Hammelburg
Naherholung

Naturgenuss auf der Museumsinsel

Der Saaleabschnitt an der Herrenmühle ist besonders idyllisch. Besucher der Museumsinsel können Natur und Wasser bald noch besser genießen.
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Der Abschnitt an der Saaleinsel ist besonders idyllisch. Foto: Arkadius Guzy
Der Abschnitt an der Saaleinsel ist besonders idyllisch. Foto: Arkadius Guzy
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Wer bei sommerlicher Hitze ein kühles Plätzchen abseits des städtischen Treibens sucht, der ist auf der Museumsinsel richtig. Die Naturidylle am Lauf der Saale ist immer noch so etwas wie ein
Geheimtipp. Doch bald könnten mehr Leute die Schönheit des Flussabschnitts für sich entdecken.

Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Bad Kissingen will das Wasser zugänglicher machen. Die ersten Arbeiten sind bereits zu sehen: Am Saaleufer am südlichen Zugang zur Insel sind große Steinquader gesetzt, damit eine Terrassierung entsteht. Den Platz dort an der Weide nutzen schon jetzt hin und wieder Menschen, um zu entspannen oder in den Fluss zu steigen. Das soll bequemer werden.

Die Arbeiten sind noch nicht fertig, nur im Augenblick unterbrochen, wie Birgit Imhof vom WWA Bad Kissingen auf Nachfrage erklärt. Mit der Profilierung des Geländes soll der Zugang zur Saale erleichtert werden, sagt die Abteilungsleiterin. Ein besonderes Augenmerk richtet das WWA auf den Mühlgraben, der von der Saale abzweigt. Er ist mittlerweile sehr verschlammt. Laut Imhof fanden die letzten Unterhaltsarbeiten in den 1990er Jahren statt.

Die Sedimente verringern den Wasserfluss. "Bei Hochwasser steht das Mühlrad, weil das Wasser sich zurückstaut, und bei Niedrigwasser steht das Rad auch", sagt Christiane Schmid. Für die Vorsitzende des Förderkreises Stadtmuseum und Denkmalpflege wäre es schön, wenn sich das Mühlrad besser drehen könnte. Sie erklärt: "Es wäre auch besser für die Holzkonstruktion, wenn sie nicht immer austrocknet."

Ein hoher Schlammspiegel führt außerdem dazu, dass sich das Wasser stärker erwärmt, führt Imhof die ökologischen Folgen an. Daher soll der Mühlkanal entschlammt werden. Im August soll es losgehen - zunächst im Lauf unterhalb des Mühlrads. Dort verbreitert sich der Mühlgraben und mündet unterhalb des Stegs wieder in die Saale. Die Wasserfläche, die er auf diese Weise bildet, soll ebenfalls mittels Abstufungen der Böschung zugänglich werden. In dem Bereich wurde im Februar bereits der Gehölzbewuchs ausgedünnt.

Im kommenden Jahr wird dann der obere Zufluss zum Mühlgraben entschlammt. Der Kanal setzte sich bei Hochwasser nach und nach zu. Denn die Saale weist bei Hochwasser einen starken Anteil an Schwebstoffen auf, erklärt Imhof.

Der Mühlgraben fällt wie auch die Saale in die Zuständigkeit des WWA, die Museumsinsel selbst gehört dem Förderkreis Stadtmuseum und Denkmalpflege. Daher gab es zunächst Absprachen zwischen dem Verein und der Behörde.

Der Förderkreis Stadtmuseum und Denkmalpflege will die Saaleinsel für Einheimische und Touristen attraktiver machen. Dadurch verspricht sich der Verein auch mehr Aufmerksamkeit und mehr Gäste für das an der Insel gelegene Stadtmuseum Herrenmühle. Die Erschließung der Wasserläufe ist eine Hauptidee, wie mehr Besucher auf die beschauliche Insel gelockt werden könnten.

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