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Hammelburg
Vorhaben

Pläne für die Bahnhofstraße vorgestellt

Stadt und die Planer stellten das Konzept in einer Teilbürgerversammlung vor.
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Die Planung diskutieren (von links) Bauleiter Wolfgang Martin, Planer Thomas Weiden, Bürgermeister Armin Warmuth, Stadtbaumeister Detlef Mohr und Planer Andreas Bachmann.  Foto: Winfried Ehling
Die Planung diskutieren (von links) Bauleiter Wolfgang Martin, Planer Thomas Weiden, Bürgermeister Armin Warmuth, Stadtbaumeister Detlef Mohr und Planer Andreas Bachmann. Foto: Winfried Ehling
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Die Ausführungsplanung für die Bahnhofstraße steht. Seit rund einem Dutzend Jahren wiederkehrendes Thema im Stadtrat - und immer wieder verworfen - stellten die Stadt und die Planer das Konzept in einer Teilbürgerversammlung vor. Etwa 70 Anlieger aus dem 350 Meter langen Straßenzug fanden sich zu Information und Diskussion ein.

Nach kurzer Einführung durch Bürgermeister Armin Warmuth, der für das Interesse des Auditoriums dankte, präsentierte Thomas Wieden die Ideen des beauftragten Büros Holl Wieden Partnerschaft. Demnach ist vorgesehen, die gesamte Fläche mit geschnittenem, europäischem Granit - ähnlich dem in der Kissinger Straße - ebenerdig von einer Hauskante zur anderen zu befestigen. Bordsteine wird man vergeblich suchen, die Linienführung übernehmen Entwässerungsrinnen entweder als Mulden- oder Edelstahlrinnen.

Der Parkplatz des ehemaligen Kupsch-Marktes wird neu gestaltet. Die Parkplätze verringern sich jedoch zugunsten einer Elektro-Ladestation. Das in Richtung Postkreuzung auslaufende Straßenstück erhält ab der Einmündung Langer Graben einen Asphalt-Belag. Die Gehwege werden gepflastert. An Stellen, wo es möglich ist, zum Beispiel vor dem früheren Supermarkt und dem Parkplatz, sollen Bäume und Bänke das Straßenbild aufwerten. Zwischen dem Auslauf der Dalberg-und der Wankelstraße ist ein Brunnenstandort angedacht.

Drei Bauabschnitte

Im früheren Lebensmittelmarkt richtet Bauleiter Wolfgang Martin vom Ingenieurbüro Holm während der Bauzeit sein Domizil ein. Zuständig für den "Untergrund", referierte er zur Leitungsverlegung. Aufgeteilt in drei Bauabschnitte, beginnen die Arbeiten an der Einmündung am Marktplatz. Der erste Teilabschnitt, der bis zur Bürgerspitalkirche reicht, verfügt über Hauptkanäle und Hausanschlüsse in gutem Zustand. Alte Guss-Wasserleitungen werden ausgetauscht.

Eine Erneuerung der Gasleitung ist notwendig, auch durch fehlende Tiefe. Wer sich neu an das Gasnetz anschließen möchte, sollte diese bald tun. Ist die Straße einmal fertig, wird in den nächsten zehn bis 15 Jahren ein Anschluss nicht mehr möglich sein.

Für die erste Bauphase, die Mitte Mai beginnt, ist die Fertigstellung bis Anfang Oktober geplant. Der zweite Bauabschnitt startet am 18. Dezember bis etwa Mitte April 2021. Er umfasst das Teilstück vom Bürgerspital bis zur Einmündung Dalbergstraße. Danach folgt die dritte Etappe, die am 19. November 2021 mit der Gesamtfertigstellung enden soll.

Logisch ist die Vollsperrung der einzelnen Teilstücke während der Bauphase. Doch ist der Zugang zu Anwesen und zu Geschäften gewährleistet, wie Stadtbaumeister Detlef Mohr versichert. Die Stadt bemüht sich, den Verkehr vom Baubereich schon vor dem Stadtgebiet fernzuhalten. Aktuelle Wegeführungen können dem Internet unter bahnhofstraße@hammelburg.de entnommen werden. Bauleiter Martin ist zudem für Fragen oder Anregungen in seinem Büro im ehemaligen Kupsch-Markt zu erreichen.

Noch nicht endgültig scheint der Status der Straße zu sein. Soll sie 20-Kilometer-Zone oder ein verkehrsberuhigter Bereich mit gegenläufigem Verkehr sein. Die letztgenannte Lösung stieß bei einigen Zuhörern auf Kritik. Da keine Abgrenzung außer den Wasserrinnen vorgesehen ist, befürchteten sie Belästigungen für Fußgänger und andere Nicht-Mobilisten. Die Gehwege sind allerdings verbreitert, für Kfz stehen 6,50 Meter Fahrbahn zur Verfügung. Anlieger der Schafgasse, die nur von der Bahnhofstraße befahrbar ist, müssen einen Fußweg in Kauf nehmen.

Ein Gutachter inspiziert vor Beginn der Bauarbeiten alle Anwesen für den Fall, dass eventuelle Schäden auftreten, beantwortete Martin die Anfrage von Rita Schubert. Probleme könnten beim Wechsel der Gasleitungen auftreten, wenn keine Heizung und kein heißes Wasser zur Verfügung stehen. Deshalb wurden diese Arbeiten in den Sommer verlegt, antwortete der Bauleiter. "Diese Phasen wollen wir so kurz wie möglich", fügte der Stadtbaumeister hinzu. Mit verärgerten Mietern muss sich ein Vermieter selbst auseinandersetzen und auf deren Verständnis hoffen.