Wartmannsroth
Gemeinderat

Pläne für den Platz

Für den Umbau des Rathausplatzes sollen angrenzende Gebäude abgerissen werden.
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Umstehende Altgebäude am Rathausplatz sollen im Rahmen der Dorferneuerung weichen.  Foto: Gerd Schaar
Umstehende Altgebäude am Rathausplatz sollen im Rahmen der Dorferneuerung weichen. Foto: Gerd Schaar

Die Neugestaltung des Rathausplatzes in Wartmannsroth samt des angrenzenden Spielplatzes nimmt jetzt konkrete Formen an. Angrenzende Gebäude wie die alte Schule und das längst verlassene Bauernhaus samt Nebengebäude sollen abgerissen werden. Planer Valtin Dietz (Büro Dietz und Partner) stellte seinen Entwurf mit allen Details vor.

Die Zuschauerplätze im Sitzungssaal des Rathauses waren ausgereizt. Waren doch am Donnerstag die Mitglieder der Teilnehmer-Gemeinschaft zur Dorferneuerung schon im Vorfeld der Gemeinderatssitzung zusammengekommen. Freilich wollten sie anschließend wissen, wie der Rat jetzt zu den Ausführungen steht. Die Räte befürworteten den Planentwurf mit 12:2 Stimmen. "Jetzt treten wir in die Planungsphase drei ein", bestätigte Michael Kuhn vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Konkrete Zahlen zu Fördergeldern wollte er jetzt noch nicht nennen.

Mehr als eine Million Euro

Was für einige Stirnfalten sorgte, das war der geschätzte Kostenrahmen von mehr als einer Million Euro. Dabei sei der Rathausplatz mit 662 500 und der Spielplatz mit 461 000 Euro kalkuliert, sagte Dietz. "So ein teurer Spielplatz?", fragten sich einige Räte nach dem Verhältnis von Nutzen und Kosten. Der benachbarte Spielplatz am Häg hätte sowieso bald erneuert werden müssen. Jetzt wandert er Richtung Rathausplatz. Außerdem soll der neue Spielplatz mit besonderem Gerät bestückt werden, stellte Dietz als Besonderheit hervor. Die Abrisskosten und die Kosten für die Geländeumgestaltung wären eh für diesen Bereich angefallen, machte Bürgermeister Jürgen Karle deutlich. Die Räte freuten sich anhand der Planungsausführungen von Dietz über das neue Lebensgefühl, das den Rathausplatz als Ort der Begegnung in Zukunft auszeichnen werde. Erhalten bleibe nicht nur der Treppenaufgang zur Kirche. Auch die Platane soll weiterhin als Anziehungspunkt dienen. Das Gelände mit einer maximalen Steigung von zehn Prozent soll für Kinderwagen und Rollstühle barrierearm gestaltet werden. Verbindungswege soll es zum Baugebiet Am Häg und zum Kindergarten St. Andreas geben. Geplant sei auch eine Unterstellmöglichkeit auf dem Rathausplatz mit festem Dach, so Dietz. Mit dem Baubeginn der Ortsdurchfahrt in Wartmannsroth sei 2021 zu rechnen, sagte Karle. Grünes Licht erhielt der Planentwurf für die Erweiterung des Baugebietes Am Häg. Besonderer Wert wurde auf die Anbindung zum Dorf und zur Bushaltestelle durch eine Erschließungsstraße gelegt.

Zustimmung gab es auch für den zweiten Bauabschnitt der Kanalsanierung in Völkersleier. Der Auftrag in Höhe von knapp 384 000 Euro ging an die Firma Geiger aus Mainaschaff. Mehrkosten in Höhe von etwa 16 000 Euro gibt es für die Dachsanierung des Schützenhauses in Völkersleier. Somit steigt die Gesamtsumme für den Auftrag an die Hammelburger Firma Rösser auf rund 48 000 Euro.

Als möglichen Standort für einen Mobilfunkmast gaben die Räte der Gegend rund um die Schutzhütte des Rhönklubs bei Völkerleier ihr Einverständnis. Er habe den Förderantrag schon gestellt, bestätigte Karle. Einig waren sich die Räte auch, dass Hans-Jürgen Bühner der Datenschutzbeauftragte im Landkreis Bad Kissingen sein soll.

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