Aura an der Saale
Tourismus

Noch lange nicht alle Ziele erreicht

Bürgermeister Thomas Hack informierte über Erkenntnisse des Forums über "Frankens Saalestück", das in Obererthal stattfand. Beklagt wurde vor allem eine zu geringe Personal- und Mittelausstattung.
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"Frankens Saalestück" will die vielfältigen Freizeitangebote der Region vermarkten. Foto: Archiv/Arkadius Guzy
"Frankens Saalestück" will die vielfältigen Freizeitangebote der Region vermarkten. Foto: Archiv/Arkadius Guzy

Der Gemeinderat legt eine längere statt die übliche Sommerpause ein. Das Gremium wird nach Auskunft von Bürgermeister Thomas Hack erst Anfang Oktober wieder zusammentreten. Anzunehmen ist, dass keine Dringlichkeiten anstehen. Auch die vorläufig letzte Sitzung stand unter eher informellen Zeichen.

Hack übermittelte den Räten die Erkenntnisse des Forums über "Frankens Saalestück", das am 23. Juli in Obererthal stattfand und die Perspektiven für die gleichnamige Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG). Ein Beschluss wurde dabei nicht gefasst, er folgt erst später.

Durchwachsene Bilanz

Beim vor gut zehn Jahren aus der Taufe gehobenen Frankens Saalestück fokussierte der Bürgermeister in seinem Rückblick die damaligen Aufgaben und Ziele der Vereinigung. Die Bilanz ist jedoch bestenfalls durchwachsen. Zwar konnten Erfolge erreicht werden, doch an den Negativ-Ergebnissen - die einige der wichtigsten Ziele verfehlten - gilt es noch hart zu arbeiten. Mit einem Jahresetat von 47 000 Euro und einigen zusätzlichen Fördermitteln für Infrastrukturprojekte kann man halt auch keine großen Sprünge machen. Imagebroschüren, Werbeauftritte, Messen und Tagesangebote sind wichtig, verschlingen aber auch Geld.

Was schlecht läuft sind markante Punkte die eigentlich im Programm beinhaltet sind. Eine zu geringe Personal- und Mittelausstattung hat höchste Priorität. Die klare Zielsetzung und ein Profil fehlt dem Saalestück bis heute. Auch verfügt es nicht über effiziente Strukturen. Das Projekt lässt auch das Thema Gastronomie vermissen, wovon speziell Aura mit zwei geschlossenen Gaststätten "ein Lied singen kann". Die gesamte Wahrnehmung der TAG hält sich ebenfalls in Grenzen. Warum wird die TAG benötigt? Weil man sich mehr Wertschöpfung, mehr Tagesgäste und Übernachtungen und eine längere Verweildauer der Gäste erwartet. Frankens Saalestück soll dazu beitragen die Zukunft der Region als Lebensraum mit Investitionen in den Tourismus zu sichern. Danach muss sich die neue Strategie ausrichten.

Ob das "Sahnestückchen" der fränkischen Saale beim Vergleich mit dem Tegernsee-Tal, der Lübecker Bucht oder der Vulkaneifel mithalten kann ist wohl illusorisch. Doch bringt es eines auf den Punkt: Das gemeinsame, zielgerichtete Handeln liegt auch den prädestinierten Urlaubs- und Ferien-Regionen zu Grunde. Dies könnte Beispiel und Ansporn für Frankens Saalestück sein, was aber auch heißt "weg vom Kirchturmdenken". Eine Verbreiterung der finanziellen und personellen Basis ist für das erstrebte Ziel unabdinglich. Statt dem bisherigen Jahresetat von 47 000 Euro muss mehr als das Doppelte verfügbar sein bei Beibehaltung des bisherigen Finanzschlüssels, so die Branchenberater. Das wird den beigetretenen Städten und Gemeinden nicht schmecken, war aber nach der langen Anlaufphase von zehn Jahren zu erwarten. Beim Beschluss liegt der Ball also im kommunalen Feld.

Nur ein Tagesordnungspunkt, ein Bauantrag zum Abbruch eines alten Scheunen-Dachstuhls und Errichtung eines neuen Dachs mit geringerer Neigung, stand zum Beschluss und passierte einstimmig.

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