Hammelburg

Staatsministerin Ulrike Scharf besucht das Weingut Schloss Saaleck

Nach der Erweiterung des Biosphärenreservats hat Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, nun die Rhön bereist.
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Staatsministerin Ulrike Scharf (Mitte) erntet Trauben. Foto: Arkadius Guzy
Staatsministerin Ulrike Scharf (Mitte) erntet Trauben. Foto: Arkadius Guzy
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"Man muss ein Gespür für die Region bekommen", sagte die Ministerin. Die Tour, die Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön organisiert hatte, führte auch in die Weinberge der Familie Lange am Schlossberg. Die Ministerin sollte "die Region in ihrer Gesamtheit ungezwungen" kennenlernen, wie Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) erklärte.

Scharf kostete nicht nur Wein und einige fast erntereife Bacchus-Weinbeeren frisch vom Stock. Sie durfte mit der Rebschere auch einige Trauben selbst abschneiden.

Durch die Erweiterung des Biosphärenreservats spielt auch der Weinbau in dem Schutzgebiet eine Rolle. Mit der Erweiterung sind außerdem neue geologische und klimatische Abschnitte dazu gekommen, wie Landrat Thomas Bold (CSU) sagte. Daher müsse die Umweltbildung fortgeschrieben werden.

Konkret soll ein weiteres Umweltbildungshaus speziell den Erweiterungsbereich abdecken. Bold sagte dazu: "Ohne sich - auch landkreisübergreifend - schon festzulegen, bietet sich das Saaletal dafür natürlich an." Insbesondere Hammelburg hatte bereits Interesse bekundet. So schnell wird es mit einer neuen Info-Einrichtung aber nicht gehen. Erst muss das neue Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat ausgearbeitet sein. Im Jahr 2017 soll es stehen.

"Es ist zu früh, um über Standorte zu sprechen", meinte denn auch Bürgermeister Armin Warmuth (CSU). Das könne zum Beispiel Thema für die Allianz der Saaletal-Gemeinden sein. Warmuth gab aber offen zu: "Dass ich so eine Einrichtung gerne in Hammelburg hätte, steht außer Fragen."

Die Ministerin äußerte sich ebenfalls vorsichtig über ein neues Umwelthaus. "Die räumliche Erweiterung bringt natürlich auch eine inhaltliche Erweiterung mit sich", sagte sie und verwies auf den zuerst zu erstellenden Rahmenplan. Allgemein bekräftigte sie jedoch die Unterstützung für das Biosphärenreservat. Scharf bezeichnete es als Musterbeispiel für die Harmonie zwischen Natur und Mensch. Sie betonte: "Naturschutz geht nur mit Akzeptanz der Bevölkerung." Scharf lobte zudem die gute Atmosphäre zwischen Bold und dessen Landratskollegen aus Rhön-Grabfeld, Thomas Habermann, der bei der Tour mit dabei war.

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