Hammelburg
Ehrung

Stadtplakette für soziale Verdienste

Der Verein Afrika Hilfe Franken und die Malteser Hospizgruppe bekommen eine Würdigung.
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Bürgermeister Armin Warmuth (rechts) mit den Vertretern der Afrika Hilfe Franken. In der Mitte mit Urkunde: Reinhard Beichel Foto: Arkadius Guzy
Bürgermeister Armin Warmuth (rechts) mit den Vertretern der Afrika Hilfe Franken. In der Mitte mit Urkunde: Reinhard Beichel Foto: Arkadius Guzy
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Neben der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Hans-Josef Fell hat die Stadt auch zwei ehrenamtlich engagierte Gruppen ausgezeichnet. Sie würdigte den Verein Afrika Hilfe Franken und die Malteser Hospizgruppe mit der Stadtplakette für soziale Verdienste.

Die Afrika Hilfe Franken wurde im Jahr 2005 anlässlich eines Afrikafests in Raunheim gegründet. Der Verein, der 60 Mitglieder zählt, hat seinen Sitz in Hammelburg. Regelmäßig reisen Hammelburger wie Uwe Tobaben oder Reinhard Beichel nach Afrika, um an den Projekten des Vereins zu arbeiten. Der Schwerpunkt ist Ostafrika, insbesondere Tansania.

Dort hat der Verein mittlerweile fünf Kindergärten gebaut. Das Konzept ist sehr gefragt. "Man rennt uns die Bude ein", sagte Beichel. Denn der dortige Staat baue keine Kindergärten. Der Verein sorge für die Hardware, er stelle das Gebäude hin, wie Beichel erklärte. Mittlerweile haben die Vereinsmitglieder genug Erfahrung. Es gibt eine Art Standardplan für den Bau.

"Man darf das aber nicht mit einem Kindergarten in Deutschland verwechseln", sagte Beichel. So werde zum Beispiel über offenem Feuer gekocht. Die Errichtung eines solchen Kindergartens kostet laut Beichel etwa 15 000 Euro. Die Einrichtungen dienen der vorschulischen Bildung. Sie sollen die späteren Berufs- und Lebenschancen der Kinder verbessern. Für Beichel ist das ein Beitrag zur Vermeidung von Migration.

Die Malteser Hospizgruppe wurde im Jahr 2008 gegründet. Die Mitglieder begleiten Trauernde und Sterbende. Wie Theresia Merz erklärte, sind in Hammelburg elf Personen in der Hospizarbeit tätig. Sie sind dafür speziell geschult. Die Gruppe sei immer wieder auf Nachschub an neuen Mitgliedern angewiesen, denn einige müssen nach einer intensiven Begleitung eine Pause einlegen, sagte Merz.

Dass ihnen von der Stadt die Stadtplakette zugesprochen worden war, war für die Afrika Hilfe Franken und die Malteser Hospizgruppe überraschend, wie die Vertreter erklärten. "Wir sind es nicht gewohnt, in der Öffentlichkeit zu stehen", sagte Merz.

Neben Bürgermeister Armin Warmuth (CSU), der die Urkunden überreichte, würdigten auch der stellvertretende Landrat Jürgen Englert (SPD), die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann (Grüne) und die Bezirksrätin Karin Renner (CSU) das Engagement der beiden ausgezeichneten Organisationen. Rottmann sah die Würdigung als einen Appell an andere, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren.

Renner hob die Wichtigkeit des sozialen Engagements hervor. Sie zeigte insbesondere Respekt vor der Arbeit der Hospizgruppe. "Ich könnte das nicht machen", sagte sie.

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