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Obererthal
Reservisten

Obererthal: Kameradschaft hat keine Nachwuchssorgen

Auch auf die langjährige Mitglieder kann die Soldatenkameradschaft zählen. So konnten zwei Mitglieder für 40- und 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden.
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Vorsitzender Dieter Schärpf (von links) gratulierte Josef Vogt und Dieter Nöth zu deren langjährigen Mitgliedschaften. Glückwünsche kamen auch vom Kreisvorsitzenden Klaus Lutz.  Foto: Gerd Schaar
Vorsitzender Dieter Schärpf (von links) gratulierte Josef Vogt und Dieter Nöth zu deren langjährigen Mitgliedschaften. Glückwünsche kamen auch vom Kreisvorsitzenden Klaus Lutz. Foto: Gerd Schaar
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Mit Abschaffung der Wehrpflicht scheint auch der Zulauf an neuen Mitgliedern für die Krieger- und Soldatenkameradschaft ein Ende gefunden zu haben, so der allgemeine Trend. Nicht so bei den Reservisten in Obererthal. Denn dort gibt es eine Riege von etwa einem Dutzend Jugendlichen, die mit Begeisterung dabei sind.

Freilich, in den meisten Fällen sind es die Kinder oder Enkel von aktiven Mitgliedern. Mit dem Luftgewehr dürfen sie erst schießen, wenn sie zwölf Jahre alt sind. Als Zukunftsträger des Vereins wurden sie zur Generalversammlung im Gasthaus Brust mit besonders herzlichem Applaus begrüßt. Kreisvorsitzender Klaus Lutz zog seinen Hut vor dem Nachwuchs, der andernorts fehle. Doch wurde der dankbare Blick auch auf langjährige Mitgliedschaften gerichtet. Seit 50 Jahren ist Josef Vogt bei den Reserivsten. Auf 40 Jahre brachte es Dieter Nöth und auf zehn Jahre Karoline Friedl.

Ein hohes Maß an Geselligkeit zeichnet die Obererthaler Reservisten offenbar aus. Das war nicht nur den Bekundungen der ansässigen Vereine (zum Beispiel Feuerwehr, Musik, Kirchengemeinde, Sport und Bulldog-Freunde) zu entnehmen. Auch die Jahresrückschau des Vorsitzenden Dieter Schärpf ließ keine Zweifel aufkommen: "Wir hatten ein erfolgreiches Jahr 2019 und eine engagierte Jugend". Über die angestammten Pflichtaufgaben wie zum Beispiel Denkmal- und Gräberpflege, Fahnenabordnungen und Sammelaktionen hinaus habe es viele Termine zum Feiern gegeben. Zwischen runden Geburtstagen, Kameradschaftstreffen, Valentinusfeier, Feuerwehrjubiläum, Dorffest, Johannisfeuer, dem Ferienprogramm für die Kinder und der alljährlichen Christbaum-Party sei keine Langeweile aufgekommen.

Die besten Schützen der Vereine

Über das Vereinsschießen berichtete Schießwart Roland Mennig. Tanja Büchner holte sich bei der Damen-Wertung den Siegerpokal mit 61 Ringen ab. Auf dem zweiten Platzlandete Barbara Jopp (40 Ringe) und auf dem dritten Platz Franzi Schneider (34 Ringe). Sieger bei der Herren-Wertung war mit 74 Ringen Michael Schneider, gefolgt vom Zweiten Thorsten Büchner (71 Ringe) und vom Dritten Dieter Schärpf (66 Ringe). Beim Pokalschießen (Luftgewehr) aller Ortsvereine siegte die Mannschaft I von der Obererthaler Feuerwehr, vertreten durch Burkard Kippes, Michael Schneider und Sebastian Vogt. Auf Platz zwei landete die Mannschaft RWO3 mit Christoph Uschold, Maik Fella und Fabian Vogt. Den dritten Platz errangen die Jagd- und Naturfreunde mit Michael Neder, Hubert Sitzmann und Sebastian Vogt.

Über Reparaturarbeiten an der alten Schule, Entrümpelung des Dachgeschosses und über neue Gasöfen dort berichtete Reservistenbetreuer Dietmar Vogt. Mit seiner Meinung, dass sich die Bundeswehr in den vergangenen Jahren verändert habe, war Vogt nicht allein. Zweiter Bürgermeister Reimar Glückler hinterfragte mit Blick auf die weltweiten Krisenherde: "Wo soll unsere Bundeswehr unterwegs sein?". Ortssprecher Hans Schönau stellte fest: "Beachtliche 125 von rund 400 Einwohnern sind Mitglied bei den Reservisten Obererthal".

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