Fuchsstadt
Gemeinderat

Ortstermin im Baugebiet

Ein Graben im Neubaugebiet "Hinterm Turm III" erhält Rohre, darüber informierten sich die Gemeinderäte bei einer Ortseinsicht. Diskussionen gab es über den Standort einer Funkübertragungsstelle.
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Der Wassergraben Am Bendel wird verrohrt, die Zufahrten zu den Anwesen erhalten eine Pflasterung.  Fotos: Winfried Ehling
Der Wassergraben Am Bendel wird verrohrt, die Zufahrten zu den Anwesen erhalten eine Pflasterung. Fotos: Winfried Ehling
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Mit einer Ortseinsicht ging der Gemeinderat in die letzte Sitzung vor der Sommerpause. Diesmal nahmen die Räte die Verrohrung des bestehenden Grabens und dessen Oberflächen-Neugestaltung im Baugebiet "Hinterm Turm III" in Augenschein. In der Straße Am Bendel sollen der Ein- und Auslaufbereich des Grabens mit Rohren versehen werden.

An der Einmündung Am Bendel/Rosenstraße verhindert die Zufahrt zu einem Anwesen die Anbindung des Regenwasserkanals. Die asphaltierte Einfahrt soll nach der Verrohrung Pflaster erhalten. So will der Gemeinderat im weiteren Straßenverlauf verfahren. Wie Bautechniker Uwe Mützel darlegte, käme ein Park- und Grünstreifen in Frage.

Im oberen, nördlichen Bereich Am Bendel ist die bestehende Graben-Verrohrung für den Anschluss des Feldwegs zu erneuern. Hier will die Gemeinde bis zum Ende der Bebauung ebenfalls einen Park- und Grünstreifen herstellen. Der Regenwasserkanal müsste entsprechend verlängert werden. Die Mehrkosten für diese Maßnahmen belaufen sich nach Berechnung des Büros Auktor auf rund 30 000 Euro. Im Zuge des Projekts wird ein Strommast direkt an der Wohnbebauung versetzt. Das Ratsgremium stimmte dem Gesamtvorhaben gegen drei Stimmen zu.

Neues Feuerwehrauto nötig

Die Freiwillige Feuerwehr braucht in absehbarer Zeit ein neues Löschfahrzeug. Das bisherige LF8/6 ist bereits 27 Jahre im Dienst, der Zahn der Zeit nagte am Fahrzeug, und die Ausrüstung und Geräte entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Kommandant Peter Stöth favorisiert ein Löschfahrzeug vom Typ LF 10, dessen Kosten sich auf ca. 350 000 Euro belaufen. Dazu leistet der Freistaat einen Zuschuss von 70 000 Euro. Auch die Gemeinde richtete bereits vor längerer Zeit ein Spendenkonto für diesen Zweck ein, auf dem inzwischen eine ähnliche Summe aufgelaufen ist. Nach Auskunft des Herstellers ist mit einer Lieferzeit von eineinhalb bis zwei Jahren zu rechnen. Hinzu kommt die Ausschreibungszeit von etwa sechs Monaten. Somit wäre eine Lieferung bis Mitte 2022 möglich.

Schon im Juli Thema

Für eine hitzige Diskussion sorgte ein Antrag von Jürgen Wittmer zum Standort einer Funkübertragungsstelle. Diese möchte die Telekom am Hochbehälter errichten. Beim Ortstermin mit einem Fachberater, Bürgermeister Peter Hart, den Gemeinderäten sowie einigen Bürgern konnte sich Wittmer partout nicht für diesen Standort erwärmen, der schon im Juni im Rathaus diskutiert wurde. Als Alternative schlug er einen Platz "An der Trie" vor, nahe dem Waldfriedhof, von dem aus jedoch das Ortsgebiet "Gräfenberg" nicht zu erreichen sei, wie Fachberater Keller informierte. Dies bezweifelte Wittmer, was ihm die Bürgermeister-Rüge einbrachte. Er, Wittmer, interpretierte das Projekt nur aus eigener Sicht.

Der Antragsteller berief sich auf die Bundesemissionsschutz-Verordnung und die daraus datierende Verantwortung der Gemeinde für ihre Bürger. Brigitte Burtchen wies darauf hin, dass die Telekom durchaus auch auf einen privaten Grundstücksbesitzer zurückgreifen kann. Trotz Harts Ausführungen aus dem Gesundheitsministerium beharrte Wittmer auf seiner Ansicht "keinen Standort ohne die Gemeinde". Seinen Antrag nahm das Ratsgremium mit sechs zu fünf Stimmen an. Das Thema bleibt präsent.

Das Kundencenter des Bayernwerks plant eine Außenwandgestaltung an seinem Gebäude in Fuchsstadt und bat um Stellungnahme für drei Vorschläge. Der Rat entschied einstimmig für eine der sich ähnelnden Vorlagen. Bürgermeister Hart informierte das Gremium über das vorläufige Ergebnis der Ortsbegehung im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden...". Demnach erhielt Fuchsstadt die Bewertung von 91 von 100 möglichen Punkten und ist für den Bezirksentscheid vorgeschlagen. Das Lob des Rathausoberen galt den Dorfbürgern, die an den Stationen gute Arbeit leisteten und die Inspekteure mit Daten und Informationen versorgten.

Der Waldbegang ist auf Empfehlung des Försters auf 13. September um 14.30 Uhr angesetzt.

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