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Hammelburg
Bundeswehr

Offizieranwärter verabschiedet

464 Teilnehmer beendeten den Lehrgang erfolgreich, darunter waren auch Kadetten aus 18 Nationen. Der Lehrgang fand zum letzen Mal in Hammelburg statt, denn die Ausbildung findet künftig dezentral statt.
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Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Mathias Steiger (links), gratuliert dem Lehrgangsbesten, Gefreiter Tom Untiedt (rechts).  Fotos: Jan Volkmann
Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Mathias Steiger (links), gratuliert dem Lehrgangsbesten, Gefreiter Tom Untiedt (rechts). Fotos: Jan Volkmann
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Das Offizieranwärter-Bataillon 2 aus Hammelburg verabschiedete kürzlich zum letzten Mal knapp 500 Offizieranwärter. Das Bataillon steht aufgrund der veränderten Offizierausbildung im Heer vor tiefgreifenden Veränderungen. Ein Soldat beschritt einen besonderen Weg zur Reserve der Bundeswehr.

"Am 12.07.19, also vor 152 Tagen begrüßte ich Sie an genau dieser Stelle zum Offizieran-wärterlehrgang. Da lag der Lehrgang noch vor Ihnen. Jetzt haben Sie es geschafft und kön-nen selber bewerten, ob anfängliche Zweifel oder Bedenken berechtigt waren", wendete sich der Kommandeur des Offizieranwärter-Bataillons 2, Oberstleutnant Mathias Steiger, an seine nun ehemaligen Lehrgangsteilnehmer. Von anfangs 497 Offizieranwärtern beendeten 464 Teilnehmer den Lehrgang erfolgreich. Als Lehrgangsbester schnitt Gefreiter Tom Untiedt mit der Note 1,0 ab.

Ehrungen

Neben den deutschen Lehrgangsteilnehmern nahmen auch 50 Kadetten aus 18 Nationen und fünf Kontinenten an der Ausbildung teil. Sie stammen beispielsweise aus den Ländern Mali, Kolumbien, Irak, Georgien oder dem Kosovo. Die "Gesellschaft für Sicherheitspolitik" (GSP), Sektion Bad Kissingen, ehrte den Lehrgangsbesten Kadetten: Kadett Lkhagvasambuu Odongarav erhielt aus Händen von Oberstleutnant der Reserve Ulrich Feldmann einen Ehrenpreis. "Trotz fremder Sprache haben Sie diesen Lehrgang, der auch theoretische Prüfungen umfasst, mit einer Note von 1,5 abgeschlossen. Das ist beeindruckend", würdigte Feldmann die Leistung des Mongolen.

Bei der diesjährigen Spendensammlung für den "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V." erzielte das Bataillon ein beeindruckendes Ergebnis von 26 444,41 Euro. Bei der offiziellen Übergabe lobte der Bezirksgeschäftsführer Oliver Bauer: "Der Standort Hammelburg gehört zu den erfolgreichsten bei der Haus- und Straßensammlung der Kriegsgräberfürsorge". Die diesjährige Sammlung wurde von Oberstabsfeldwebel Georg Röding und Stabsfeldwebel Thomas Knüttel organisiert. Die Gefreiten Max Graf und Lukas Goseling erhielten als erfolgreichstes von 180 Sammlerteams eine Urkunde. Sie konnten rund 380 Euro an Spenden übergeben.

Eine besondere Geschichte schrieb Stabsunteroffizier Thorn Plöger: In der Region ist er als Geschäftsführer der Rhön GmbH bekannt. Er unterstützte das Bataillon tatkräftig bei der jährlichen Vereidigung in der Patenschaftsgemeinde Markt Bad Bocklet und dem Ball an-lässlich des Patenschaftsjubiläums.

Durch diese Zusammenarbeit knüpfte Plöger, der einst selbst bei der Bundeswehr war, wieder einen engeren Draht zum Militär und meldete sich nun nach längerer Abwesenheit als Feldwebelanwärter zurück in Uniform. Zusätzlich zu seinem Hauptjob als Geschäftsführer steht er nun der Bundeswehr als Reservedienstleistender zur Verfügung.

Die guten Beziehungen zwischen Bataillon und der Reserve unterstreicht auch die Auszeichnung von Major Christiane Coker. Sie erhielt als Chefin der dritten Kompanie von der Reservisten-Kreisgruppe Aschaffenburg eine Dankurkunde. Die Vertreter, Stabsfeldwebel Thomas Schinkmann und Hauptfeldwebel der Reserve Christian Ruppert, bedankten sich für die enge Zusammenarbeit zwischen der Reservisten-Kreisgruppe und der aktiven Kompanie. "Das Bataillon wird seinen Ausbildungsauftrag bis Mitte des Jahres 2020, mit der Durchfüh-rung des "Lehrgangs infanteristische Kompetenzerweiterung" wahrnehmen und bis zu 720 Lehrgangsteilnehmer ausbilden", erläuterte Kommandeur Steiger. Danach steht das Bataillon vor einer umfassenden Veränderung, welche aufgrund einer geänderten Ausbildung der Heeresoffiziere erfolgt.

Diese werden ab diesem Jahr nicht mehr zentral in den Offizieranwärter-Bataillonen in Hammelburg und Munster, sondern dezentral in den jeweiligen Verbänden der Truppengattungen des Heeres ausgebildet.

Jan Volkmann

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