Oberthulba
Sitzung

Straßen werden saniert

Mehrere Wirtschaftswege, die in schlechtem Zustand sind sollen überholt werden. Beschlossen wurde auch der dritte Bauabschnitt für die "Kissinger Straße". Auch hier sollen Stellen erneuert sowie Engstellen beseitigt werden.
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Sanierungsbedürftige Straßenschäden und Fußgänger gefährdende Engstellen im dritten Bauabschnitt der Kissinger Straße in Oberthulba. Foto: Thomas Kirchner
Sanierungsbedürftige Straßenschäden und Fußgänger gefährdende Engstellen im dritten Bauabschnitt der Kissinger Straße in Oberthulba. Foto: Thomas Kirchner

Schon mehrfach war über den schlechten Zustand einiger Wirtschaftswege in der Gemeinde Oberthulba in Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen gesprochen worden. Am Dienstag beschloss nun der Gemeinderat auf Empfehlung von Bauorganisator Thomas Kirchner die Vergabe von Sanierungsarbeiten auf sieben Wirtschaftswegen mit Gesamtkosten von 41 000 Euro an die Firma Schaupp Asphalt-Bau in Fuchsstadt bei Anwendung eines neuen Verfahrens. "Das ist für uns absolutes Neuland", bestätigte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG).

Bislang wurden alle Wirtschaftswege im Gemeindegebiet mit Recycling-Mischgut ausgebaut. Durch Verdichtung dieses Materials über viele Jahre ist es stellenweise zu massiven Schollenbildungen und anderen Schäden gekommen. Um die schadhaften Wege wieder ordnungsgemäß instandsetzen zu können, hatte die Bauverwaltung mehrere mögliche Verfahren geprüft und jeweils bewertet. Am wirtschaftlichsten zeigte sich nach Aussage Kirchners, die Wege mittels einer Fräse auf zehn Zentimeter Tiefe aufzulockern, dann das so gelockerte Material neu zu profilieren und wieder zu verdichten. Kirchner: "Bei diesem Verfahren wird kein neues Material benötigt und es muss auch kein Altmaterial entsorgt werden."

Für die Sanierung noch in diesem Jahr wählte die Verwaltung sieben Wirtschaftswege in Wittershausen, Oberthulba, Thulba und Hetzlos mit einer Gesamtlänge von 3100 Metern aus und forderte hierfür Angebote an. Die Firma Schaupp Asphalt-Bau gab mit Bruttokosten von 41 055 Euro das wirtschaftlichste Angebot ab, weshalb sie am Dienstag vom Gemeinderat den Zuschlag erhielt. Da die Bauverwaltung noch keine Erfahrung bei Anwendung dieses Verfahrens hat, zögerte Kirchner zunächst mit der Antwort auf Rosemarie Sellmanns (WG Reith) Frage nach der Haltbarkeitsdauer. "Aber zehn bis 15 Jahre wird es wohl halten", meinte er dann aber doch.

Um nach dem Kommunalabgabengesetz die Möglichkeit zu einem Antrag bei der Landesregierung auf Erstattung der Straßenausbaubeiträge für die gesamte Kissinger Straße stellen zu können, empfahlen Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) und Kämmerer Klaus Blum dem Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag, nach den ersten beiden nun abschließend auch noch den dritten Bauabschnitt zu beschließen.

Längst überfällig

Bislang war die Kissinger Straße in Oberthulba nur in zwei Bauabschnitten erneuert worden. Der erste Abschnitt reichte von der Ledergasse bis zur Schlimpfhofer Straße, der zweite von der Oberen Torstraße bis zur Kirchgasse. Die Sanierung der jetzt noch verbleibenden Reststrecke zwischen Kirchgasse und Ledergasse ist nach aktueller Straßenzustandserfassung im Steigungsbereich längst überfällig. Unterhalb der Einmündung Mühlgasse bis zur Ledergasse wäre eine Sanierung zwar erst mittelfristig nötig, allerdings sei hier schon jetzt der Kanal unterdimensioniert, machte Kämmerer Blum deutlich.

Weitere Beeinträchtigungen gibt es in diesem Abschnitt durch einige Engstellen durch straßennahe Haustützmauern. Gerade diese Engstellen sind nach Auffassung sowohl von Anwohnern, mit denen erste Gespräche von der Verwaltung bereits geführt wurden, als auch von Fußgängern und Radfahrern sehr gefährlich.

Letztmalig sei die Kissinger Straße vor fast 40 Jahren erneuert worden, ergänzte Kämmerer Blum seinen Sachvortrag. Damals seien die Asphalttragschicht und die Deckschicht erneuert und der Gehsteig auf Teilstrecken soweit möglich hergestellt worden. Die Leistungsphasen 1 und 2 für die jetzt geplante Sanierung auch des dritten Bauabschnitts wurden bereits an das Bad Kissinger Ingenieurbüro Hossfeld & Fischer vergeben, weshalb Blum den endgültigen Auftrag zur Sanierung auf ganzer Länge empfahl. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung einstimmig.

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