Elfershausen
Gemeinderat

Sanierung der Schule geht voran

Die Arbeiten am Gebäude und der Turnhalle sind schon fertig, im Inneren dauern die Bauarbeiten noch an.
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Als Schriftzug am Treppenturm der Johannes-Petri-Schule wählte der Gemeinderat eine aufgeklebte Aluminium-Version.  Fotos: Winfried Ehling
Als Schriftzug am Treppenturm der Johannes-Petri-Schule wählte der Gemeinderat eine aufgeklebte Aluminium-Version. Fotos: Winfried Ehling
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Einen Überblick über den aktuellen Sanierungs-Sachstand der Johannes-Petri-Schule gab Robert Hensel vom Planungsbüro Haase im Gemeinderat. Die Arbeiten im dreigeschossigen Gebäudeteil und an der Turnhalle sind demnach abgeschlossen, die Fertigstellung des Pausenhofs hängt vom Wetter ab. Die Kosten belaufen sich nach der aktuellen Prognose auf 5,920 Millionen Euro.
Der Innenausbau, wie Fließen- und Trockenbauarbeiten, ist im Gange. Allerdings fallen Mehrkosten und Regiestunden an. Diese betreffen hauptsächlich die Neugestaltung des Pausenhofs und der Außenanlagen, aber auch die Metallfassade-, Fensterbauarbeiten und Außentüren, Rohbau, Innenputz und Malerarbeiten und besagte Regiestunden. Hensel bezifferte den Mehraufwand auf rund ca.194 000 Euro. Der Rat stimmte allen Mehrkosten gegen die Stimme von Alfons Hausmann zu.
Was den Schriftzug am Treppenturm der Schule anbelangt, entschied sich das Ratsgremium für eine aufgeklebte Aluminium-Version zum Preis von rund 2600 Euro. Eine 5 mal 1,40 Meter große Metalltafel hätte eine Unterkonstruktion in der Wand benötigt und wäre zudem teurer gewesen. Zur Verdunklung von Räumen gibt es Vorhänge, deren Reinigung einfacher ist und die weniger reparaturanfällig sind. Der Zuschlag ging dafür an das günstigste Angebot in Höhe von 7343 Euro der Firma Bergander (Hammelburg).
Gegen die Stimmen der CSU-Fraktion entschied sich der Rat für 20 Zentimeter dicke Mineralschaumplatten als Wärmedämm-System, statt Styropor. Planer Werner Haase erachtete dieses System - das Spechten nicht schmecken wird - unter dem Aspekt der Förderung von Langlebigkeit und Energieeinsparung als günstiger. Allerdings bezweifelte Bernd Büttner die Wirtschaftlichkeitsberechnung und glaubt an eine bessere Lösung. Haase reklamierte für sich "vorausschauend etwas zu tun, was Gesetz wird und jetzt noch 245 000 Förderung erhält". Die Diskussion wurde auf Antrag von Jürgen Englert eingestellt.


Neue Gemeinderätin

Zu Beginn der Sitzung vereidigte Bürgermeister Karlheinz Kickuth die neue Gemeinderätin Sabine Schalke, die als Listen-Nachfolgerin für Peter Amon, der weggezogen ist, das Mandat annahm. Die Leiterin der Euerdorfer Einhard-Grundschule ist die dritte weibliche Mandatsträgerin im Gremium und Mitglied der "Neuen Liste" Langendorf.
Mit Amons Ortswechsel ergaben sich zudem Neubesetzungen in den Ausschüssen, von denen Schalke die Mitarbeit im Kinder- und Jugendausschuss und im Verwaltungsgemeinschaftsausschuss übernimmt. Volker Partsch zieht in den Bauausschuss ein. Ohne Einwände genehmigte der Rat die Erweiterung des Kindergartens in Langendorf um 10 bis 15 Plätze. Die Maßnahme erhält durch die übliche Förderung und ein zusätzliches Sonderförderprogramm insgesamt 85 Prozent Zuschuss. Vize-Bürgermeister Englert empfahl, die Verwaltung zu beauftragen, Informationen einzuholen. In das Projekt sollen nach Meinung Kickuths die Kindergartenleitung, der Kinder-/Jugendausschuss und der Vorstand des Trägervereins eingebunden werden. Den Beschluss quittierte das anwesende Kindergartenpersonal mit Beifall.
Ein Fünf-Täler-Mountainbike-Parcours aus dem EU-Leader-Programm fand nicht die ungeteilte Zustimmung. Der Streckenverlauf über Aura, Elfershausen, Sulzthal, Ramsthal und Euerdorf bezieht die Trimburg mit ein, und ist bei 1071 Höhenmeter 54 Kilometer lang. Über eine Kosten-Beteiligung seitens der Kommunen gibt es keine Information.
Bedenken äußerte Günter Zink wegen der Jagdflächen mit den Worten: "Der Wildverbiss wird sich verdreifachen." Der Bürgermeister schlug vor, Jagdpächter und Jagdgenossen sollen eine Stellungsnahme dazu abgeben. Der Beschluss fiel gegen vier Stimmen. Die Gemeinde will auf eigenem Grundstück am "Rosenhügel" eine Scheune und ein Nebengebäude beseitigen und hier Parkplätze anlegen lassen. Da ein Nachbarschaftskauf nicht vorgesehen und das ganze Anwesen baufällig ist, plädierten mehrere Räte auch für den Abriss des Wohngebäudes. Dazu ist ein Bauantrag am Landratsamt zu stellen. Bisher abgegebene Abriss-Angebote erklärte der Rat für nichtig.
Auf Anfrage von Volker Partsch informierte Kickuth, dass ein Schadstoff-Gutachten auf dem Gelände der Firma Schaeffler derzeit erstellt wird.
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