Oberthulba
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Nachwuchsarbeit im Blick

Mit einer Bläserklasse und einem Jugendblasorchester will der Musikverein Oberthulba junge Musiker zum gemeinsamen Spielen motivieren.
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Dirigent Constantin Freiberg mit einem Teil der Bläserklasse bei der Probe.  Foto: Birgit Will
Dirigent Constantin Freiberg mit einem Teil der Bläserklasse bei der Probe. Foto: Birgit Will
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Traditionsbewusst aber auch innovativ präsentierte sich der Musikverein Oberthulba e.V. auf seiner jüngsten Generalversammlung. Mit einem neuen Vorstand starten die Musikanten ins kommende Vereinsjahr. Ihr Augenmerk liegt aktuell besonders auf der Nachwuchsarbeit.

Die Neuwahlen verliefen reibungslos. Das bewährte Dreiergespann der Vorsitzenden um Katrin Schießer, Katharina Schlereth und Herbert Wehner wurde einstimmig wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Schriftführer Michael Herrlein. Er folgt Ulrike Halbig. Stellvertretender Schriftführer bleibt Christoph Krampert. Die Kassengeschäfte des Vereins übernimmt ab sofort Johannes Höchemer von der scheidenden Kassiererin Sara Schönhard. Nico Manger wurde als Stellvertretender Kassierer bestätigt.

Den Elternbeirat bilden nunmehr Florian Haas, Diana Söder, Heiko Väth und Anna Vorndran. Andreas Manger ist weiterhin Seniorenbeauftragter. Reiner Herold und Stefan Söder fungieren als Kassenprüfer.

Dreizehn Kinder machen mit

Mit einer im November vergangenen Jahres gestarteten Bläserklasse erhofft sich der Verein, Nachwuchs für sein Blasorchester gewinnen zu können. Dabei ist das Konzept des gemeinschaftlichen Erlernens von Blasinstrumenten kein "Neuland" für die Oberthulbaer Musikanten. Bereits in 2009 war die erste Bläserklasse gestartet und erfolgreich beendet worden: Die jungen Musikanten wurden nach ihrer Ausbildung reibungslos ins große Orchester integriert. "Es war wieder mal an der Zeit, in der Nachwuchsarbeit aktiv zu werden", sagte die Vorsitzende Katharina Schlereth. Aktuell absolvieren dreizehn Kinder im Grundschulalter die zweijährige Bläserklassenausbildung. Das Nachwuchsorchester aus Holz- und Blechbläsern sowie einem Schlagzeug steht unter der Leitung von Dirigent Constantin Freiberg. Geprobt wird montags in Hassenbach. Stolz zeigt Emil sein Bariton. "Darauf hat mein Papa schon gespielt", berichtet der Siebenjährige. "Es ist großartig zu beobachten, wie wir von Woche zu Woche Fortschritte machen", erzählt Dirigent Freiberg begeistert. Im Frühjahr, spätestens im Sommer ist ein erster Auftritt geplant. Es sei doch toll für "die kids", zeigen zu können, was sie gelernt haben.

Ferner wurde im vergangenen Jahr ein Jugendorchester gegründet. Der Verein bietet damit allen Jungmusikern, die schon ein paar Jahre Musikunterricht genossen haben, eine Plattform zum gemeinsamen Musizieren. Die wöchentlichen Proben leitet dienstags Isabel Knüttel. "Beide Konzepte sind marktübergreifend", versichert die Vorsitzende Katrin Schießer. Kinder und Jugendliche aus allen Oberthulbaer Ortsteilen seien dazu eingeladen.

Sämtliche Proben finden in der Alten Schule in Hassenbach statt. Im Jahr 2013 haben sich die Mitglieder mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Oberthulba dort einen eigenen Proberaum geschaffen. Noch einmal heißt es "Ärmel hochkrempeln", wenn im April der Hof gepflastert werden soll.

Viele Termine stehen an

Aber auch musikalisch steht heuer wieder einiges an. Neben der Mitgestaltung der üblichen Prozessionen und Andachten freuen sich die Musikanten besonders auf die Maibaumaufstellung, die erstmals wieder am neu gestalteten Marktplatz stattfinden wird. Dritter Bürgermeister Mario Götz stellte eine Feierstunde an diesem Tag mit offizieller Marktplatzübergabe in Aussicht. Im Mai stehen die Kreuzbergwallfahrt und der Feldgeschworenentag in Oberthulba auf dem Programm. Das im vergangenen Februar abgesagte Probenwochenende auf Burg Rothenfels soll nun Ende Oktober stattfinden. Das Weihnachtskonzert im Dezember ist ebenfalls wieder fest eingeplant.

Feiern die Oberthulbaer dieses Jahr wieder an zwei Tagen ihr traditionelles Brunnenfest und gibt es gar eine Neuauflage des beliebten "Eckefestes"? "Der neue Vorstand wird zügig darüber entscheiden", versicherte Vorsitzende Katrin Schießer.

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