Waizenbach
CSU

Schlossbesuch zum Auftakt

Der CSU-Ortsverband mit dem Vorsitzenden Florian Atzmüller an der Spitze war der Einladung des Freiherrn Michael von Truchsess gefolgt.
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Im Schloss Waizenbach trafen sich Florian Atzmüller (links) und Freiherr Michael von Truchsess zum Thema Wirtschaftssommer.  Foto: Gerd Schaar
Im Schloss Waizenbach trafen sich Florian Atzmüller (links) und Freiherr Michael von Truchsess zum Thema Wirtschaftssommer. Foto: Gerd Schaar

Der Auftakt des CSU-Wirtschaftssommers in der Gemeinde Wartmannsroth fand am Samstag im Schloss Waizenbach statt. Der CSU-Ortsverband mit dem Vorsitzenden Florian Atzmüller an der Spitze war der Einladung des Freiherrn Michael von Truchsess gern gefolgt.

450 Jahre alte Historie

Als Leiter des Adeligen Damenstiftrates gab der Freiherr Einblick in die etwa 450 Jahre alte Historie des ursprünglichen Gebäudes. Nach und nach seien die Anbauten erfolgt. Auch die Nutzung des ehemaligen Wasserschlosses sei über die Jahrhunderte hinweg vielfältig gewesen. Der Sitz der Ritterschaft habe 1733 die einschneidende Nutzungsänderung durch Gründung des Adeligen Damenstiftes nach einer Erb-Auseinandersetzung erfahren. Die Stiftsdamen sollten durch das Schloss Waizenbach einen Wohnsitz haben und versorgt werden, so der Grundgedanke dieser Einrichtung.

Wohnräume vermietet

"Zurzeit wohnen keine Stiftsdamen im Schloss", bestätigte Truchsess. Also sind die zur Verfügung stehenden Wohnräume vermietet. Die Feriengäste seien per Internet auf das Schloss aufmerksam geworden. Eine weitere wichtige Einnahmequelle sei der Forst. Eine siebenstellige Menge Geld wurde gebraucht, als ein Flügel des denkmalgeschützten Schlosses in den Jahren 2000 bis 2002 von Grund auf renoviert wurde. So sei aus dem ehemaligen Stall eine attraktive Behausung geworden, schilderte der Freiherr. Und somit war die Verbindung zum Thema Wirtschaft hergestellt. Denn ohne unternehmerisches Engagement gehe es nicht voran, so Truchsess. Es habe nämlich viel Kraft und Einsatz gekostet, die Stiftungsinteressen gegenüber den staatlichen Behörden wahrzunehmen. So sei die Millionenbaustelle von ehedem heute schuldenfrei. Die Erlöse kämen den bundesweit vorhandenen adeligen Damen, sofern Bedarf bestehe, in Form von Ausbildungsunterstützung oder finanzieller Versorgung zu.

"Wenn die betriebliche Seite stimmt, erst dann kann auch an das Gemeinwohl gedacht werden", zog Atzmüller sein Fazit. Diese Stiftung zeige auf, wie Wirtschaft gehen kann, knüpfte er bei seinen Betrachtungen der heimischen Wirtschaft an das vorbildhafte Schlosssanierungsprojekt an. Als Beispiel der Wirtschaft im übrigen Gemeindebereich von Wartmannsroth nannte er den Aufschwung der erfolgreichen Brennerbetriebe. Weitere Themen der Gäste waren auch Staatsforst, Windräder, Gas-Trasse, Mobilfunknetz, Internet und -Schäden der Urlaubsflüge.

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