Elfershausen
Planungen

Neues Feuerwehrhaus gerät zum Zankapfel

Im "Trimberger Weg" in Elfershausen werden die ersten Häuser gebaut, nur der geplante Neubau des Feuerwehrhauses kommt nicht von der Stelle.
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Grünes Licht gab es für den Neubau einer Halle und eines Wohnhauses mit Garage in der Florianstraße am "Trimberger Weg". Der Entwurf für das neue Feuerwehrhaus, das ebenfalls in dem Baugebiet gebaut werden soll, wurde jedoch vom Gemeinderat abgelehnt.Bernd Kleinschmidt
Grünes Licht gab es für den Neubau einer Halle und eines Wohnhauses mit Garage in der Florianstraße am "Trimberger Weg". Der Entwurf für das neue Feuerwehrhaus, das ebenfalls in dem Baugebiet gebaut werden soll, wurde jedoch vom Gemeinderat abgelehnt.Bernd Kleinschmidt

Der geplante Neubau des Feuerwehrhauses am "Trimberger Weg" in Elfershausen gerät immer mehr zum Zankapfel und kommt nicht von der Stelle. Obwohl im Vorfeld ein eigens gegründeter Arbeitskreis seit über einem Jahr an dem Projekt feilt, der Gemeinderat berät und mehrere Planungsvorschläge eingeholt hat, fiel auch in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates keine Entscheidung.

Das Grundkonzept, ein zweigeschossiges Gebäude am östlichen Rand des Baugebiets "Trimberger Weg", erschien dem Ratsgremium zu teuer. Man wolle "keine Luxusausführung erstellen", hieß es. Planer Alexander Albert machte sich erneut an die Arbeit und legte eine abgespeckte Version für ein eingeschossiges Bauwerk vor. Auch hier sahen die Räte "noch Luft im finanziellen Bereich" oder aber monierten Details. Inzwischen ist Albert beim nächsten Vorschlag, einem optimierten Mustergrundriss, angelangt, der zwar die Kosten senkt, aber dem Rat dennoch nicht gefiel.

Unkenntnis über die Förderhöhe, die Verlegung des Küchentrakts oder die Frage von Vize-Bürgermeister Jürgen Englert (SPD-FWG) über die Nachteile des eingeschossigen gegenüber dem zweigeschossigen Gebäude löcherten nach und nach den eigentlich vorgesehenen Beschluss. Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) betrachtete mögliche Kosteneinsparungen als seine "primäre Aufgabe".

Mit heißer Nadel gestrickt

Albert stellte klar, dass massive Kosteneinsparungen letztlich nur durch massive Flächenreduzierung zu erreichen sind. Vor zu vielen Kürzungen warnte Rainer Kuhn (SPD-FWG). "Wenn wir überall nur einsparen könnte es sein, dass die Gemeinde ein neues Feuerwehrhaus besitzt aber keine Freiwillige Feuerwehr mehr", befürchtete er. Die ebenerdige Variante ist nach Worten des Planers "ohnehin mit heißer Nadel gestrickt".

Entwurf abgelehnt

Volker Partsch (Neue Liste) warf die Frage auf, warum andere Feuerwehrhäuser, zum Beispiel in Himmelstadt, entschieden preiswerter sind als die vorgelegte Kostenplanung in Elfershausen. Dazu wies der Architekt auf Summen hin, die durch Auslassung geschönt sein können. Ein Vergleich sei zudem nicht immer möglich. Kickuth selbst schlug deshalb vor ein oder zwei neu gebaute Gerätehäuser zu besichtigen. Ein Termin dafür wird anberaumt. Die aktuelle Entwurfsplanung lehnte der Rat mehrheitlich ab.

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt will der Markt ein Notstrom-Aggregat zur autarken Versorgung in Katastrophenfällen beschaffen. Dazu berichtete Englert über ein Gespräch mit dem Kreisbrandrat. Eventuell können beim Kauf mehrere Wehren beteiligt und der Preis damit gesenkt werden. Der Empfehlung von Alfons Hausmann (CSU), mit der Beschaffung zu warten bis eine entsprechende Gebäude-Infrastruktur hergestellt ist, schloss sich das Gremium einmütig an. Ähnlich wollen die Räte mit dem Kauf eines Satzes für Technische Hilfe-Leistungen (THL) verfahren. Auch hier stellte der Gemeinderat die Entscheidung bis zu einem Gespräch mit dem Kreisbrandrat zurück.

Kostenzuschuss für Vereine

Kämmerer Andreas Mützel stellte die erarbeitete Regelung zur künftigen Bezuschussung der Vereine und die Beteiligung an Ausgaben von Kindergärten und Kirchen vor, die ohne Einwände passierte. Den Antrag des FC Elfershausen auf Kostenzuschuss für eine CO2-Warnanlage des Kühlraums im Sportheim und in der Schwedenberghalle und der Antrag auf Beteiligung an der Instandsetzung der Toilettenanlagen im Sportheim und der Halle, genehmigte das Gremium mit Mehrheit.

Ebenso verfuhren die Räte mit dem Zuschussantrag des SV Langendorf für eine Reparatur an der Flutlichtanlage. Die Anlage fällt durch zu geringen Isolationswiderstand immer wieder aus. Mit 1800 Euro kann die Katholische Kirchenstiftung Langendorf für die Kirchenreinigung im letzten Jahr rechnen. Die Kirchenstiftung Machtilshausen erhält für Stromkosten der Jahre 2015 bis 2017 eine Kostenbeteiligung von 4390 Euro.

Ferienbetreuung steht

Die Ferienbetreuung für Schulkinder ist in trockenen Tüchern, ein Vertrag mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) steht vor dem Abschluss. Eltern erhalten ein Infoblatt, die Anmeldung über die AWO läuft bis Ende Juni. Die Betreuung soll auch den Kindern der Grundschule Fuchsstadt möglich sein. Allerdings sind mindestens zehn Kinder erforderlich. Einen festen Betrag legt die Arbeiterwohlfahrt fest, der Markt will sich mit 100 Euro pro Woche und Kind beteiligen, beschloss der Rat. Das Paket wird mit Fuchsstadt noch besprochen.

Grünes Licht gab es für den Neubau einer Halle und eines Wohnhauses mit Garage in der Florianstraße am "Trimberger Weg". Die notwendigen Befreiungen sprach der Marktgemeinderat aus. Der Errichtung eines Wohnhauses mit Garage und Carport in der Julius-Echter-Straße sowie dem Abriss eines kleines Nebengebäudes in der Domstraße steht ebenfalls nichts im Wege.

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