Oberthulba

Projekte mit Herzblut

Bei einem Abend für das Ehrenamt wurden neun Personen geehrt, die sich für verschiedene Anliegen oder eine Sache mit viel Engagement eingebracht haben.
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Neun Bürger wurden mit der Ehrennadel des Marktes ausgezeichnet: Ulrike Lorösch, Hildegard Fenn, Waltraud Kober, Beate Schäfer, Helmut Hämel, Otto Granich, Hannelore Stoll, Sonja Holzheimer und Gerhard Karg. Es gratulierten 1. Bürgermeister Gotthard Schlereth (rechts), 2. Bürgermeister Jürgen Kolb (links) und 3. Bürgermeister Mario Götz (2. von links).  Foto: Hilmar Ruppert
Neun Bürger wurden mit der Ehrennadel des Marktes ausgezeichnet: Ulrike Lorösch, Hildegard Fenn, Waltraud Kober, Beate Schäfer, Helmut Hämel, Otto Granich, Hannelore Stoll, Sonja Holzheimer und Gerhard Karg. Es gratulierten 1. Bürgermeister Gotthard Schlereth (rechts), 2. Bürgermeister Jürgen Kolb (links) und 3. Bürgermeister Mario Götz (2. von links). Foto: Hilmar Ruppert
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Beim "Abend für das Ehrenamt" nahmen die Marktgemeinderäte ausnahmsweise auf den Besucherstühlen Platz. Der Platz an der Ratstafel war bei der Feierlichkeit den zu Ehrenden vorbehalten. Man will aus der Verleihung der Ehrennadel keine inflationäre oder alltägliche Ehrung machen, deshalb hat sich der Marktgemeinderat in diesem Jahr dazu entschlossen, Projekte in den Vordergrund zu heben. Geehrt wurden neun Personen, die in "Ihr Projekt" viel Engagement und Herzblut gesteckt haben.

"Menschen, die sich für das Allgemeinwohl und die Demokratie einsetzen, tun dies in erster Linie nicht aus Selbstzweck und sie drängen sich nicht in den Vordergrund, um als Held wahrgenommen zu werden", führte Bürgermeister Gotthard Schlereth an. Ihnen ginge es vor allem darum, im Zusammenleben der Menschen dafür Sorge zu tragen, dass unsere Wertebasis auch weiterhin auf einem soliden Fundament stehen kann. Man habe manchmal das Gefühl, es seien zu viele Leute ohne Rückspiegel und ohne Rückwärtsgang unterwegs. Facebook, Twitter und Co. dienten selten der Sachlichkeit. Überhitzte Diskussionen oder regelrechte Shitstorms würden ausgelöst, wenn Forderungen nicht umgehend umgesetzt werden. Das Miteinander sei der Garant für eine starke Gemeinschaft.

Ehrennadel

Es gebe sie aber noch, diese Menschen, die sich für eine Sache, ein Projekt einsetzen und dabei ihre eigenen Interessen hinten anstellen. Umso mehr freute sich Schlereth an diesem Abend einige verdiente Persönlichkeiten aus der Gemeinde für ihr Engagement mit der Ehrennadel des Marktes Oberthulba auszuzeichnen.

Zu den vier ausgewählten Projekten zählten die Katholisch-Öffentliche Bücherei, die St. Michaelskapelle in Frankenbrunn, der Helferkreis Asyl und der Tourismus Thulbatal. Die Katholisch-Öffentliche Bücherei des Marktes Oberthulba sei ein wichtiger Begegnungsort für alle Altersgruppen. Die Gründungsmitglieder (seit 1999) Ulrike Lorösch, Hildegard Fenn, Waltraud Kober und Beate Schäfer gehörten nun zu den Geehrten. Lorösch hat sich im Laufe der Jahre als Leiterin der Bücherei durch fundiertes Wissen und großem Einsatzwillen hervorgetan. Das auf ihre Anregung veranlasste Vorlesen und Basteln mit den Kindern führt sie mit großem Enthusiasmus und Unterstützung im Team durch. Fenn führte zwei Jahrzehnte vorbildlich die Kasse der Bücherei. Die Leseförderung in Zusammenarbeit mit der Grundschule ist ihr ein besonderes Anliegen. Kober ist von Anfang an für die Veranstaltungen der Bücherei verantwortlich. Sie übernimmt den Einkauf und verwaltet die Dienste für die drei Öffnungszeiten. Schäfer, ebenfalls seit Anfang an dabei, hat in den Jahren ihrer Tätigkeit wahrscheinlich tausende Bücher medienfertig gemacht und einem Medienkreis zugeordnet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch Erika Happ, sie erhielt die Ehrennadel bereits 2018.

Helmut Hämel und Otto Granich waren von Beginn an bei der Planüberarbeitung der St. Michaelskapelle dabei. Mit seinen Erfahrungen im Bauwesen, wirkte Hämel maßgeblich bei der Außengestaltung, der Auswahl verschiedener Materialien und den auszuführenden Arbeiten mit. Granich hat beispielhaft als Koordinator die einzelnen Bauabschnitte an der Kapelle betreut und begleitet. Mit Herzblut und Leidenschaft wirkt er als Fremdenführer - seit 2018 schon über 40 Führungen.

Im Helferkreis Asyl - einem Thema über das stellenweise auch kontrovers diskutiert werde - machten sich Hannelore Stoll und Sonja Holzheimer verdient. Stoll scheute keine Mühen und Zeitaufwand, um den Flüchtlingen bei Jobsuche, Umzügen, Krankenfahrten oder Behördengängen Hilfestellung zu geben. Holzheimer setzt sich fürsorglich und in besonderem Maße für gelingendes Zusammenleben und Integration in unserer Gesellschaft ein.

Gerhard Karg übernahm 2014 das Amt des 1. Vorsitzenden im Verein "Tourismus Thulbatal" - ein Schatz der Region, wie es Bürgermeister Schlereth bezeichnete. Bei der Erschließung des Premiumwanderwegs "Thulbataler" und des "Oehrbachtaler" kümmerte er sich um die Hinweistafeln. Karg war immer präsent und wirkte bei den Veranstaltungen Tourismus "Fränkisches Saaletal" und Fränkisches Weinland Franken stets mit. Den offiziellen Ehrungen schloss sich ein Sektempfang mit Buffet an.

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