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Fuchsstadt
Investition

Mitten in Fuchsstadt Platz für Wohnungen und Praxen

Das Unternehmerpaar Inge Färber und Horst Dittmann plant ein Mehrgenerationenhaus mitten in Fuchsstadt. Bürgermeister Peter Hart befürwortet das Projekt, Eckdaten sollen demnächst dem Gemeinderat vorgestellt werden.
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Bürgermeister Peter Hart (von links) schaut sich zusammen mit dem Unternehmerpaar Inge Färber und Horst Dittmann die Fläche an, auf der das Mehrgenerationenhaus mit Praxen und Begegnungsraum entstehen soll. Foto: Ralf Ruppert
Bürgermeister Peter Hart (von links) schaut sich zusammen mit dem Unternehmerpaar Inge Färber und Horst Dittmann die Fläche an, auf der das Mehrgenerationenhaus mit Praxen und Begegnungsraum entstehen soll. Foto: Ralf Ruppert
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Horst Dittmann rennt mit seiner Idee eine offene Tür beim Fuchsstädter Bürgermeister Peter Hart ein: "Genau das wird gebraucht", kommentiert Hart die Idee eines Mehrgenerationenhauses. Den Standort dafür sieht der Bürgermeister sogar vom Rathaus aus: An der Ecke Industrie-/Schweinfurter Straße liegt das Grundstück, auf dem Wohnungen, Praxen und Flächen für Begegnungen entstehen sollen. Bürgermeister Peter Hart war bereits beim Kauf der Flächen eingebunden.

"Seitdem der Mehrgenerationentreff gebaut ist, gibt es die Idee, noch mehr zu machen", berichtet Hart. Trotzdem müssten beim Projekt des Unternehmerpaares Inge Färber und Horst Dittmann noch etliche Details geklärt werden: von der Möglichkeit der Grenzbebauung bis zu den Höhen. Eigentlich sollte die Bauvoranfrage am Dienstag, 24. März, im Fuchsstädter Gemeinderat behandelt werden, der Termin wurde wegen des Corona-Virus und der Stichwahlen allerdings abgesagt. Vermutlich im April geht es um bautechnische Daten, wie Kubatur, Position oder Abstandsflächen. "Die Feinausarbeitung erfolgt dann erst im Nachgang", berichtet Dittmann. Selbst eine Tiefgarage sei denkbar, aber auch das müsse geprüft werden.

In der "Findungsphase"

Noch sei das Konzept in der "Findungsphase", sagt Dittmann zur Nutzung: Sein vorläufiger Arbeitstitel lautet "Mehrgenerationenhaus mit Sozial-Gemeinschaftsräumen und Gemeinschaftsgarten". Bei der zentralen Lage würden sich auch eine Arztpraxis und/oder ein Sozialdienst anbieten. Allerdings stehen die Verhandlungen mit möglichen Partnern noch aus.

"Der Grundgedanke ist, hier Jung und alt zu vereinen, die in einer Synergie leben und voneinander profitieren", fasst Dittmann seine Idee zusammen. Die Investitionssumme schätzt der Unternehmer, der das ehemalige Halbritter-Gelände übernommen hat, auf rund zwei Millionen Euro. Elf zum Teil barrierefreie Wohnungen in verschiedenen Größen sollen in der Anlage entstehen.

Als Mieter hofft Dittmann auf rüstige Senioren, denen das eigene Haus zu groß wird, die jedoch in Fuchsstadt bleiben wollen, auf Familien und Singles. "Miteinander und nicht nebeneinander wohnen", umschreibt Dittmann das Lebensmodell. "Die Idee muss noch reifen", fasst der Unternehmer den aktuellen Stand zusammen. Aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen wäre er gerne schon weiter. Eigentlich hatte er gehofft, den Spatenstich noch mit Peter Hart als Bürgermeister zu machen. "Wir hatten immer ein gutes Miteinander", beschreibt er das Verhältnis zum scheidenden Ortsoberhaupt von Fuchsstadt, der noch bis Ende April im Amt ist.

Den Standort sieht Dittmann als ideal an: Die Bewohner könnten zum Rathaus und zum Mehrgenerationentreff laufen, der Bürgerbus halte in der Nähe, auch Bank, Bäcker, Kindergarten, Schule, Lebensmittelmarkt und das Kaufhaus "Pfeuffer" seien ganz in der Nähe. "Rundum eine sehr attraktive Infrastruktur, die man teilweise in anderen Gemeinden und selbst in größeren Städten so konzentriert in unmittelbarer Nähe nur selten findet", sagt Dittmann. Er wolle in Fuchsstadt investieren, weil er hier seine "Wurzeln" gefunden habe: "Ich fühle mich dort sehr wohl."

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