinde muss künftig das erlegte Wild selbst vermarkten. Laut Schlereth will der Markt Oberthulba mit den Bayerischen Staatsforsten zusammenarbeiten. Diese sollen zum Beispiel ihre Kühlkammer zur Verfügung stellen. Auch generell soll die Zusammenarbeit mit den Staatsforsten intensiviert werden, um den Wildschäden begegnen zu können. Denn der Gemeindewald ist vom Staatsforst umgeben.

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