Feuerthal bei Bad Kissingen
Weihnachten

Stadt Hammelburg spendiert Weihnachtsbäume an soziale Einrichtungen

Wegen eines Waldumbaus und dem Schaffen einer Ausgleichsfläche spendiert die Stadt Hammelburg rund 100 Christbäume für den guten Zweck.
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Bei Feuerthal konnten sich soziale Einrichtungen kostenlos mit Christbäumen eindecken.Johannes Schlereth
Bei Feuerthal konnten sich soziale Einrichtungen kostenlos mit Christbäumen eindecken.Johannes Schlereth

Die Christbaum-Saison ist in Hammelburg offiziell eröffnet. Bei Feuerthal haben Forstarbeiter rund 100 Nadelbäume gefällt. "Der Stadtrat hat darüber nachgedacht, was mit den Bäumen passieren soll", sagte der städtische Forstbetriebsleiter Hubertus Tumpach. Letztlich entschied sich der Stadtrat dazu, die Bäume für den guten Zweck zu verwenden. Soziale, gemeindliche und kirchliche Einrichtungen durften die Bäume als Weihnachtsschmuck abholen. "Dafür haben wir zum Beispiel die Ortsteilsprecher, Kirchen, Stiftungen oder Schulen angeschrieben", teilte Hammelburgs Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) mit.

Waldumbau geplant

Vorher wuchs auf der Fläche eine Christbaumkultur. "Die hat man allerdings schon vor Jahren aufgelöst. Die Bäume, die wir aktuell gefällt haben, sind sozusagen Reste", erklärte Matthias Wallrapp von der Stiftung Juliusspital Würzburg. Die Stiftung ist seit 2015 für die Betriebsleitung im städtischen Wald verantwortlich. Wallrapp ist als offizieller Betriebsleiter in Hammelburg eingesetzt. Der Grund für die Forstarbeiten ist der Waldumbau. Tumpach: "Die Nadelbäume kommen weg, weil sie nicht typisch für den Standort sind." Außerdem erschwere der Muschelkalk-Boden das Wachstum der Nadelbäume. An ihre Stelle treten Laubbäume, wie die Eiche oder der Ahorn.

Ausgleichsfläche

Zahlen muss die Aufforstung allerdings nicht die Stadt Hammelburg. Denn: "Das Gebiet wird zur Ausgleichsfläche für eine Windkraftanlage in Gauaschach", erklärte Tumpach. Der Betreiber der Windkraftanlage ist für 15 Jahre Pächter des Areals bei Feuerthal. Nach dem Auslaufen des Pachtvertrags soll die Fläche dann wieder in den Besitz der Stadt Hammelburg zurückkehren. "Es sei denn, der Betreiber der Windkraftanlage verlängert den Pachtvertrag." Bis dahin muss der Pächter das Areal aufforsten und umbauen. Für Hammelburg erweist sich das als Glücksfall. Tumpach: "Die Stadt kann dann einen aufgewerteten Wald übernehmen."

Kettensäge notwendig

Einige der Bäume sicherte sich das Dr. Maria Probst Heim in Hammelburg. "Es ist eigentlich eine gute Geschichte - wenn die Bäume nicht so groß wären", kommentierte Michael Fischlein, aus der Haustechnik des Seniorenheimes, beim Aufladen der Bäume. Bei einer Länge zwischen drei und fünf Metern, hatte nicht nur Fischlein, sondern auch die anderen Interessenten beim Beladen des Anhängers zu kämpfen. Deshalb ließen sich manche Interessenten ihre Nordmanntannen und Fichten noch um einige Zentimeter kürzen. Übrig blieben etwa 60 Bäume. Die sollen als Biomasse Verwendung finden.

40 Bäume fanden einen Abnehmer.



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