Elfershausen
Verbandsversammlung

Pfosten für den Pausenhof?

Die Parksituation an der Johannes-Petri-Schule beschäftigte die Schulverbandsversammlung. V.
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Der Pausenhof der Johannes-Petri-Schule soll vor unberechtigt Parkenden gesichert werden. Über Lösungsvorschläge soll der Gemeinderat nochmals entscheiden.  Foto: Winfried Ehling
Der Pausenhof der Johannes-Petri-Schule soll vor unberechtigt Parkenden gesichert werden. Über Lösungsvorschläge soll der Gemeinderat nochmals entscheiden. Foto: Winfried Ehling

Der Pausenhof der Johannes-Petri-Schule soll möglichst von parkenden Fahrzeugen frei bleiben. Vorläufig mit absolutem Halteverbot und dem Schild "Feuerwehrzufahrt" versehen, wollen der Markt, die Mitglieder des Schulverbands und die Schulleitung eine Dauerlösung finden. Die Entscheidung liegt zwar beim Gemeinderat, selbstredend kam das Thema auch in der Sitzung der Schulverbandsversammlung zur Sprache.

Schulleiterin Brigitte Dehe empfahl die Einfahrten zum Pausenhof mit Pfosten zu versehen, doch so, dass ein Pkw noch passieren kann. Beißt sich hier die Katze in den Schwanz? Mitnichten. Denn die Schulturnhalle nutzen Sportler wie Tischtennisspieler oder Gymnastiktreibende, die oft mit einem Fahrzeug ankommen. Die Halle ist auch Veranstaltungsraum für Konzerte und andere größere Aktionen. Der Hausmeister muss ebenfalls passieren können.

Für vorstellbar hielten die Versammlungsmitglieder, die zwei unteren Buchten des Pausenhofs außerhalb der Schulzeiten für diesen Zweck nutzen zu können, aber nur für die Dauer des Aufenthalts. Die oberste, östliche Bucht soll nur der Schule, Rettungsfahrzeugen und der Feuerwehr vorbehalten bleiben. Dieser Bereich könnte mit Pfosten in Höhe des Holzschnitzelbehälters und am Wirtschaftsweg gesichert werden.

Doch die Entscheidung über eine probate Lösung obliegt dem Rat, der dieses Problem schon diskutierte. Das Bestreben aller Beteiligten ist es zu vermeiden, dass suchende Fahrzeuge von der Autobahn sich hier "einquartieren", wie das schon vorkam. Der Verkehrsgarten der Schule - in eine Sperrung einbezogen - erhält neue Straßenmarkierungen bei denen der Schulbeauftragte der Polizei, Hubert Koch, beratend mitwirkt.

Über den Gemeinderatsbeschluss, den Fluchttreppen-Turm am westlichen Gebäudeende zu begrünen, wird wohl nochmals zu reden sein. Die Räte befürworteten im vergangenen Jahr eine Verschönerung des Stahlkolosses durch eine eventuelle Kletterbepflanzung. Davor warnte Gemeinderat Oliver Lukaschewitsch, seines Zeichens Kreisbrandmeister. Überbordende Begrünung und welkes Laub an den Gittern - man denke an den Sommer vergangenen Jahres - könnten eine Gefahr darstellen.

Die Johannes-Petri-Schule will ihren Computerraum neu ausstatten. Verbandsausschussvorsitzender Karlheinz Kickuth legte dazu zwei Angebote einschlägiger Firmen vor. Gegen die preiswertere Offerte sprachen mögliche Service-Probleme. Das etwas teurere Angebot beinhaltet eine auf fünf Jahre erweiterte Garantiezeit, die jedoch nicht zwingend übernommen werden muss. Bei Verzicht gleicht sich die Differenz fast aus. Um einen Förderzuschuss zu erhalten, ist die Begrenzung der Maßnahme im Rahmen von knapp 20 000 Euro einzuhalten. Die Versammlung befürwortete einstimmig die Variante 2.

Die Stadt Hammelburg bot dem Schulverband eine Zusammenarbeit in der Jugendsozialarbeit der Schulen an. Trotz intensiver Bemühungen sehen sich die Schulen nicht mehr in der Lage, auf die vielfältigen Probleme, die Schüler in die Schule mitbringen, adäquat zu reagieren. Eine sozialpädagogische Fachkraft, an die sich Schüler wie Eltern wenden können, soll hier Abhilfe schaffen.

In der Grund- und der Mittelschule in Hammelburg bereits tätig, hat das Jugendamt dem Landkreis eine Aufstockung der Sozialarbeit um eine halbe Vollzeitstelle empfohlen, was den Schülern der Johannes-Petri-Schule zu Gute kommen könnte. Nach Information der Schulleiterin verfügt die Johannes-Petri-Schule zwar über eine Lehrerin, die diese Aufgabe in Langendorf wahrnimmt aber keine Sozialpädagogin ist. Im Hinblick auf die Kinder, die die Mittelschule der Stadt besuchen werden, hielt Dehe wie auch die beiden Verbandsvorsitzenden Kickuth und Peter Hart ein Kennenlernen mit der Jugendsozialarbeiterin im Vorfeld des Schulwechsels als Unterstützung für erstrebenswert.

Auf Vorschlag der Schulleiterin wird der Schulverband bis zum Ende des Schuljahres diese Möglichkeit mit zwei Wochenstunden wahrnehmen und die Kosten von ca. 1100 Euro übernehmen.

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