Euerdorf

Pläne für Rathaus stehen

Über die Gestaltung des Daches und der Außenfassade sowie viele weitere andere Details für den Neubau entschied jetzt der Gemeinderat.
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So sieht der Entwurfsplan aus vom Büro Lieb& und Lieb aus.  Skizze: Architektenbüro Lieb & Lieb
So sieht der Entwurfsplan aus vom Büro Lieb& und Lieb aus. Skizze: Architektenbüro Lieb & Lieb
Der Rathausneubau nimmt konkrete Konturen an. Bereits im Oktober beginnen der Abbruch und die Rohbau- und Holzarbeiten, die im Frühjahr 2018 abschließen. Über die Ausführungsplanung zur Gebäudehülle, Fassadengestaltung und die Materialfestlegung, die das Planungsbüro Lieb & Lieb vorstellte, entschied jetzt der Gemeinderat.
Wie Planer Vandeven vom Büro Lieb & Lieb skizzierte, erhält das Hauptgebäude ein neues Dach. In diesem Bauteil befindet sich der Keller, der das Archiv und die Technik aufnimmt. Der Sitzungssaal und die Veranstaltungsräume sind im Erdgeschoss zu finden.


Moderne Elemente

Nach Ansicht des Architekten, der eine Verbindung von charakteristischer und moderner Bauweise anstrebt, sollte der Eingangsbereich und das Treppenhaus eine Verblendung mit Glasfaser-Betonplatten erhalten. Dem stimmte der Rat mehrheitlich zu. Die Fensteröffnungen passen sich diesem an. Für die Dachgauben ist eine aufgesprühte Blech-Verkleidung favorisiert. Als Sonnenschutz bevorzugte das Ratsgremium eine steuerbare, textile Lösung. Die Aufzugsanlage soll im Rahmen der Kostenausschreibung liegen.
Nicht jedem Geschmack entsprach der Vorschlag des Planers, die Veranstaltungsräume mit Deckensegel zu versehen, um die Decken nicht absenken zu müssen und eine bessere Akustik zu erzielen. "Eine abgesenkte Decke nimmt zu viel Raumhöhe weg", argumentierte Vandeven.
Damit verband sich die Frage, ob Installationen in oder zwischen den Decken einzubringen sind. Bürgermeisterin Patricia Schießer sah die Vorteile von Deckensegeln im Erhalt der Großzügigkeit des Raumes. Leitungen sollten deshalb in der Decke ihren Platz finden. Dem stimmte der Rat mit knapper Mehrheit zu.
Zur Haustechnik informierten Timm Manger und Frank Hartung von der Firma Hüfner Consult. Nach ihren Ausführungen saugt die Lüftung an der Decke Luft ab und bläst sie auch hier ein. Die Lüftungsanlage verfügt über eine Zeitsteuerung und wird bei Nichtbenutzung des Raums auf geringster Stufe gefahren. In den beiden Obergeschossen ist das Lüftungssystem identisch. Eine Gasbrennwertanlage dient als Heizung. Die Heizkörper befinden sich unter den Fensterbrüstungen. Der Sitzungssaal verfügt über größere Wandplatten. In den Sanitärbereichen will Hüfner Consult nur Kaltwasser vorhalten. Durchlauferhitzer für Warmwasser sind zum Beispiel der Teeküche vorbehalten. Des Weiteren informierten die Repräsentanten über die Installation der Elektroleitungen, die sogenannte Bodentanks in den Büros vorsieht.
Die Baustelleneinrichtung und -leitung übernimmt die Firma Albert. Vorgesehen ist eine halbseitige Sperrung der Hammelburger Straße. Der in den Ort fließende Verkehr wird in der Bauzeit über die Ringstraße abgeleitet. Fußgänger müssen den gegenüberliegenden Bürgersteig benutzen.
Als Lagerfläche nutzt Albert die Rückseite des künftigen Neubaus. Ein Kran, der die gesamte Baustelle erreichen kann, wird an der Westseite der Baustelle errichtet. "Das Gebäude ist bis zum nächsten Juni dicht", so Vandeven. Die Schlüsselübergabe ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung vergab der Rat das Bodengutachten für die Saalewiesen an das Büro Rimpel, das mit 1700 Euro günstigster Anbieter ist. Jochen Huppmann erinnerte an das Gutachten anlässlich der Sanierung der alten Saalebrücke, das möglicherweise noch brauchbar sein könnte.
Der Bauhof erhält ein neues Fahrzeug. Bürgermeisterin Schießer erwarb ein Klein-Lastfahrzeug zum Preis von 11 600 Euro, das die Zustimmung des Gemeinderats fand.



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