Fuchsstadt
Gemeinderat

Naturfriedhof am Kohlenberg

Auch der Standort an der Lauerbach-Kapelle war im Gespräch, nun aber fiel die Entscheidung für die Kohlenberg-Kapelle.
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Die Standortentscheidung zur Anlegung eines Naturfriedhofs in Fuchsstadt fiel zugunsten der Kohlenberg-Kapelle, die näher am Ort liegt als das Lauerbach-Gelände.  Foto: Winfried Ehling
Die Standortentscheidung zur Anlegung eines Naturfriedhofs in Fuchsstadt fiel zugunsten der Kohlenberg-Kapelle, die näher am Ort liegt als das Lauerbach-Gelände. Foto: Winfried Ehling
Die Gemeinde beschloss in der ersten Sitzung des neuen Jahres einen Naturfriedhof anzulegen. Vor längerer Zeit diskutiert, gaben Martin Keller und die Anfragen mehrerer Ortsbürger den Ausschlag, das Thema erneut zu diskutieren, nachdem eine Vorplanung bereits aufliegt, und der Rat zwei Standorte in Erwägung zieht.
Denn über die Standortfrage - ob an der Kohlenberg- oder Lauerbach-Kapelle - konnte sich der Rat seinerzeit nicht entscheiden. Bürgermeister Peter Hart befürwortete das Umfeld der Kohlenberg-Kapelle, für das sich auch Architekt Knidlberger und der Bestatter ausgesprochen hatten. Nach Brigitte Burtchens Meinung gab "es genug Zeit, über das Projekt nachzudenken". Sie wusste auch von Anfragen über Ruheplätze in einem Waldfriedhof.


Weg muss saniert werden

Vize-Bürgermeister Manfred Öftring sah dagegen in der Lauerbach-Kapelle die bessere Lösung. "Sollte der Windpark kommen, wird die Straße dorthin hergestellt", argumentierte er mit Blick auf hohe Kosten bei der Wegesanierung der Kohlenbergkapelle. Der Ratsbeschluss fiel jedoch mehrheitlich für den Standort Kohlenberg, wie auch die Aufhebung des bestehenden Beschlusses. Der Gemeinderat will Landschaftsarchitekt Knidlberger im März einladen und eine Schlussplanung erstellen lassen.
Ein Bauantrag mit Geländeveränderungen nahm breiten Raum in den Beratungen ein. Der Antragsteller möchte im Baugebiet "Hinterm Turm" zudem eine Einfriedungsmauer, einen Zaun, eine weitere Mauer zur Geländesicherung, dazu Gebäude wie ein Garten- und ein Gerätehaus, vor allem aber einen Pferde-Bewegungsplatz errichten, mit dem ein Nachbar nicht einverstanden ist. Der Freilaufplatz für die Tiere bedarf einer emissionsschutzrechtlichen Genehmigung, die in der Kompetenz des Landratsamts liegt, erinnerte Hart, der sich für die Genehmigung im Rat aussprach, die gegen zwei Stimmen passierte.
Keine Einwände gab es gegen einen Wohnhausneubau an der Oberen Dorfstraße. Auch der Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses im Gewerbegebiet "Neumühle" steht nichts im Wege. Einmütig stimmte der Rat für die Auszahlung der Kosten der Verwaltungsgemeinschaftsumlage (VG) und der Schulverbandsumlage 2018. An der VG-Kostenumlage sind die 1853 Einwohner Fuchsstadts mit einer Summe von rund 268 000 Euro beteiligt. Die Erhöhung von rund 15 000 Euro gegenüber dem Vorjahr sind den steigenden Personalkosten geschuldet.
Bei der Investitionskostenumlage muss die Gemeinde ca. 23 600 Euro übernehmen. Bei der Schulverbandsumlage errechnet sich für 96 Schüler aus Fuchsstadt ein Betrag von etwa 108 000 Euro. Für die Dachsanierung des Heimatmuseums liegt eine Förderzusage des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) in Höhe von 30 000 Euro vor, informierte der Bürgermeister. Das entspricht etwa 50 Prozent der Gesamtkosten. Eine weitere erfreuliche Nachricht erbrachte der Holzstrich, bei dem 63 Ster Holz zum Preis von 3523 Euro versteigert wurden. Gemeinderätin Burtchen regte an, das finanzielle Ergebnis des Heimatfest bekanntzugeben. Mit der Bemerkung "wir haben nichts draufgelegt", will Hart die Bilanz in der Bürgerversammlung auflegen.
Auf Anfrage von Jürgen Wittmer wegen möglicher Schäden durch Starkregen stellte der Rathausobere fest, dass die Kanäle im Baugebiet "Hinterm Turm" für ein 100-jähriges Hochwasser ausgelegt sind. Probleme könnte es jedoch beim "Wiesenbach" geben, der alle Bäche im Dorf sammelt. Das Bachbett wäre auszubaggern, was aber der Rücksprache mit den Behörden bedarf. Auch in der Blumenstraße könnten Überflutungen auftreten. Hier ist ein Rückhaltebecken geplant. Dazu will die Gemeinde Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt aufnehmen.


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