Langendorf
Zirkus

Show der jungen Artisten

Die Absolventen der Staatlichen Artistenschule Berlin zeigen im Circus Luna in Langendorf ihr Können.
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Die Absolventen haben das Programm aufeinander abgestimmt.Foto: Gerd Schaar
Die Absolventen haben das Programm aufeinander abgestimmt.Foto: Gerd Schaar
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Im Circus Luna konnten die Zuschauer die Show der Absolventen der Staatlichen Artistenschule Berlin erleben. Seit 15 Jahren sind diese Vorstellungen in Langendorf Tradition.

Begeistert war Circus-Luna-Chef Peter Bethäuser, in dessen wohltuend klimatisiertem Zelt an drei heißen Abenden das Programm "Spin" der Absolventen dargeboten wurde. "Spin": Alles dreht sich, alles ist leicht.

Mit scheinbarer Leichtigkeit und mit überzeugender Eleganz gingen präsentierten die Absolventen ihre Nummern. Neu war die Begleitung durch Live-Musik. Geschickte Choreographie verband die einzelnen Kunststücke und ließ sie harmonisch aneinanderreihen. Zudem brachten die Artisten ihr eigenes mobiles Licht mit, was optische Akzente setzte.

"Alle 25 Jahre erfindet sich der Zirkus neu", erklärte Bethäuser. Da kam zum Beispiel ein Cello zum Einsatz, das elektrisch mit der Verstärkeranlage verbunden war. Zu neuem Musikleben erwachte das Akkordeon. Und auf dem Seil für Diabolos durfte der Bass gezupft werden. Auch die Komik hatte wieder kräftig Aufwind im Zirkusleben.

Lustige Nummer

Zuständig für die lustige Seite waren die Absolventen Jannis Nau und Adrian Schulte-Zwecke aus Witten. Als Duo bewegten sie sich zwischen clownesken Sketchen, dem Musizieren auf verschiedenen Instrumenten und dem meisterlichen Umgang mit den Diabolos. So wurde ein Diabolo schon mal zur Suppenschale zweckentfremdet, wobei die Stöcke an den Seilenden zu asiatischen Essstäbchen wurden. Das dünne Seil könnte man aber auch als Zahnseide benutzen, wie sie vorführten.

Hinter all diesen scheinbar leichten Zirkusnummern steckt viel Arbeit. Die Ausbildung der Artisten in Berlin hat drei Jahre gedauert. "Die Arbeit in der Manege ist der schönste Beruf, den ich mir denken kann", sagte Nau. Unterwegs zu sein und die Welt kennenzulernen, mache viel Spaß. Alle Absolventen sind jetzt ein Vierteljahr lang unterwegs und halten dabei Ausschau nach Verträgen für die Zeit danach. Für November haben Jannis Nau und Adrian Schulte-Zwecke schon eine Zusage im Bochumer Varieté.

Im Spin-Programm zu sehen ist unter anderem auch Johann Prinz mit seiner Luftakrobatik, die Berlinerin Jenny mit ihrem Luftring in atemberaubender Höhe und am Vertikaltuch die Schweizerin Veronika. Ihre Wurzeln in Österreich haben Ring-Bouncer Andreas und die Zwillinge "Canavaltwins" mit ihrer Jonglage. Der Hula-Hoop-Künstler Vadim kommt sogar aus Lettland. Die Artisten zeigten ihre Künste am Seil in luftiger Höhe, beim Jonglieren mit Ringen und Reifen, beim Balancieren und bei kräfteraubenden Handständen zum Beispiel auf Stühlen.

Was das Spin-Programm der Absolventen über das artistische Können hinaus noch auszeichnet, sind choreographische Harmonie, guter Teamgeist und ein interessant gestalteter Programmablauf. Da vergehen zwei Stunden wie im Flug, und der Applaus ist verdient.

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