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Hammelburg
Fasching

Rathaus ab jetzt in Narrenhand

Die HaKaGe erkämpfte sich wortreich den Schlüssel von Bürgermeister Armin Warmuth. Natürlich kam auch die 1300-Jahr-Feier der Stadt zur Sprache und auch der Faschingsorden weist auf das Jubiläum hin.
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Die Narren erkämpften sich nach zähem Ringen mit Bürgermeister Armin Warmuth und dem Stadtrat den Rathausschlüssel. Fotos: Gerd Schaar
Die Narren erkämpften sich nach zähem Ringen mit Bürgermeister Armin Warmuth und dem Stadtrat den Rathausschlüssel. Fotos: Gerd Schaar
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Das Hammelburger Rathaus geriet am Freitag in fröhliche Narrenhand. Nicht nur die Hammelburger Karnevals-Gesellschaft (HaKaGe) fand sich in den frühen Abendstunden zum Rathaussturm ein. Unterstützt wurden die heimischen Narren durch Gastvereine aus Untererthal, Fuchsstadt, Elfershausen, Ebenhausen, Bad Neustadt und Bad Brückenau.
Das traditionelle Streitgespräch zwischen den Narren, die sich vor dem Rathaus versammelten, und Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) samt einiger Stadträte auf dem Rathausbalkon gab Gelegenheit, auf die aktuelle Situation der Stadt Hammelburg einzugehen. "Kaum hat das Jahr 2016 begonnen, reden alle nur noch über die 1300-Jahr-Feier", sagte HaKaGe-Sitzungspräsident Markus Daum durch das Mikrofon.


Reinen Wein einschenken

Er wolle mit seinen Narren das Rathaus stürmen, weil er die Amtsführung übernehmen und allen Leuten "reinen Wein" einschenken wolle. "Wie teuer oder billig wird denn nun der Viehmarkt?", fragte Daum. "Reiner Wein hat Qualität und das Beste ist uns für Hammelburg gerade gut genug", entgegnete Warmuth. Weitere Themen waren zum Beispiel die Personalsituation in der Stadtverwaltung und die Gestaltung der Hallenmieten.
Nach diesem Wortgefecht war es trotz Bonbonspende vom Balkon nicht zu verhindern, dass die frierenden Narren endlich ins warme Rathaus stürmten und sich nach zähem Ringen gegen Bürgermeister und Stadtrat den symbolischen Rathausschlüssel erkämpften. Zum närrischen Ausgleich erhielten Warmuth und die Räte den Sessionsorden der HaKaGe, der heuer das Symbol "1300 Jahre Hammelburg" zeigt.
"Es gibt nichts zu holen", zeigte Warmuth eine leere Stadtkasse vor. Allenfalls ein paar Schluck Wein im Rathausremter konnten die Narren beruhigen. Die Werbewand allerdings, die auf das Stadtjubiläum und Hammelburg als älteste Weinstadt Frankens hinweist, fand uneingeschränkte Zustimmung von allen Seiten. So tönte alsbald ein fröhliches "Hammelburg-Helau" aus dem Rathausgebäude.

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