Fuchsstadt
Gemeinderat

Pläne für den Waldfriedhof

Der beauftragte Landschaftsplaner stellte seine Ideen zum Ruheforst im Gemeinderat vor.
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Bei einem Waldbegang inspizierten der Gemeinderat und die Bürger bereits vor einiger Zeit auch das Gelände für den Waldfriedhof.  Foto: Winfried Ehling
Bei einem Waldbegang inspizierten der Gemeinderat und die Bürger bereits vor einiger Zeit auch das Gelände für den Waldfriedhof. Foto: Winfried Ehling
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Wenn alles läuft wie gewünscht, könnte die Gemeinde noch heuer mit den Arbeiten zur Errichtung eines Waldfriedhofs beginnen. Landschaftsplaner Robert Knidlberger legte dem Gemeinderat seine Vorstellungen zum Projekt " An der Trie" auf, die nicht ganz den meist üblichen Ausführungen eines Ruheforsts entsprechen.

So will er das dafür vorgesehene Sondergebiet in fünf Urnengräber-Sektoren aufteilen. Die Quartiere wie auch die Grabstätten erhalten eine Nummerierung, die, sichtbar ausgehängt, den Besuchern den Weg weist. Ein solcher führt durch das Gräberfeld und tangiert dabei alle Sektoren. Um älteren Menschen und Rollator-Nutzern das Erreichen der Ruhestätten zu erleichtern, soll dies ein wassergebundener Weg sein, bestehend aus Schotter und obenliegenden feinen Kies und Sand.

An einer flachen Stelle in den Wald hinein sieht der Planer ein mehrstufiges Treppen-Rondell als Aussegnungsplatz vor. Bürgermeister Peter Hart nannte die Quartierlösung "sinnvoll". Allerdings wünsche die Untere Naturschutzbehörde keine Zäune, sondern das Belassen der vorhandenen Natur. Einige Bäume werden voraussichtlich fallen, um eine Struktur zu erreichen. Jürgen Wittmer sprach sich für eine Ortseinsicht und anschließende Entscheidung aus. Das Ratsgremium kam überein, dass Knidlberger die Planung noch einmal überarbeitet und in einer der nächsten Sitzungen vorlegt. Der Änderung des Flächennutzung- und der Aufstellung des Bebauungsplans stimmten die Räte einmütig zu.

Thema Funkturm zurück gestellt

Die Deutsche Funkturm GmbH sucht nach einer Möglichkeit zum Bau eines zehn Meter hohen Funkturms in Fuchsstadt. Nach mehreren ungeeigneten Standorten fand sie drei probate Grundstücke für das Vorhaben und bat die Gemeinde um die Daten der Besitzer, die diese aus Datenschutzgründen jedoch verweigert. Wittmer warb für einen "schonenden Standort, an dem die Menschen am wenigsten betroffen sind". Martin Keller riet der Gemeinde, selbst keinen Grund zur Verfügung zu stellen. Das Thema wurde zurückgestellt.

Für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage und einliegender Physiotherapie-Praxis an der "Goldklinge" gestattete der Rat die Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Ebenso verfuhr das Gremium bei der Errichtung eines Zweifamilienhauses "Hinterm Turm". Keine Einwände gab es auch für den Bau eines Geschäfts- und Wohnhauses "Am Wiesenweg". Der Antrag eines Bauwerbers auf Verlängerungsfrist seines Bauvorhabens wurde gestattet.

In eigener Sache will die Gemeinde - der Akustik wegen - weitere Stellschutzwände in die Mehrzweckhalle einbringen. "Dies ist erforderlich, weil der bisherige Schallschutz nicht ausreicht", informierte Architekt Thomas Ruser. Erneuern ließ die Gemeinde zwei Straßenleuchten "Am Gräfenberg" und "Am Wiesenweg", nachdem sich Anwohner bereits beschwert hatten. Einen Aufsatzleuchten-Wechsel erhielt die Lampe in der Kapellenstraße. Der Preis für diese Aktion betrug rund 5170 Euro.

Der Verwaltungsgemeinschaftspartner Elfershausen bietet Fuchsstadt in Verbindung mit der Arbeiterwohlfahrt eine Ferienbetreuung für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren an. Die Betreuung findet in den beiden letzten Ferienwochen in der Johannes-Petri-Schule statt, wofür ein Kosten-Splitting zwischen Eltern und Gemeinden vorgesehen ist. Der Marktgemeinderat Elfershausen entscheidet in der nächsten Sitzung über eine Kostenbeteiligung, die die Fuchsstädter Räte abwarten wollen.

Stellvertretender Bürgermeister Manfred Öftring wies auf die Hausordnung des "Eulentreff" und des Jugendzentrums hin, die den Gemeinderäten schriftlich zugeht. Er empfahl zudem Beschilderungen als Hinweis zu den Behinderten-Parkplätzen in der Gräfenbrunner Straße und in der Oberen Dorfstraße, in der sich ebenfalls Parkplätze für das Mehrgenerationenhaus befinden.

Er schlug außerdem vor, eine ältere Straßenlampe in der schlecht beleuchteten Ecke an der Schweinfurter Straße zu platzieren.

Die Dächer der beiden, von den Musikern genutzten, Garagen auf dem Gelände sind undicht. Dazu schlug Öftring eine zeitnahe Reparatur vor. Parat hielt er auch einen Bepflanzungsplan für die Außenanlagen des Areals, den Fachberater Dieter Büttner erstellte. Demnach soll das Umfeld eine Zierkirsche an exponierter Stelle und mehrere Büsche als Begrünung erhalten.

Für den Bauausschuss ist eine Ortsbesichtigung am 9. März um 10 Uhr anberaumt.

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