Fuchsstadt
Gemeinderat

Soccerplatz erhält Dämmung

Die restliche Erschließung des Baugebiets "Hinterm Turm II" könnte heuer die größte Investition der Gemeinde sein.
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Soft- statt Lederbälle und eine in Kürze erfolgende Bandendämmung reduzieren den Lärm auf dem Soccerplatz.  Foto: Winfried Ehling
Soft- statt Lederbälle und eine in Kürze erfolgende Bandendämmung reduzieren den Lärm auf dem Soccerplatz. Foto: Winfried Ehling

Sofern keine Änderungen mehr eintreten, ist der Haushalt für das laufende Jahr in trockenen Tüchern. Dem von Kämmerer Andreas Mützel vorgelegten, ausgeglichenen Entwurf des Vermögens- und des Verwaltungshaushalts, dem Investitionsprogramm und dem Stellenplan stimmte der Gemeinderat einmütig zu.

Der Vermögenshaushalt schließt demnach mit rund 3,2 Millionen Euro ab und reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um fast eine Million Euro, da einige finanzträchtige Projekte abgeschlossen und auch teilweise bezahlt sind. Dazu gehören die Sanierung der Schule und der Turnhalle, der Neubau des Generationenhauses und die Erneuerung der Kissinger Straße.

Die restliche Erschließung des Baugebiets "Hinterm Turm II" könnte heuer die größte Investition sein, die die Räte im Sitzungsverlauf an die Firma Ullrich vergab, die mit 706 000 Euro das wirtschaftlichste Angebot einreichte. Der Baubeginn soll in den nächsten Wochen beginnen. Ob die Gemeinde bei einem Gesamt-Investitionsvolumen von 2,84 Millionen Euro und einer Rücklage von 1,55 Millionen Euro einen Kredit in Höhe von einer halben Million Euro aufnehmen muss, hängt unter anderem von noch ausstehenden Förderbeiträgen ab.

Einträglicher Holzverkauf

Der Verwaltungshaushalt datiert auf 3,6 Millionen Euro und damit 276 000 Euro weniger als im Vorjahr. Größte Einnahmepositionen sind die Beteiligung an der Einkommensteuer, die erstmals über einer Million Euro liegt (1,04 Mio.) und die Gewerbesteuer mit 500 000 Euro. Dahinter folgen die Schlüsselzuweisungen (447 000 Euro) und der Holzverkauf, der fast 300 000 Euro einbringt. Die umfangreichsten Ausgaben sind die Personalkosten einschließlich der Nebenkosten, die Kreis- und die Verwaltungsgemeinschaftsumlage.

Was den Stellenplan angeht, ist die Anzahl der Beschäftigten im Kindergarten abhängig von der Anzahl der Kinder und dem Einstellungs-Schlüssel. Manfred Öftring empfahl, eine halbe Stelle mehr für den gut ausgelasteten Bauhof zu schaffen, was machbar ist. Bürgermeister Peter Hart dankte Mützel für seine gute Arbeit.

Kämmerer Mützel geht nicht von einer Kreditaufnahme für die Gemeinde aus, die seit drei Jahren den Idealzustand hält und schuldenfrei ist. Sollte er doch gebraucht werden, klettert die Pro-Kopf-Verschuldung für jeden Fuchsstädter auf 260 Euro, was nicht in die Verzweiflung führen muss. Denn die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung vergleichbarer bayerischer Gemeinden liegt bei knapp über 600 Euro.

Auftragsvergaben

Im weiteren Verlauf der Sitzung stimmte das Ratsgremium der Sanierungsvergabe des Hartplatzes an die Firma Polytan aus Burgheim zu, die mit 56 000 Euro das günstigste Angebot abgab. Die Herstellung der dortigen Außentreppe übernimmt die Firma Koch zum Preis von 10 000 Euro. Keine Einwände bestanden gegen zwei Bauanträge, die den Abbruch eines bestehenden Anwesens und Neubau eines Wohnhauses, in einem Fall mit Nebengebäude, in der Gräfenbrunner und in der Kirchstraße beinhalteten. Zu den aus der Bürgerversammlung behandelten Themen gibt es zu berichten, dass der Soccerplatz am Eulentreff derzeit eine Dämmung erhält, die Lederbälle wurden ausgetauscht. Beim angeblichen Parken von Besuchern des Generationenhauses in der Schweinfurter Straße stellte sich heraus, dass dies mehrheitlich keine Fahrzeuge von Gästen sind. Die acht Parkplätze am Eulentreff erfüllen ihren Zweck. Nach einem Gespräch des Bürgermeisters mit der Polizei will diese die Situation in der Schweinfurter Straße im Auge behalten. Bei Bedarf wird die Gemeinde handeln. Beim mehrfach monierten "schlechten" Trinkwasser wies Hart erneut auf den Nitratwert von 29 Milligramm/Liter hin, den er für absolut akzeptabel hält. Hier pflichtete Hans-Jürgen Pfülb bei. Als Bio-Landwirt wusste er, dass das Nitrat, beispielsweise in Salatsorten und Wurst, diesen Wert um ein Vielfaches übersteigen. Der Kalkgehalt ist dem Boden geschuldet. Die kritisierten, wilden Schuttablagerungen in der Flur sind inzwischen entfernt. Dafür stehen Recyclingplätze zur Verfügung.

Das Geschwindigkeitsmessgerät ist nicht mehr einsetzbar. Oberthulba beschafft ein eigenes, Fuchsstadt erwägt eventuell das Angebot der Gebietsverkehrswacht, die diesbezüglich Hilfe anbot. Der Eulentreff braucht eine gewerbliche Spülmaschine, weil die vorhandene nicht ausreicht. Sie wird verkauft. Rainer Heid bemüht sich um ein gewerbliches Modell.

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