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Hammelburg
Bundeswehr

Sicherer auf den Straßen unterwegs

Am Standort Hammelburg fand ein "Tag der Verkehrssicherheit" statt.
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Überhöhte Geschwindigkeit ist die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle. Hier werden Gefahren anhand eines Hindernisses aus Schaumstoff demonstriert.  Foto: Patrick Böhmer
Überhöhte Geschwindigkeit ist die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle. Hier werden Gefahren anhand eines Hindernisses aus Schaumstoff demonstriert. Foto: Patrick Böhmer
Am Standort Hammelburg fand ein "Tag der Verkehrssicherheit" statt. An unterschiedlichen Stationen konnten sich Soldaten über die Gefahren im Straßenverkehr informieren. Aufgewertet wurde die Veranstaltung durch prominente Gäste der Tuning- und Motorsportszene. Unter dem Motto "Wir für uns" hatte das Betreuungsbüro des Standortes Hammelburg zu dieser Veranstaltung den Lagerberg und umliegende Dienststellen der Bundeswehr eingeladen.


Viele Pendler unter den Soldaten

Ziel war es, den Teilnehmern durch prominente Gäste aus der Tuning- und Motorsportszene ein besonderes Erlebnis zu bieten und gleichzeitig über Themen der Verkehrssicherheit zu informieren. Insbesondere die rund 250 000 Bediensteten der Bundeswehr legen überdurchschnittlich viele Kilometer auf den Bundesautobahnen zurück. Dabei sind für Wochenendpendler 40 000 Kilometer pro Jahr keine Besonderheit. Entsprechend wichtig ist die ständige Fortbildung zu Gefahren im Straßenverkehr. Auch das Polizeipräsidium Unterfranken weist auf Gefahren im Straßenverkehr hin: Im vergangenen Jahr zeige die Unfallstatistik eine negative Entwicklung. Die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten in Unterfranken sei angestiegen. Insgesamt starben 68 Personen bei Unfällen. Hauptursache ist überhöhte Geschwindigkeit.


Informationen von Profis

Beim informativen Teil des "Tages der Verkehrssicherheit" zeigten die Feldjäger aus Veitshöchheim und Amberg ihre Fahrfertigkeiten unter Einsatzbedingungen. Die Verkehrswacht Hammelburg präsentierte Gefahrenbremsungen eines Motorrads bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das Polizeipräsidium Unterfranken und die Polizei Hammelburg demonstrierten die Folgen überhöhter Geschwindigkeit hinsichtlich des Fahrverhaltens bei Nässe sowie der Verlängerung von Bremswegen. Dabei wurde mit Hilfe von Schaumstoffwürfeln das überraschende Auftreten von Kindern auf der Fahrbahn simuliert. Schließlich zeigte die Bundeswehrfeuerwehr Hammelburg in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsunterstützungszentrum Hammelburg die Rettung und Versorgung verletzter Personen aus einem Fahrzeug mit der Rettungsschere. Als prominentester Gast nahmen Sidney Hoffmann und sein Team von der Tuningwerkstatt "Sidney Industries" teil. Sidney Hoffmann wurde durch die Sport 1-Serie "Die PS-Profis" einem breiten Publikum bekannt und gilt als eine Koryphäe der Tuning-Szene. "Ich habe es eigentlich anders erwartet, aber hier waren nur coole Menschen. Es hat riesig Spaß gemacht und ich hoffe auf ein nächstes Mal", stellt er eine erneute Teilnahme in Aussicht. Ebenso war Lokalmatador Andreas Pfister aus Obersfeld am "Tag der Verkehrssicherheit" vertreten. Er ist aktiver Rennfahrer des "European Touring Car Cups".
Gemeinsam mit seinem Team von "Pfister Racing" baute er eine E-Kartbahn auf. Pfister will einen Teil der Einnahmen dem Bundeswehr-Sozialwerk spenden. Insgesamt kamen 150 Euro zusammen.
Im praktischen Anteil konnten sich die Teilnehmer selbst an einem Geschicklichkeitsparcour versuchen. Bei den unterschiedlichen Herausforderungen wie Einparken, Wenden und Rückwärtsfahren eines Autos wurden ihre Fertigkeiten hinsichtlich Genauigkeit und Geschwindigkeit auf die Prüfung gestellt. Gleichzeitig fand eine Ausstellung privat getunter Autos der Soldaten statt. Sidney Hoffmann war es vorbehalten, drei besonders bemerkenswerte Autos auszuzeichnen. Am Ende prämierte er die aus seiner Sicht vielversprechendsten Werke mit von ihm gestifteten Preisen.
Der erste Platz ging an Stabsunteroffizier Marcel Kalle aus Volkach, der sich über ein Fahrwerk im Wert von rund 1000 Euro freut. Den zweiten Platz belegte Oberstabsgefreiter Daniel Weckert aus Veitshöchheim, Dritter wurde Oberstabsgefreiter Marina Bednarski vom Offizieranwärter-Bataillon 2 in Hammelburg.
Der Organisator der Veranstaltung, Stabsunteroffizier Günther Ludwig vom Betreuungsbüro des Standortes Hammelburg, ist zufrieden: "Ich bedanke mich bei den Beteiligten für ihre großartige Unterstützung, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Ich hoffe, es hat allen Spaß gemacht." Der Standortälteste des Standortes Hammelburg, Oberst Axel Grunewald, betonte: "Trotz Steigerung der Attraktivität und einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Anteil an Pendlern an unserem Standort durch die vielen Lehrgangsteilnehmer besonders hoch. Daher ist es wichtig, allen in Erinnerung zu rufen, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern. " Jan Volkmann
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