Fuchsstadt
Gemeinderat

Neue Umleitungsstrecke

Einen Kompromiss gab es im Ringen um eine Entlastung Fuchsstadts als Umleitungsstrecke für die A7. Richtung Süden bleibt die bisherige Umleitung durch den Ort allerdings bestehen.
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Die Staatsstraße 42 wird neue Umleitungsstrecke in Richtung Norden für die Autobahn A 7. In südlicher Richtung führt die Umleitung weiterhin durch Fuchsstadt.  Foto: Winfried Ehling
Die Staatsstraße 42 wird neue Umleitungsstrecke in Richtung Norden für die Autobahn A 7. In südlicher Richtung führt die Umleitung weiterhin durch Fuchsstadt. Foto: Winfried Ehling
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Der Freiwilligen Feuerwehr kommt in rund zwei Jahren eine besondere Aufgabe zu. Sie wird mit einem Hochwasserschutz-Fahrzeug ausgerüstet und soll dafür Aktive zur speziellen Ausbildung und Einweisung entsenden. Die Kosten und den Unterhalt für das Fahrzeug - eines von zweien in Bayern - übernehmen der Kreis und das Land. Das Thema erörterte Bürgermeister Peter Hart mit Führungskräften der Feuerwehr bei einer Tagung im Erholungsheim in Bayerisch Gmain.

Hart führte dort ein Gespräch über ein neues Fahrzeug für die örtliche Wehr und eine Bestückung für Technische Hilfeleistungen (THL). Diese Ausrüstung, die keine Förderung erhält, besitzt die Wehr in Hammelburg, für die Feuerwehr Elfershausen ist sie vorgesehen. Die Ausstattung hielt Kreisbrandrat Benno Metz für ausreichend auch bei Autobahnunfällen, die Fuchsstadt erspart bleiben. Für das Hochwasserschutz-Fahrzeug in der Gemeinde spricht auch, dass Fuchsstadt kaum vom Hochwasser betroffen ist, so Hart, der die Zustimmung des Rats erhielt.

Einen Kompromiss erzielte die Gemeinde beim jahrelangen Ringen um eine Entlastung des Orts als Umleitungsstrecke für die Autobahn A 7. Die Regierung von Unterfranken schlug vor den Verkehr in Fahrtrichtung Norden über die Staatsstraße 42 - sie führt von der Abfahrt Niederwerrn zur Autobahnanschlussstelle Langendorf - zu leiten. Behinderungen durch das Schotterwerk sind nicht zu befürchten. In Richtung Süden bleibt die bisherige Umleitung durch Fuchsstadt bestehen. Dem stimmten die Räte zu.

Ehrenurkunde

Eine Ehrung für eine Fuchsstädterin fand ohne die Hauptperson statt, die ein Jahr in Australien weilt. Anna Pfülb, Tochter des 3. Bürgermeisters, Hans-Jürgen Pfülb, errang den Titel der Kammer- und Landessiegerin als Orthopädie-Schuhmeisterin. Ihren Beruf erlernte sie in einem Schweinfurter Fachbetrieb. "Die Gemeinde ist stolz auf solche Erfolge junger Fuchsstädter", betonte Hart mit der Übergabe der Ehrenurkunde und eines Präsents an den Vater.

Susanne Siebenlist erläuterte die eingegangenen Stellungnahmen zur Änderung des Flächennutzungsplans und zum Bebauungsplan für den "Waldfriedhof Fuchsstadt". Grundsätzliche Einwände der Träger öffentlicher Belange lagen gegen beide Maßnahmen nicht vor, lediglich Hinweise, meist redaktioneller Art.

Die Forstbehörde wies auf einige fachliche Aspekte hin, die teils aktuell noch nicht umsetzbar sind, zum Beispiel die Pflanzung anderer Baumarten auf den Ersatzflächen. Die vom Wartmannsrother Büro Land und Plan ausgearbeiteten Änderungen und der Bebauungsplan werden ergänzt. Das Ratsgremium stellte sie fest und beschloss sie einstimmig als Satzung.

Im Rahmen der Eigenüberwachungs-Verordnung von Wasserleitungs- und Abwasseranlagen legten der Abwasserzweckverband (AZV) und die Verwaltung für das laufende und nächste Jahr eine Strecke von 870 Metern für eine TV-Untersuchung fest. Betroffen sind die Schweinfurter- und die Gräfenbrunner Straße. Die Kosten für die Kamera-Befahrung schätzte der AZV auf rund 18 500 Euro. Auf Empfehlung des Verbands sollen auch die Hausanschlussleitungen einbezogen werden, was die Maßnahme verteuert.

Der Umlagebescheid des AZV Thulba-Saale beläuft sich für das aktuelle Haushaltsjahr auf 70 500 Euro Betriebsumlage. Die Schuldendienst-Umlage schlägt mit knapp 10 000 Euro zu Buche. Der Auszahlung gab das Ratsgremium grünes Licht. Gegen die Bestellung eines zentralen Datenschutzbeauftragten, den beim Landratsamt ansässigen Hans-Jürgen Bühner, gab es keine Einwände.

Auf fehlende Rettungspläne in der Schule - und auch im Kindergarten - wies Dirk Volz hin. Nach Auskunft des Bürgermeisters lagen diese bereits vor, wurden aber von der Feuerwehr nicht angenommen. Matthias Stöth empfahl ein Hinweisschild in der Industriestraße, der Zufahrt zu seinem Betrieb, in dem keine Wendemöglichkeit für größere Fahrzeuge besteht.

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