Hammelburg
Konzert

Musik und Gedanken zum Fest

Die Stadtkapelle trat in der Stadtpfarrkirche St. Johannes auf. Der neue Dirigent war allerdings wetterbedingt verhindert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit einer Mischung aus klassischen Werken und adventlichen Weisen wusste die Stadtkapelle zu gefallen.  Fotos: Winfried Ehling
Mit einer Mischung aus klassischen Werken und adventlichen Weisen wusste die Stadtkapelle zu gefallen. Fotos: Winfried Ehling
+3 Bilder

Die Stadtpfarrkirche St. Johannes gab dem Weihnachtskonzert der Stadtkapelle traditionell ihren passenden Rahmen. Die Veranstaltung sollte die Premiere für den neuen Dirigenten Matthias Zippel sein, der beim ersten weihnachtlichen Konzert jedoch passen musste. In Nürnberg wohnhaft, hinderte ihn ein Eisregen am Kommen.

Die Musiker sind gottlob flexibel und schickten die rund 150 Zuhörer nicht nach Hause. Jürgen Kunkel, die "Dirigenten-Feuerwehr" des Orchesters, übernahm die Stabführung und brachte mit den Musici die Darbietung bravourös zu Gehör. Das Programm erwies sich als gute Mischung aus klassischen und volkstümlichen Werken, Letztere vorzugsweise von dem oberschwäbischen Komponisten und Musikverleger Siegfried Rundel arrangiert.

Weihnachtsgeschichte

Georg Friedrich Händels bombastischer "Wassermusik" ließ das Ensemble das nicht weniger volltönende "Jesus bleibet meine Freude" folgen, um dann mit "Alle Jahre wieder" auf die weihnachtliche Vorfreude einzuschwenken. Reinhard Kühnl moderierte zwischen den Stücken die Weihnachtsgeschichte von Bethlehem.

Zur Herbergssuche der Hl. Familie ertönte Wolfgang Amadeus Mozarts beschwingte "Kleine Nachtmusik", was wohl nicht ganz die Probleme der Suchenden symbolisierte. Dennoch, Maria und Josef hätte es sicher gefallen und ihr Vorhaben positiv beeinflusst.

Die drei nächsten Vorträge konzentrierten sich auf das weihnachtliche Geschehen mit Rundels Arrangements von "Es wird scho glei dumpa" und "Zu Bethlehem geboren" sowie dem Stück "Maria durch den Dornwald ging" von Thiemo Kraas. Karel Svobodas "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" bedeutete bereits das Ende der Aufführung, denn zwei von Zippel einstudierte Werke wollte Kunkel nicht dirigieren.

Der Vorsitzende der Stadtkapelle, Christoph Emmerth, dankte im Anschluss den beiden Gastmusikern, Saxophonist Peter Claßen und Tubist Thomas Schmitt sowie Moderator Reinhard Kühnl, Dirigent Jürgen Kunkel und dessen Gattin Martina mit Nachwuchs Mathilda, die vor kurzem das Licht der Welt erblickte, mit kleinen Geschenken. Auch dem Hausherrn, Pfarrer Thomas Eschenbacher, galt ein Wort des Dankes. Der verlas einige Adventsgedanken, die er in Bezug zur modernen Welt stellte. Das Konzert war nach seinen Worten "der richtige Abschluss eines langen Tages". Bürgermeister Armin Warmuth lobte das Orchester für seine Präsenz bei öffentlich-gesellschaftlichen und kirchlichen Anlässen über das ganze Jahr. Er sah die musikalische Präsentation als passende Vorbereitung auf das Fest.

Weitere Termine

Schon vorher mit anhaltendem Applaus bedacht, verabschiedeten sich die Musiker mit einigen Zugaben aus ihrem Repertoire, darunter die "Europa-Hymne" , was in Standing Ovations des Auditoriums mündete.

Die nächsten Termine der Stadtkapelle sind das Frühjahrskonzert am Sonntag, 31. März, um 17 Uhr in der Bayerischen Musikakademie. Das Gartenfest der Musiker findet vom 6. bis zum 8. Juli am Musikerheim statt. Weitere Auftritte sind geplant.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren