Die grobe Arbeit ist getan, jetzt soll der "Feinschliff" folgen am Dorfgemeinschaftshaus im kleinsten Ortsteil des Markt Elfershausen. Mit dem Richtfest beendeten die Baufirmen Koch und Bornkessel ihre Tätigkeiten. Errichtet wurde anstelle des alten Feuerwehrhauses ein neues Gebäude, das allen Engenthaler Bürgern als Versammlungsort und Treffpunkt dienen soll.

Der Gedanke schwelte schon länger in Beratungen des Gemeinderats, bevor sich das Gremium mehrheitlich für den Neubau aussprach. Vor rund zweieinhalb Jahren konkretisierte sich die Idee in der Planung des Architekten Marcus Seifert vom Büro Hessdörfer und Seifert.

Versehen mit einer Förderung des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) in Höhe von 150 000 Euro, befürwortete auch die Engenthaler Feuerwehr das Projekt und zog in eine nebenstehende Doppelgarage um. Schon in den Bürgerversammlungen sprach sich die große Mehrheit der Engenthaler ebenfalls für die Maßnahme aus.

Der Baubeginn zog sich etwas zäh dahin, befand Ortssprecher Johannes Krumm. "Dennoch, heute ist ein guter Tag denn die Maßnahme trägt dazu bei, junge Familien in den Ort zu holen oder zum Bleiben zu bewegen". Bürgermeister Karlheinz Kickuth hoffte, dass der finanzielle Rahmen von rund 330 000 Euro Bestand und dankte im weiteren Verlauf den beteiligten Firmen sowie Architekt Seifert mit den Worten: "Möge es zum Wohle der Engenthaler Bürger sein." Planer Seifert erläuterte bei einem Rundgang die Funktion der Räume. Das größte Areal mit etwa 65 Quadratmeter ist der Versammlungsraum mit einer Glasfront nach Norden, dem sich eine Theke und eine Küche mit Durchreiche anschließen. Die östlichen Räume sind Sanitärbereiche mit einem Behinderten-WC und ein kleines Lager.

Der südliche Haupteingang ist ebenfalls barrierefrei. Ein in Richtung Löschweiher zweiter Eingang soll vor allem der Materialanlieferung und als zweiter Fluchtweg dienen. Entgegen des nach oben offenen Versammlungsraums ist im Gebäude-Ostteil eine Abstellfläche in der ersten Etage zu finden. "Ein funktionaler Bau, der größer nicht möglich war", stellte Seifert fest.

Die Außenanlagen richten in den nächsten Monaten die Bürger in Eigenleistung her. Nach Einschätzung des Rathausoberen könnte die offizielle Weihe im August oder September stattfinden. Insgesamt ergibt sich mit Blick auf den Löschweiher eine Ansicht, die dem Ensemble entspricht. Andreas Röder und Benjamin Kralle, Mitarbeiter der Dachdeckerfirma Bornkessel, übernahmen den Richtspruch und leerten ein Glas auf das gelungene Werk. Nach Bekunden der Firmen gab es keine Probleme beim Bau, lediglich ein Erdaustausch war notwendig. Ein gemeinsames Essen beendete die kleine Feier.