Oberthulba
Verkehr

Runter vom Gas! bei Oberthulba

Zahlreiche neue Verkehrsregelungen hat der Gemeinderat Oberthulba in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Außerdem wird das Wasser günstiger.
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Die Höchstgeschwindigkeit auf der Staatsstraße 2291 in Höhe der Anschlussstelle Oberthulba in Fahrtrichtung Bad Kissingen wird von bisher 80 Stundenkilometer auf künftig 70 gesenkt.  Fotos: Kerstin Väth
Die Höchstgeschwindigkeit auf der Staatsstraße 2291 in Höhe der Anschlussstelle Oberthulba in Fahrtrichtung Bad Kissingen wird von bisher 80 Stundenkilometer auf künftig 70 gesenkt. Fotos: Kerstin Väth
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Als zuständige Straßenverkehrsbehörde erlässt der Markt Oberthulba aus Sicherheits- und Ordnungsgründen am neu gestalteten Marktplatz, an der Kissinger Straße sowie am Parkplatz der Mehrzweckhalle neue Regelungen, die der Gemeinderat in seiner Versammlung einstimmig genehmigte.

Der Marktplatz (Untere Ecke) wird zum verkehrsberuhigten Bereich, wofür ein entsprechendes Straßenschild an der Einfahrt Kissinger Straße sorgen soll. Die Höchstgeschwindigkeit auf der nördlichen Marktplatz-Straße wird auf 30 Stundenkilometer beschränkt. Auch die Kissinger Straße wird im innerörtlichen Bereich bis zur Marktplatz-Einmündung das Tempo auf 30 Stundenkilometer begrenzt.

Drei Stunden mit Parkscheibe

Stellplätze am Marktplatz dürfen für eine Dauer von maximal drei Stunden durch Ausweisung mit Parkscheiben genutzt werden. Der Stellplatz für Elektrofahrzeuge und der Behindertenparkplatz werden gesondert ausgeschildert. Der Längsparkplatz wird als Kurzzeitparkplatz auf 20 Minuten beschränkt.

Ergänzend informierte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FW) die Gemeinderäte über den planmäßigen Fortgang der Marktplatz-Neugestaltung. In diesen Tagen soll asphaltiert und noch im Dezember die Bäume gepflanzt werden.

Auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle sollen zehn Stellplätze für Behinderte direkt am Eckzugang zur Rampe ausgewiesen werden - sechs zur einen, vier zur anderen Seite der Parkplatzecke. "Der Parkplatz ist groß genug", empfahl Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FW) dem Gemeinderat die Zustimmung. Die Räte folgten seiner Empfehlung und genehmigten sowohl diese als auch die anderen Anordnungen einstimmig.

Anordnung des Bauamtes

Nur zur Kenntnis nehmen konnte das Ratsgremium die verkehrsrechtliche Anordnung des staatlichen Bauamtes (Schweinfurt), wonach die Höchstgeschwindigkeit auf der Staatsstraße 2291 in Höhe der Anschlussstelle Oberthulba in Fahrtrichtung Bad Kissingen von bisher 80 Stundenkilometer auf künftig 70 gesenkt werden soll. Das hat die Unfallkommission, die sich aus Vertretern der Polizeidienststellen, der Verkehrsbehörden und des staatlichen Bauamts zusammensetzt, beschlossen, weil es in diesem Bereich in der Vergangenheit gehäuft zu Unfällen gekommen ist. Diese Geschwindigkeitsreduzierung soll dazu führen, dass Fahrer etwas mehr Reaktionszeit haben, wenn sie auf der Staatsstraße, auf den einmündenden sowie auf den kreuzenden Straßen unterwegs sind.

In den kommenden vier Jahren werden Frisch- und Abwasser im Markt Oberthulba jeweils um fünf Cent pro Kubikmeter billiger. Dies beschloss der Gemeinderat, nachdem Kämmerer Klaus Blum und Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FW) die entsprechenden Kalkulationen vorgelegt hatten. Entsprechend wurde die Änderung der Entwässerungs- sowie der Wasserabgabesatzung mit Wirksamkeit ab Januar 2019 einstimmig genehmigt.

Statt ihren Bürgern bei gemeindlichen Investitionen im Frischwasser- und Abwasserbereich jeweils einen anteiligen Investitionsbeitrag abzuverlangen, gilt in Oberthulba seit dem Jahr 2005 wie in anderen Gemeinden des Landkreises eine jeweils für vier Jahre gültige Beitragssatzung zur kostendeckenden Finanzierung mit einer darin für jeden Haushalt festgeschriebenen Gebühr pro Kubikmeter Wasser. In der jetzt auslaufenden Satzungsperiode von 2015 bis 2018 lag für das Abwasser diese Gebühr bei 2,10 Euro und soll für die kommende Periode bis 2022 um fünf Cent auf 2,05 Euro gesenkt werden.

Grund für die Gebührensenkung ist eine in der vorigen Periode aufgelaufene Überdeckung von mehr als 142 000 Euro, die jetzt kalkulatorisch auf die nächsten vier Jahre aufgeteilt wird. Die veranschlagten Investitionen in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro für geplante Maßnahmen wurden in der Kalkulation der neuen Beitragssätze ebenfalls berücksichtigt.

Weniger Rohrbrüche

Die Senkung der Gebühren für Frischwasser von bisher 2,55 Euro auf künftig 2,50 Euro pro Kubikmeter ist einerseits auf die Auflösung einer Sonderrücklage für Gebührenschwankungen in Höhe von knapp 120 000 Euro zurückzuführen, die nun ebenfalls kalkulatorisch auf die nächsten vier Jahre aufgeteilt wird. Zusätzlich wird der noch vorhandene Gebührenüberhang in Höhe von fast 47 000 Euro ebenfalls in die nächste Satzungsperiode übertragen.

Grund für den Gebührenüberhang war der Rückgang der Wasserrohrbrüche: Hatte es im Zeitraum 2011 bis 2014 noch 28 Rohrbrüche mit hohem Wasserverlust gegeben, hatte sich deren Zahl im vergangenen Kalkulationszeitraum 2015 bis 2018 auf nur noch 14 halbiert. Auch bei der nun ab 2019 um fünf Cent geminderten Frischwassergebühr sind die veranschlagten Kosten für künftige Baumaßnahmen in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro bereits berücksichtigt.



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